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Nachhaltigkeit als Hauptgang: Restaurants im Wandel

Wie Restaurants die Klimakrise meistern

  • Quelle: Pixabay
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Die Klimakrise, Food Waste und CO2-Einsparungen sind allgegenwärtig und betreffen auch zunehmend die Gastro-Szene. Um Gäste für sich gewinnen zu können, müssen Betreiber auf neue Konzepte setzen, die einerseits satt machen und zugleich das gute Gewissen füttern.
 
Beim Gedanken an nachhaltiges Wirtschaften kommen sofort Themen wie Einsparungen an Abfall, regionale Bezugspartner oder innovative Ideen zur Lebensmittelverarbeitung in den Sinn. Aber auch Energieeinsparungen und Mitarbeiterführung sind wichtige Komponenten, die auf die nachhaltige Unternehmensführung in Restaurants einzahlen. Die digitale Integration spielt zudem eine entscheidende Rolle, die Gewinne maximieren kann, aber gleichzeitig ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schärft.
 
So kann ein rein digitales Kassensystem der erste Schritt sein, um auf Bonrollen zu verzichten. Der Versand von Belegen per E-Mail oder per SMS nutzt kurze Wege und vermeidet den Verbrauch von Papier. Auch schlankere Arbeitsprozesse wie Inventuren, Abgleiche mit dem Lager oder kontaktlose Zahlungsoptionen sparen Zeit, Laufwege und Arbeitsschritte ein. Somit wird das nachhaltige Konzept ganzheitlich ausgerollt und bezieht nachhaltiges Wirtschaften mit ein.

Neue Konzepte unerlässlich

Vor dem Hintergrund der steigenden Preisentwicklung müssen Restaurants an anderen Stellschrauben drehen, um ihre Gewinne und Einnahmen auf lange Sicht zu sichern. Lediglich die Preise für Speisen nach oben anzupassen, kann viele Gäste verärgern. Selbst Stamm- und Dauerbesucher wenden sich ab, sofern die Grenze zumutbarer Preise überschritten wird. Dieses Risiko können Gastronomen zwar eingehen, doch kann der Moment von „akzeptabel" zu „zu teuer" schnell kippen. Der Nachteil: Verschwinden Gäste aus Frust über zu hohe Preise, ist es schwer, sie wieder zu einer Rückkehr zu bewegen – unabhängig von der Qualität des Essens.

Mit nachhaltigen Bewirtungskonzepten fahren Restaurants deutlich besser. Einerseits wälzen sie den Druck der Einnahmen nicht auf Gäste ab. Andererseits binden sie Gäste sogar ein, mehr Nachhaltigkeit zu erzeugen. Dadurch wird das positive Gefühl einer guten Tat weitergegeben. Von mitgebrachten Aufbewahrungsbehältern für Reste oder zur Abholung von Take-Away-Food bis zur Verarbeitung mitgebrachter Zutaten sind viele Optionen möglich. Kreativität zahlt sich in diesem Fall aus.

Beratung hilft

Um sich den neuen Bedürfnissen besser anzupassen, müssen Gastronomen keineswegs allein den Weg bereiten. Bundesländer bieten verschiedene Förderprogramme an, die bei der Planung und Umsetzung umweltbewusster Investitionen unterstützen. Im Fokus stehen dabei Weiterbildungen, Energieberatung oder unternehmerische Entwicklung. Gastronomen sollten sich umgehend informieren, ob solche Angebote auch in ihrem Bundesland vorhanden oder förderfähig sind. Dadurch kann aus einer kleinen Idee ein nachhaltiges und abgerundetes Konzept entstehen.

Um die Gäste auf den nachhaltigen Fokus des Restaurants aufmerksam zu machen, bietet es sich an, den Weg und die Arbeit an neuen Konzepten marketingseitig zu begleiten. Soziale Plattformen wie Instagram oder TikTok sind dabei zu empfehlen, um die Communitys schneller zu erreichen. Außerdem lassen sich auf diesem Weg schneller potenzielle Unterstützer finden, die sich als Support erweisen. Wichtig ist, dass der Mut vorhanden ist, Dinge anders und nachhaltig anzugehen. Kann man scheitern? Durchaus. Aber der Lerneffekt kann genutzt werden, um weitere Gedanken auszubauen und einen kleinen Beitrag für eine bessere und grüne Zukunft zu liefern. Was gibt es Besseres, als diesen löblichen Ansatz mit einem köstlichen Essen zu verbinden?


     
        
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