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Was wurde eigentlich aus … Zukunftsbilder 2045

Zukunft gestalten – Nachgefragt | Tops oder Flops in forum Nachhaltig Wirtschaften?

Seit 2007 stellt forum vielversprechende Projekte, Start-ups und Social Business-Initiativen vor. Häufig werden nur Mega Flops bekannt, wie etwa das Projekt Cargolifter, wo riesige Luftschiffe kniffelige Transportaufgaben übernehmen sollten. Nachfolgend zeigen wir die Entwicklung von mutigen Projekten, über deren Start wir schon einmal vor Jahren berichteten.

In der ersten Folge von „Was wurde eigentlich aus…?" fokussieren wir uns auf Geschichten des Gelingens, denn sie ermutigen zur Nachahmung und regen an, etwas zu unternehmen, wenn es um Finanzen, eine neue Art des kollektiven Einzelhandels oder die Zukunft unserer Städte geht. Nachfolgend eines von drei „gelungenen" Beispielen.

In Zukunft werden Städte resilienter, grüner und lebenswerter. Fußgänger und Radfahrer erhalten neue Mobilitätsräume. © Reinventing Society / Wire Collective„Aus der Krise kann eine neue Welt entstehen, die nicht unserem Verstand entspringt, sondern unseren Träumen. Auch, wenn wir nicht genau wissen, wie die Zukunft aussieht, sollten wir sie uns vorstellen. Denn wir können nur erschaffen, was wir als Vision in unserem Herzen tragen", schrieb die Ökophilosophin Joana Macy. „Zukunftsbilder 2045" will genau das erreichen und deswegen berichtete forum bereits vor Jahren darüber in diesem Artikel. Mit einem Aufsehen erregenden Buch hat das Realutopien Team um Stella Schaller einen neuen Meilenstein geschafft. Es überführt den Status Quo von Städten und Kommunen (von 2022) in ihr eigenes Zukunftsbild. Das geschieht einerseits in erzählerisch interessanten Texten (Tagebuch, Interview), andererseits aber neu und innovativ als naturgetreues, großformatiges Bild der eigenen Zukunft. Deshalb lautet der Untertitel des Bildbandes auch „Eine Reise in die Welt von morgen".

17 x Hoffnung
Der Leser erlebt die Welt von 2045 ganze 17-mal und zwar die Zukünfte von Berlin, Bremerhaven, Düsseldorf, Emden, Frankfurt, Haan, Hamburg, Köln, Ludwigsburg, Lüneburg, München, Stuttgart, Wien, Leipzig, Wiesenburg und Zürich. Vergleichsweise einfach wäre die Aufgabenstellung für kleinere, weniger komplexer Städte gewesen. Für Konglomerate wie Hamburg, Berlin oder Wien hingegen waren der Rechercheaufwand sowie der graphische Aufwand immens. Das Redaktionsteam hat mit mehreren 3D Grafikagenturen zusammengearbeitet, um die aufwändige Umwandlung heutiger Drohnenfotos zu fotorealistischen Zukunftsszenen zu stemmen. Die Entwicklungsrichtung der dargestellten Kommunen war nicht der Laune der AutorInnen überlassen; vielmehr folgten sie Zielvorgaben, die die Klima- und Umweltforschung zur Bewältigung der Ökokrise in den letzten Jahren entwickelt hat. Die erzählten und illustrierten Visionen sind also keine lineare Fortschreibung des heutigen Zustands, sondern regenerative Visionen; denn, so die AutorInnen, „die Schäden an der Natur sind inzwischen so groß, dass »Nachhaltigkeit« längst nicht mehr genügt".

Ein Blick zurück
Die Protagonistin des Buches, die „Redakteurin Liliana Morgentau", unternimmt von Mai bis Juni 2045 eine Deutschlandreise und lässt sich von ZeitzeugInnen berichten, wie es möglich wurde, dass sich kleine und große Städte völlig neu erfanden, um den EU-Meilenstein der Klimaneutralität zu erreichen. So sind neue gesellschaftliche Errungenschaften wie das Zukunftsparlament der UNO entstanden, eine künftige Demokratie aller Lebewesen. Und im Zürich des Jahres 2045 ist das Geld längst in den Dienst der Menschen gestellt. Kein Wunder also, dass die Schweizer Großbank UBS, die heutzutage den Paradeplatz dominiert, durch die Bank für Gemeinwohl ersetzt wurde.

Zum Ende des Buches stellt sich ein Gefühl ein, dass einen nur selten ereilt: Dankbarkeit gegenüber dem AutorInnen-Team. Dankbarkeit für die umfassende Schau einer lebenswerten – und machbaren – Zukunft, Dankbarkeit aber auch für die Hoffnung, die nach der Lektüre unvermeidlich ist. „Zukunftsbilder 2045" wurde dafür von der Wochenzeitung der Freitag „zum Buch der Woche" gekürt.

Auf der Homepage zum Buch „Zukunftsbilder 2045" finden sich viele weiterführende Anregungen und Links. Die Rubrik Toolbox stellt den BesucherInnen eine Reihe von Methoden zur Verfügung, mit denen sie ihre eigenen Utopien sowie die von Gruppen und Organisationen entwickeln können.

Von Fritz Lietsch
 
Die anderen beiden Beispiele, die im selben forum-Artikel vorgestellt wurden, finden Sie online hier bzw. hier.  

Eine Bitte an unsere forum-Leser: Nennen Sie uns Geschichten aus früheren forum Ausgaben über deren Fortgang Sie informiert werden wollen. Wir recherchieren für Sie „Was wurde eigentlich aus…?"

Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2023 mit dem Schwerpunkt Innovationen & Lösungen - Innovationen und Lösungen für Klima und Umwelt erschienen.

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