B.A.U.M.-Jahrbuch: Jetzt kostenlos reinlesen!

Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit:

Das italienische Konsortium Prosecco DOC verbietet Pflanzenschutzmittel im gesamten Anbaugebiet

Die Mitgliederversammlung des Konsortiums der kontrollierten Ursprungsbezeichnung Prosecco  DOC bestätigt das Engagement des Präsidenten Stefano Zanette,  ab der Lese 2018  Glyphosat,  Folpet und Mancozeb zu verbieten.  Die  Pflanzenschutzmittel  werden bereits ab diesem Jahr aus  den offiziellen Anbau-­-Statuten ‚Vademecum viticolo 2017’ gestrichen.

Prosecco-Reben. Von paul Barker Hemings from seregno, 85 - P6130647, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18350686Als erstes Weinanbaugebiet der Welt geht Prosecco DOC neue Wege in Sachen Nachhaltigkeit.  Konsortiumspräsident  Stefano Zanette hatte bereits  im Februar erste konkrete  Schritte in  Richtung  der Systemzertifizierung  angekündigt,  die viele Diskussionen auslösten. Am  fünften April  wurden nun in  der Mitgliederversammlung des Konsortiums offiziell  die Weichen für einen nachhaltigen Anbau von Prosecco DOC gestellt.  „Wir haben den Stein ins Rollen gebracht, von hier aus gibt es kein Zurück.  Aber das Ziel ist ambitioniert und der Weg zur allumfassenden Nachhaltigkeit  ist lang  – wir müssen Schritt für Schritt vorgehen", so Zanette direkt  nach der Hauptversammlung,  in der die komplette Beseitigung von Glyphosat,  Mancozeb und Folpet ab dem Weinjahr 2018 beschlossen wurde. Diese in der Weinwelt bahnbrechende Maßnahme wird für alle Produzenten obligatorisch,  die die kontrollierte Ursprungsbezeichnung Prosecco DOC führen wollen.  

Das überarbeitete Anbauregularium Vademecum Viticolo 2017 ,das bei  der gerade zu  Ende gegangenen  Vinitaly präsentiert wurde,  empfiehlt einen Verzicht auf Pflanzenschutzmittel  bereits im laufenden Jahr.  Die Richtlinie können Produzenten zurzeit  noch freiwillig befolgen,  um sich mit den  neuen Statuten vertraut zu  machen.

Die Entschlossenheit,  mit der das Konsortium sich dem Thema Nachhaltigkeit widmet,  beschränkt sich jedoch nicht nur auf landwirtschaftliche Praktiken,  die Wasser,  Luft und Boden schützen.  Auch ökonomische und soziale Aspekte werden Schritt  für  Schritt  in die  Strategie  des Anbaugebiets einfließen: „Das  vor uns liegende Jahr bis zur verpflichtenden Eliminierung der Pflanzenschutzmittel gibt uns die Zeit,  die wir benötigen,  um ein  noch ehrgeizigeres  Ziel  zu erreichen:  unter Einbezug der gesamten Lieferkette passende Lösungen zu schaffen und ein Nachhaltigkeitszertifikat  für  die gesamte Ursprungsbezeichnung einzuführen" erklärt Zanette.

„Wie ich unseren Mitgliedern erklären konnte,  handelt es sich um eine soziale Verantwortung,  die über wissenschaftliche Bewertungen hinausgeht.  Die Wissenschaft hat uns bestätigt:  Auch ohne Pflanzenschutzmittel  ist ein qualitativ hochwertiger Weinbau möglich.  Ich bin überzeugt davon,  dass wir trotz der Bedenken einiger Mitglieder,  einmal  mehr die Fortschrittlichkeit und Dynamik unserer Ursprungsbezeichnung  unter Beweis stellen.  Wir möchten so zeigen,  dass Profit nicht das einzige Ziel  ist,  sondern auch verantwortungsvoll  mit den Erwartungen der Verbraucher und  Bewohner  unseres  Anbaugebiets  umgegangen  wird."  

Das Konsortium  bietet  seinen Produzenten  jegliche notwendige Unterstützung,  um diesen schwierigen,  irreversiblen Übergang zu erleichtern. „Jetzt appelliere  ich  an das Verantwortungsbewusstsein von jedem,  um den kulturellen  Sprung erfolgreich  zu meistern", beschließt Zanette.  
Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid.  Prosecco  DOC ist  der erste italienische Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung,  der sich durch ein Gift­-Verbot in  seinen Statuten auszeichnet.  Mit dem Verbot der Pflanzenschutzmittel  wird die Nachhaltigkeit für das  gesamte Prosecco-­-Anbaugebiet dauerhaft  sicherstellt.

Kontakt: CONSORZIO DI TUTELA DELLA DENOMINAZIONE DI ORIGINE CONTROLLATA  PROSECCO
info@consorzioprosecco.it | www.prosecco.wine


Lifestyle | Essen & Trinken, 12.04.2017
     
Cover des aktuellen Hefts

Sicher!?

In einer Zeit, in der Angst Einzug in der Gesellschaft hält, macht forum Nachhaltig Wirtschaften 02/2021 Mut.

  • Trotzdem Ja zum Leben sagen
  • Lösungen im Konsens
  • Steppenbegrünung als Klimachance
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
26
AUG
2021
Kinostart „Now" - „If you fail, we will never forgive you!"
A Film for Climate Justice by Jim Rakete
deutschlandweit
11
SEP
2021
Green World Tour Nachhaltigkeitsmesse Köln
Die Vielfalt der Nachhaltigkeit auf einer Messe
51063 Köln
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Mobilität & Transport

Das Dorfauto zieht Kreise
Modellprojekt für Elektro-Carsharing weitet sich aus – im Hunsrück und darüber hinaus
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Kraftstoffkontingent für Katastrophenregion

"Wehret den Anfängen"

Solidpower erweitert Produktportfolio: Der Bluegen BG-15 Home kommt

Frohes neues Jahr 2022?

Nachhaltige Transformation in Unternehmen Schritt für Schritt lernen und vorantreiben

Der erste Blaue Engel für Betonsteine. Ökologisch verträglich bauen

Die Klimakrise ist längst da – #movethedate

Mehrweg – ja unbedingt!

  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • PEFC Deutschland e. V.
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • TourCert gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG