66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Nachhaltig Wirtschaften

Wie muss es weitergehen?

Dr. Carsten Voigtländer, Vorsitzender der Geschäftsführung Vaillant Group
Foto: ©Vaillant Group

Dr. Carsten Voigtländer: Verlässliche Rahmenbedingungen schaffen

Weitergehen muss es mit großen, koordinierten Schritten. In den vergangenen 30 Jahren wurde gewiss viel erreicht. Der Anspruch nachhaltigen Wirtschaftens ist inzwischen nicht nur breiter Konsens, sondern prägt vielerorts auch die tägliche Unternehmenspraxis. Zugleich sind zentrale Fragestellungen unbeantwortet - etwa die Reduktion des Ressourcenverbrauchs oder die Transformation des Energiemarktes. Künftig gilt es, politisch verlässliche Marktbedingungen zu schaffen, entlang derer ein Wettbewerb um die besten Technologien und zukunftsweisendsten Investitionen entstehen kann.




Kasper Rorsted, Vorsitzender des Vorstands Henkel AG & Co. KGaA
Foto: © Henkel

Kasper Rorsted: Klare Ziele setzen

Bei allen Fortschritten ist uns klar: Wir haben noch einen langen Weg vor uns. Angesichts weiter wachsender Bedürfnisse und begrenzter natürlicher Ressourcen gilt es, sich stetig zu verbessern und dabei kurzfristige Anforderungen und langfristige Ziele in Einklang zu bringen. Wir sind davon überzeugt, dass uns das nur gelingt, wenn wir Nachhaltigkeit weiter in unserem Geschäft und unserem täglichen Handeln verankern. Dabei helfen uns bei Henkel klare Ziele: Wir wollen mit weniger Ressourcen mehr erreichen und unsere Effizienz in den nächsten 20 Jahren verdreifachen.



Alain Caparros, Vorsitzender des Vorstands Rewe Group
Foto: ©Rewe

Alain Caparros: Kooperation hat höchste Priorität

Nachhaltiges Wirtschaften wird in der Zukunft noch stärker von einem Thema des einzelnen Unternehmens zu einem zentralen Handlungsfeld für gesamte Branchen und vor allem für die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen in den gemeinsamen Wertschöpfungsketten. Konkret bedeutet das für mich als Händler: Um die Nachhaltigkeit raus aus der Nische zu holen und die größtmöglichen positiven ökologischen und sozialen Wirkungen zu erzielen, ist die enge Kooperation vom Erzeuger über die weiterverarbeitende und Veredelungsindustrie bis hin zu den Händlern erforderlich. Dies ist eine Aufgabe, bei der wir noch am Anfang stehen. Aber für den langfristigen und dauerhaften Erfolg des nachhaltigen Engagements hat sie höchste Priorität.



Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie. KG
Foto: © Miele

Dr. Markus Miele: Auf Werte setzen

Der Begriff Nachhaltigkeit wird heute viel genutzt, die Umsetzung hingegen ist noch nicht überall gelungen. In Unternehmen liegt das auch daran, dass nachhaltigem Wirtschaften vielfach deutlich weniger Gewicht am Unternehmenserfolg beigemessen wird als anderen Faktoren. Miele verfügt über eine Nachhaltigkeitsstrategie, deren Bestandteile zwar noch nicht lange unter diesem Begriff subsumiert werden, jedoch immer schon umgesetzt wurden. Es ist eine Strategie, die auf Werte setzt: Integrität, Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Umwelt, Kontinuität und nicht zuletzt Qualitätsbewusstsein. Über dieses Wertebewusstsein verfügen viele Familienunternehmer. Meiner Ansicht nach ist es dieses Wertebewusstsein, das Beständigkeit und langfristigen Erfolg von Unternehmen ausmacht.

Quelle:



     
        
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