Technik | Energie, 27.06.2025
Ökostrom im Fokus: So nachhaltig kann Energie heute sein
Die Klimakrise zählt bekanntlich zu den größten Herausforderungen unserer Zeit
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Erneuerbare Energien im Einklang: Solarenergie, Windkraft und Wasserkraft als Säulen einer nachhaltigen Stromversorgung.
Was ist Ökostrom?
Echter Ökostrom wird ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen – im Gegensatz zu konventionellem Strom, der oft aus Kohle, Gas oder Atomkraft stammt. Die wichtigsten Quellen für Ökostrom sind dementsprechend:
- Windenergie: Stromerzeugung durch Windkraftanlagen.
- Solarenergie: Umwandlung von Sonnenlicht mittels Photovoltaik.
- Wasserkraft: Nutzung der Kraft von Flüssen oder Speicherseen.
- Biomasse: Energie aus organischen Reststoffen oder Pflanzenmaterial.
Ein entscheidender Unterschied zu herkömmlichem Strom ist, dass Ökostrom keine endlichen Ressourcen verbraucht und nicht zuletzt deshalb auch deutlich weniger CO2 ausstößt. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede in der Qualität – denn nicht jeder als „grün" vermarktete Tarif ist auch automatisch nachhaltig. Dementsprechend empfiehlt sich vor dem Wechsel ein ausführlicher Ökostrom-Vergleich, um auf diese Weise nicht nur den potenziell günstigsten, sondern auch nachhaltigsten Tarif zu finden.
Woher kommt Ökostrom?
Ökostrom wird in verschiedenen Anlagen innerhalb Deutschlands und Europas produziert. Windparks entstehen vor allem in Norddeutschland und auf dem Meer (die sogenannte Offshore-Windkraft), während Solaranlagen vorwiegend in sonnenreichen Regionen wie Süddeutschland effizient arbeiten können. Wasserkraftwerke finden sich hingegen häufig in den Alpen oder an großen Flüssen wie dem Rhein.
Interessant ist zudem, dass Ökostrom nicht zwingend direkt beim Verbraucher ankommt. Das Stromnetz speist Energie aus verschiedenen Quellen ein, doch durch die Wahl eines Ökostromtarifs unterstützen Verbraucher den Ausbau erneuerbarer Energien und sorgen auf diesem Wege dafür, dass immer mehr echter grüner Strom in das deutsche Stromnetz gelangt.
Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom
Nicht jeder Tarif mit der Bezeichnung „Ökostrom" ist auch tatsächlich vollkommen nachhaltig. Es gibt hier nämlich zwei wesentliche Unterschiede:
1. Echter Ökostrom:
- Kommt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen.
- Der Anbieter investiert nachweislich aktiv in neue Ökostrom-Projekte (zum Beispiel in den Bau von Windparks).
- Wird oft durch unabhängige Gütesiegel zertifiziert.
2. Tarife mit Herkunftsnachweisen (RECS-Zertifikate):
- Hier kaufen Energieversorger möglichst günstige Zertifikate aus dem Ausland, um konventionellen Strom als „grün" zu deklarieren, ohne dafür selbst in erneuerbare Energien zu investieren.
Die Rolle von Gütesiegeln
Um echten Ökostrom zu erkennen, helfen Siegel wie beispielsweise:
- Das ok-power-Label
- Das Grüner Strom Label
- Verschiedene TÜV-Zertifikate (zum Beispiel „TÜV Nord" oder „TÜV Süd")
Diese Labels beziehungsweise (Güte-)Siegel garantieren, dass die Anbieter strenge ökologische Kriterien erfüllen und den Ausbau erneuerbarer Energien tatsächlich und aktiv fördern.
Warum auf Ökostrom umsteigen?
Der Wechsel zu echtem Ökostrom hat grundsätzlich mehrere Vorteile:
- Reduktion von CO2-Emissionen: Erneuerbare Energien verursachen kaum Treibhausgase und helfen auf diese Weise, die Klimaziele möglichst effektiv zu erreichen.
- Förderung der Energiewende: Je mehr Menschen Ökostrom nutzen, desto mehr Investitionen fließen in Wind-, Solar- und Wasserkraft.
- Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Erneuerbare Energien machen uns unabhängig von endlichen Energieträgern wie Kohle, Öl und überteuerten Gasimporten.
- Starkes Signal an Politik und Wirtschaft: Eine steigende Nachfrage zeigt, dass Verbraucher nachhaltige Energie wollen und bereit sind, dafür auch tiefer in die Tasche zu greifen.
Was kostet Ökostrom?
Die Preise für Ökostrom sind in den letzten Jahren zum Teil (und je nach Region und Anbieter) deutlich gesunken und liegen daher oft nur geringfügig über denen von konventionellem Strom.
Beispiel: Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit rund 3.500 kWh Jahresverbrauch kostet der Wechsel zu einem guten Ökostromtarif vielleicht nur 30–50 Euro mehr im Jahr.
Der Aufpreis für den nachhaltigeren Strommix ist damit relativ gering.
Staatliche Förderung und Boni
- EEG-Umlage (ist seit 2022 entfallen): Die Förderung erneuerbarer Energien ist jetzt über den Staatshaushalt gedeckt, was die Strompreise weiter entlasten soll.
- Bonus-Angebote: Viele Ökostromanbieter locken mit Wechselprämien, Neukundenrabatten oder günstigen Tarif-Paketen.
- Steuerliche Vorteile: Wer eine eigene Solaranlage betreibt, kann den erwirtschafteten Stromüberschuss in das deutsche Stromnetz einspeisen und vergütet bekommen.
Fazit: Klimafreundlich leben – ganz ohne Aufwand
Der Umstieg auf Ökostrom ist eine der einfachsten und effektivsten Möglichkeiten nachhaltiger im Alltag zu handeln. Der Wechsel ist unkompliziert und online in wenigen Minuten möglich, ganz ohne technische Umstellungen oder Komforteinbußen. Wer sich für einen zertifizierten Anbieter entscheidet, leistet damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und beschleunigt die Energiewende.
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