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NABU-Bundesverband verlässt Netzwerk X

Hass und Desinformation schaden Diskurs und gesellschaftlicher Lösungsfindung

Der NABU-Bundesverband stellt mit sofortiger Wirkung seine Aktivitäten im Sozialen Netzwerk X ein. Dieser Entscheidung liegt die Überzeugung zugrunde, dass offene und vielfältige Debattenräume für eine positive gesellschaftliche Entwicklung, die Förderung von Engagement und den Schutz von Natur und Klima unerlässlich sind - ein Anspruch, dem X in den Augen des NABU nicht mehr gerecht wird. Das ehemals breite Meinungsspektrum der Plattform ist durch offenbar veränderte Algorithmen immer weiter verengt worden und bewegt sich zunehmend außerhalb eines wissenschaftlich fundierten Diskurses.
 
© wokandapix; Pixabay.com"Nach der Übernahme durch Elon Musk ist X zu einer Plattform geworden, die Beleidigungen und Desinformation Raum verschafft. Meinung und Fakten werden nicht mehr sauber getrennt", erklärt Iris Barthel, NABU-Fachbereichsleiterin Kommunikation. "Als mitgliederstärkster deutscher Umweltverband setzen wir uns für die besten Lösungen für den Natur- und Klimaschutz ein. Dafür braucht es einen Diskurs auf der Basis von Fakten und eine starke und aufgeklärte Zivilgesellschaft, die sich daran ohne Angst beteiligen kann. Ein solcher Diskurs ist auf X nicht mehr zu führen - daher verlassen wir X".

Bereits jetzt läuft ein Verfahren der Europäischen Kommission gegen X. Sie prüft, ob die Plattform gegen den Digital Services Act verstoßen hat, der sie dazu verpflichtet, gegen Hass und Hetze sowie weitere illegale Inhalte vorzugehen.

"Plattformbetreibende haben eine hohe gesellschaftliche Verantwortung, insbesondere da sie durch ihre Algorithmen die Relevanz von Themen beeinflussen können. Wenn diese Verantwortung nicht ausreichend wahrgenommen wird, ist es ein wichtiges Signal von Akteuren mit Einfluss und Reichweite, die Plattform zu verlassen und auf anderen, besseren Wegen gemeinsam in den inhaltlichen Diskurs zu treten. Wir appellieren an Politik, Medien und Zivilgesellschaft, das eigene Engagement auf X kritisch zu hinterfragen", so Iris Barthel.

Der NABU wird sich auch in Zukunft weiter mit Nachdruck für den Natur- und Klimaschutz in der Öffentlichkeit einsetzen - künftig in folgenden Netzwerken: Mit mehr als 940.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben. Mehr Infos: www.NABU.de/wir-ueber-uns

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Christoph Quarch auf forum: "Was erreicht man damit, wenn man eine Social-Media-Plattform boykottiert?"

Kontakt: NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V., Roland Panter | Roland.Panter@NABU.de | www.NABU.de



     
        
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