Umwelt | Ressourcen, 19.10.2025
Kreislaufwirtschaft im Dialog
Expert:innen diskutieren Chancen, Herausforderungen und Perspektiven
Wie lässt sich die Kreislaufwirtschaft in der Praxis erfolgreich umsetzen? Dieser Frage widmete sich der Stakeholder-Dialog von toom Baumarkt und UmweltDialog am 9. Oktober in Köln. Rund 50 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Beratung tauschten in der Eventlocation The View mit Blick auf den Dom Erfahrungen, Erwartungen und Lösungsansätze aus. Die Veranstaltung wurde von Dr. Elmer Lenzen, Chefredakteur von UmweltDialog, moderiert. Auf dem Podium diskutierten Dominique Rotondi, Geschäftsführer Ware & Logistik bei toom, Michael Kuhndt vom Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), Carolina E. Schweig, Verpackungsberaterin sowie Laura Scherer, Gründerin der Nachhaltigkeitsberatung Circu:Culture.
Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass die Transformation hin zu zirkulären Geschäftsmodellen weit mehr erfordert als gesetzliche Vorgaben. In seinem Impulsvortrag zeigte Michael Kuhndt, dass Kreislaufwirtschaft nicht nur bestehende Geschäftsmodelle verändert, sondern auch neue Mehrwerte für Unternehmen und Gesellschaft schafft. „Aus der Circular Economy wird langfristig eine Circular Society", so Kuhndt.
Die anschließende Paneldiskussion machte deutlich, wie unterschiedlich die Perspektiven auf Kreislaufwirtschaft sind und wie wertvoll diese Vielfalt für die Praxis ist. Dominique Rotondi hob hervor, dass Nachhaltigkeit erlebbar gemacht werden müsse: „Ich muss mit Menschen die Nachhaltigkeit und Kreisläufe zusammen erlebbar machen. Das ist ein kontinuierlicher Prozess, der Engagement und Praxisnähe erfordert – gerade auch in schwierigen Zeiten." Thematisch spannte die Diskussion einen Bogen von resilienten Lieferketten über gesellschaftliche Aspekte bis hin zu neuen Geschäftsmodellen wie Miet- und Reparaturservices, die Unternehmen und Verbraucher:innen enger verbinden können.Auch die politischen Rahmenbedingungen waren Thema: Die Umsetzung der EU-Ökodesign-Verordnung ab 2026 stellt klare Anforderungen an Produktdesign und Kreislauffähigkeit. Dennoch wurde im Dialog deutlich, dass Regulierung allein nicht ausreicht. Vielmehr seien innovative Geschäftsmodelle, Anreizsysteme und ein klarer Dialog zwischen Handel, Politik und Verbraucher:innen entscheidend, um die Transformation zu beschleunigen.
Die Veranstaltung unterstrich, dass Kreislaufwirtschaft ein gemeinsamer Lernprozess ist. Verschiedene Perspektiven – von Unternehmenspraxis über Beratung bis hin zu Forschung – machen deutlich, dass ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Mehrwerte nur dann nachhaltig erzielt werden können, wenn alle Akteur:innen zusammenarbeiten. Das Zusammenspiel von Kooperation, Transparenz und kontinuierlicher Weiterbildung bildet nach Ansicht der Teilnehmer:innen die Grundlage für eine zukunftsfähige Circular Economy.
Über toom:
Mit rund 300 Märkten im Portfolio (toom Baumarkt und B1 Discount Baumarkt), 18.000 Beschäftigten und einem Bruttoumsatz von rund 3 Milliarden Euro zählt toom zu den führenden Anbietern der deutschen Baumarktbranche. Das Unternehmen gehört zur REWE Group. Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von 96 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren rund 390.000 Beschäftigten in 21 europäischen Ländern präsent. +++ Seit 2016 trägt toom das Zertifikat „audit berufundfamilie". Mit dem „audit berufundfamilie", einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, geht toom als Arbeitgeber zukunftsorientierte Wege und unterstützt seine Mitarbeitenden in unterschiedlichen Lebensphasen und den damit verbundenen Herausforderungen.Kontakt: toom Baumarkt GmbH, Daria Ezazi | daria.ezazi@rewe-group.com | www.toom.de
Quelle: toom Baumarkt GmbH
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