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Anzeige, Technik | Energie, 20.03.2026

RENEXPO 2026 wächst und setzt klaren Fokus auf vernetzte Energiesysteme

19.-20. März 2026 in Salzburg - Nachbericht

Zwei Tage lang wurde das Messezentrum Salzburg erneut zum zentralen Treffpunkt der Energiebranche: Die "RENEXPO - connect energies 2026" versammelte am 19. und 20. März 1.327 Fachbesucher, über 80 Aussteller, zahlreiche Experten sowie Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Forschung und Politik.

Von links nach rechts: DI (FH) Alexander Kribus, MBA (Geschäftsführer Messezentrum Salzburg), Dr. Benedikt Ennser, Leiter der Sektion Energie (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus), MMag. Michael Baminger, E.M.B.L.-HSG (CEO und Vorstandssprecher Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation), Dipl.-Ing. Martina Prechtl-Grundnig, MSc (Geschäftsführung Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) ), Dr. Leonhard Schitter, M.A. (CEO, Vorsitzender des Vorstands Energie AG Oberösterreich), Dr. Peter Ramsauer (Bundestagsabgeordneter und Bundesminister a.D.), Constanze von Hassel (Moderation) © Der Bildw_rker
Auf einer Ausstellungsfläche von über 2500 qm zeigte die Veranstaltung eindrucksvoll, wie sich die Messe mit erweitertem Konzept und geschärfter inhaltlicher Ausrichtung zu einer Plattform für die gesamte Zukunft der Energie weiterentwickelt hat. Wasserkraft blieb dabei ein wesentlicher Bestandteil, gleichzeitig rückten Speichertechnologien, Netzintegration und sektorübergreifende Energielösungen noch stärker in den Fokus.

Damit adressiert die Renexpo eine zentrale Herausforderung der Energiewende: das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung und Netzinfrastruktur.

Alexander Kribus, Geschäftsführer Messezentrum Salzburg, zieht ein positives Fazit: „Die Renexpo - connect energies 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an einer vernetzten Betrachtung der Energiezukunft ist. Mit der Weiterentwicklung des Formats ist es gelungen, Bewährtes wie die Wasserkraft mit Zukunftsthemen wie Speicher, Netze und Systemintegration zusammenzuführen und damit eine starke Plattform für Austausch und konkrete Lösungen zu schaffen. Umso erfreulicher ist die positive Resonanz, die wir von vielen Ausstellern erhalten haben."

Die inhaltliche Erweiterung traf spürbar den Nerv der Branche: Mit 82 Ausstellern (Vorjahr: 63) verzeichnete die Messe ein deutliches Wachstum von rund 30 Prozent. Die Aussteller präsentierten ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen und unterstrichen damit die wachsende Relevanz der Renexpo als zentrale Plattform für eine nachhaltig vernetzte Energieversorgung. „Mit der inhaltlichen Erweiterung um Speicher, Netze und sektorübergreifende Lösungen ist es gelungen, neue Zielgruppen anzusprechen und gleichzeitig die bestehende Fachcommunity weiter zu stärken. Besonders die Kombination aus Fachprogramm, Ausstellung und Austauschformaten wurde sehr gut angenommen", so Christoph Schrammel, Messeleiter der Renexpo.

Mit zahlreichen Fachvorträgen, Diskussionsrunden und Praxisbeispielen bot die Messe ein vielseitiges Fachprogramm. Behandelt wurden dabei Themen wie Gewässerthermie als erneuerbare Wärmeversorgung, maßgeschneiderte Generatorlösungen für spezifische Kraftwerksprojekte sowie das Neubauprojekt Forbach.

Versorgungssicherheit braucht Speicher, Netze und klare Rahmenbedingungen
Ein Höhepunkt war der Energietalk auf der Bühne des Renexpo Forum „Erneuerbare Energien im Zusammenspiel – Speicherlösungen als Schlüssel für Versorgungssicherheit". Vertreter aus Politik, Energiewirtschaft, Verbänden und Forschung diskutierten dort über die Voraussetzungen für ein stabiles Energiesystem.

