Technik | Energie, 25.05.2025
Bundesratsinitiative für mehr schwimmende Photovoltaik auf künstlichen Seen
Nordrhein-Westfalen fordert von der Bundesregierung flexiblere Regelungen, die ökologisch verträglich und wirtschaftlich sinnvoll sind
Mit einer Bundesratsinitiative setzt sich das Land
Nordrhein-Westfalen dafür ein, größere Photovoltaikanlagen (Floating-PV)
auf künstlichen und stark veränderten Gewässern zu ermöglichen. Die
Vorgaben im Wasserhaushaltsgesetz des Bundes schränken die Nutzung durch
pauschale Flächen- und Abstandsgrenzen derzeit stark ein. Der Antrag
aus Nordrhein-Westfalen fordert von der Bundesregierung flexiblere
Regelungen, die ökologisch verträglich und wirtschaftlich sinnvoll sind.
"Dadurch wird schwimmende Photovoltaik attraktiver, weil größere
Anlagen wirtschaftlicher sind. Gerade in Regionen wie dem Niederrhein
mit viel Kiesabbau und Baggerseen entstehen dadurch Potenziale, um Strom
flächenschonend zu erzeugen und auch direkt vor Ort zu nutzen", sagt
Umweltminister Oliver Krischer, der die Initiative angestoßen hat.
"Die Energiewende braucht kreative Lösungen - schwimmende Photovoltaik kann ein zentraler Baustein sein, um geeignete Flächen effizient zu erschließen", betont Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. "Gerade für ein Industrieland wie Nordrhein-Westfalen ist es entscheidend, den Ausbau der erneuerbaren Energien mit wirtschaftlicher Vernunft und ökologischer Verantwortung zu verbinden."
Hintergrund des Vorstoßes aus Nordrhein-Westfalen ist, dass der Ausbau von Floating-PV auf künstlich geschaffenen Gewässern energiewirtschaftlich sinnvoll und auch bei größeren Anlagen gewässerverträglich gestaltet werden kann. Seen, die zum Beispiel durch Kies- und Sandabbau entstehen, sind meist sehr tief und verfügen nur über geringe Flachwasserzonen mit entsprechendem Pflanzenwachstum. Schwimmende PV-Anlagen auf diesen Seen bieten die Möglichkeit, Solarstrom zu erzeugen, ohne auf landwirtschaftliche Flächen oder andere Ressourcen an Land zurückgreifen zu müssen.
In Nordrhein-Westfalen sind bereits sechs Floating-PV-Anlagen in Betrieb. Die derzeit größte Anlage des Landes schwimmt mit einer Leistung von 5,6 Megawatt und einem jährlichen Ertrag von rund 5 Millionen Kilowattstunden auf dem Baggersee in Bislich. Weitere große Anlagen betreiben die Quarzwerke in Haltern am See und in Coesfeld. Bereits 2020 wurde eine 750 Kilowattpeak-Solaranlage in der Nähe von Weeze auf dem Gewässer eines Kieswerks in Pionierarbeit gebaut. Ein interessantes innerstädtisches Projekt plant derzeit die Universität Düsseldorf mit einer schwimmenden Solar-Anlage auf dem Uni-See. Die Leistung soll dem Verbrauch von 171 Einfamilienhäusern entsprechen.
Der Antrag aus Nordrhein-Westfalen wird nun an die zuständigen Fachausschüsse zur Beratung übersandt und könnte noch vor der Sommerpause im Bundesrat abgestimmt werden.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Link zum Antrag
"Dadurch wird schwimmende Photovoltaik attraktiver, weil größere
Anlagen wirtschaftlicher sind. Gerade in Regionen wie dem Niederrhein
mit viel Kiesabbau und Baggerseen entstehen dadurch Potenziale, um Strom
flächenschonend zu erzeugen und auch direkt vor Ort zu nutzen", sagt
Umweltminister Oliver Krischer, der die Initiative angestoßen hat."Die Energiewende braucht kreative Lösungen - schwimmende Photovoltaik kann ein zentraler Baustein sein, um geeignete Flächen effizient zu erschließen", betont Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. "Gerade für ein Industrieland wie Nordrhein-Westfalen ist es entscheidend, den Ausbau der erneuerbaren Energien mit wirtschaftlicher Vernunft und ökologischer Verantwortung zu verbinden."
Hintergrund des Vorstoßes aus Nordrhein-Westfalen ist, dass der Ausbau von Floating-PV auf künstlich geschaffenen Gewässern energiewirtschaftlich sinnvoll und auch bei größeren Anlagen gewässerverträglich gestaltet werden kann. Seen, die zum Beispiel durch Kies- und Sandabbau entstehen, sind meist sehr tief und verfügen nur über geringe Flachwasserzonen mit entsprechendem Pflanzenwachstum. Schwimmende PV-Anlagen auf diesen Seen bieten die Möglichkeit, Solarstrom zu erzeugen, ohne auf landwirtschaftliche Flächen oder andere Ressourcen an Land zurückgreifen zu müssen.
In Nordrhein-Westfalen sind bereits sechs Floating-PV-Anlagen in Betrieb. Die derzeit größte Anlage des Landes schwimmt mit einer Leistung von 5,6 Megawatt und einem jährlichen Ertrag von rund 5 Millionen Kilowattstunden auf dem Baggersee in Bislich. Weitere große Anlagen betreiben die Quarzwerke in Haltern am See und in Coesfeld. Bereits 2020 wurde eine 750 Kilowattpeak-Solaranlage in der Nähe von Weeze auf dem Gewässer eines Kieswerks in Pionierarbeit gebaut. Ein interessantes innerstädtisches Projekt plant derzeit die Universität Düsseldorf mit einer schwimmenden Solar-Anlage auf dem Uni-See. Die Leistung soll dem Verbrauch von 171 Einfamilienhäusern entsprechen.
Der Antrag aus Nordrhein-Westfalen wird nun an die zuständigen Fachausschüsse zur Beratung übersandt und könnte noch vor der Sommerpause im Bundesrat abgestimmt werden.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Link zum Antrag
Kontakt: Land Nordrhein-Westfalen, Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen | Umwelt, Naturschutz und Verkehr | nrwdirekt@nrw.de | www.nrw.de
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