„Wer Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele erreichen will, muss investieren", sagte Leonhard Schitter, Geschäftsführer der Energie und verwies dabei insbesondere auf die Notwendigkeit von Investitionen in Netze, Speicher und Infrastruktur. Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin Erneuerbare Energie Österreich unterstrich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien grundsätzlich machbar sei. Voraussetzung dafür seien jedoch konsequente Genehmigungen, ausreichende Flächen und das gemeinsame Ziel aller beteiligten Akteure, die Energiewende zügig voranzubringen.

Michael Baminger, Geschäftsführer der Salzburg AG verwies darauf, dass Klimaneutralität nicht nur mehr Erzeugungskapazitäten, sondern vor allem auch deutlich mehr Flexibilität im Stromsystem erfordere. „Die Königsdiziplin dieser Energietransformation wird nicht nur der Bau der Infrastruktur sein, sondern vor allem auch das zur Verfügung stellen der Flexibilität und das ist auch auf der Renexpo genau richtig platziert", so Baminger. Speicherlösungen würden damit zu einem entscheidenden Baustein, um Volatilität auszugleichen und Energie vom Sommer in den Winter zu bringen.

Der Tenor der Diskussion: Für ein klimaneutrales Energiesystem braucht es nicht nur zusätzliche Erzeugungskapazitäten, sondern auch leistungsfähige Netze und vor allem Speicherlösungen, um Flexibilität sicherzustellen und Energie saisonal verfügbar zu machen.

In einer weiteren Talkrunde standen Speichertechnologien, ihre unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten sowie ihre Vor- und Nachteile im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, dass Batteriespeicher derzeit stark an Bedeutung gewinnen – nicht zuletzt durch deutlich gesunkene Kosten und eine vereinfachte Umsetzung, insbesondere im Gewerbe- und Energiesektor. Gleichzeitig geht hervor, dass Batteriespeicher zwar ein wichtiger Teil der Lösung sind, langfristig aber ein Technologiemix erforderlich ist.

Johannes von Schkopp von TenneT Germany verwies in diesem Zusammenhang auf die dynamische Entwicklung des Marktes: „Die Speichertechnologien sind ein Teil der Lösung." Auch Second-Life-Batterien wurden als vielversprechender Ansatz genannt, um bestehende Kapazitäten weiter sinnvoll zu nutzen. Horst Ebner vom Energieerzeuger und Tankstellenbetreiber Gutmann, hob vor allem die Bedeutung von Flexibilität auf der Nachfrageseite hervor. Anhand konkreter Beispiele zeigte er, wie dynamische Tarife helfen können, Überproduktionen gezielt auszugleichen und Verbrauch in Zeiten hoher Stromverfügbarkeit zu lenken.

Wasserkraft bleibt starkes Fundament
Die Messe knüpfte dabei bewusst an ihre Wurzeln an: Wasserkraft bleibt ein wichtiger Teil der Veranstaltung und verdeutlicht ihre Rolle als Rückgrat des österreichischen Energiemarkts. In Zusammenarbeit mit vgbe energy e.V. und dem Verein für Ökologie und Umweltforschung wurden hochspezialisierte Fachkonferenzen organisiert, die neuestes Know-how, aktuelle Forschungsergebnisse und Best Practices aus dem Bereich Wasserkraft vermittelten. An den vgbe-Formaten nahmen 150 Teilnehmer teil.

Auch die jährliche Mitgliederversammlung des Vereins Kleinwasserkraft für das Bundesland Salzburg fand im Rahmen der Messe statt.

Die RENEXPO - connect energies 2026 hat damit ein starkes Signal für die Weiterentwicklung des Energiesystems gesetzt – vernetzt, innovationsorientiert und praxisnah.

Die nächste RENEXPO - connect energies findet im März 2027 im Messezentrum Salzburg statt.

Kontakt: Messezentrum Salzburg GmbH, Julia Wörndl-Aichriedler | woerndl@mzs.at | www.mzs.at



     
        
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