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Hersteller setzen bei der BAU 2017 weiter auf EPDs

Umwelt-Produktdeklarationen vom IBU als europaweiter Industriestandard für Nachhaltiges Bauen

Umwelt-Produktdeklarationen – EPDs – stehen bei Baustoffherstellern aller Werkstoffbereiche nach wie vor hoch im Kurs, davon ist das IBU zur Bau 2017 in München überzeugt. Zahlreiche Firmen und Verbände aus den verschiedenen Bereichen der Baustoff- und Bauproduktherstellung nutzten die BAU 2017, um neben den technischen Eigenschaften ihrer Produkte auch deren ökologische Performance in Form von Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) dem Publikum zu präsentieren.

Foto: IBUDas Institut Bauen und Umwelt e.V (IBU), deutscher Programmhalter für EPDs, nahm die Messe zum Anlass, Herstellern neue, unabhängig verifizierte EPDs zu überreichen, die als Datengrundlage insbesondere für die Gebäudeökobilanzierung und Zertifizierungssysteme für Nachhaltiges Bauen bedeutsam sind.

Vom Leitungsrohr über Befestigungstechnik bis zur Vliestapete – die komplette Baubranche setzt auf EPDs.
Als langjähriges IBU-Mitglied ist dormakaba bereits Inhaber von mehr als 20 verschiedenen EPDs; nun kommen nach erfolgreicher Überprüfung durch das IBU 7 weitere Deklarationen für Karussell-Türanlagen hinzu, die IBU-Geschäftsführer Dr. Burkhart Lehmann an dormakaba Deutschland überreichte. Auch die Lindner Group, alwitra und Schöck erweiterten zur BAU 2017 ihr EPD-Portfolios: Für Lindner liegt zukünftig auch eine EPD für das Doppelbodensystem LIGNA vor; während Schöck zwei neue EPDs (QXT10-H200-REI120 und KXT15 Combar) im IBU-Programm veröffentlicht hat und alwitra eine neue EPD für die EVALON®-dual-Dachbahn vorweist. Zwei weitere EPDs überreichte Lehmann jeweils an Knauf Gips für die beiden Produkte Knauf Safeboard und Knauf Silentboard sowie an Kalzip für Produkte zur und Wand- und Dachbekleidung aus Aluminium und Fermacell für Estrich-Elemente und Gipsfaserplatten. ASSA ABLOY schließlich erhielt drei weitere EPDs für mechanische, motorische und drückergesteuerte Sicherheitsschlösser. Mit den neuen EPDs komplettiert die ASSA ABLOY Gruppe ihr EPD-Produktportofolio – seit 2012 wurden konzernweit bereits rund 200 EPDs im IBU-Programm veröffentlicht.

EPDs sind als Instrument auf Bauproduktebene weiterhin auf dem Vormarsch. Das zeigt nicht nur die beständig wachsende Zahl an Deklarationen, die beim IBU, dem Kompetenzzentrum für nachhaltiges Bauen, veröffentlicht sind – derzeit sind es über 1.600, sondern auch die steigende Mitgliederzahl im IBU. Fast 200 Mitglieder aus 22 Nationen, vom KMU bis zum weltweiten Konzern, über 40 Verbände und über 100 verschiedene Produktkategorien zeigen die große Vielfalt der Produkte und Branchen, die mit den EPDs auf ein neutrales, unabhängig geprüftes und umfassendes Informationswerkzeug setzen, um ihre Umweltwirkungen offenzulegen. Schüco präsentierte seine ersten EPDs für Fenster-, Tür- und Fassadensysteme aus Aluminium, die mithilfe einer vom IBU verifizierten Softwarelösung konfiguriert werden können. Kronimus erhielt auf der BAU seine ersten zwei Deklarationen für Betonpflastersteine.

Besonders erfreut zeigte sich Burkhart Lehmann auf der BAU, drei neue Firmen im IBU begrüßen zu können, die die Produktvielfalt von EPDs abermals erhöhen: Erfurt & Sohn ist der erste Tapetenhersteller im IBU-Programm und ehielt zwei EPDs für Raufasertapete und Vliesraufasertapete. Auch die Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH kam 2016 als Neumitglied hinzu und erhielt auf der BAU vier EPDs für Leitungsrohre für Wasser, Leitungsrohre für Öl und Gas, Ölfeldrohre sowie Stahlhohlprofile. Mit Halfen bekam ein weiteres Neumitglied des IBU auf der BAU seine ersten zwei EPDs für das Iso-ElemenT HIT-HP MVX und die cast-in anchor channel systems HTA-CE (HTA) und HZA. Aurubis, ebenfalls neues Mitglied im IBU, nahm auf der BAU seine ersten 6 EPDs für Kupferwalzprodukte entgegen. Mit der Mitgliedsurkunde offiziell im Verein begrüßt wurde auf der BAU auch das jüngste Neumitglied des IBU, Duraproof.

Umweltinformationen für Bauprodukte international gefragt
Ein weiteres Highlight für das IBU war die Unterzeichnung zur gegenseitigen Anerkennung mit dem italienischen EPD-Programm EPD Italy, getragen von ICMQ und dem britischen EPD-Programm BRE. "BRE ist stolz, mit dem IBU diesen Meilenstein zur gegenseitigen Anerkennung von EPDs erreicht zu haben. Als führende Organisationen zur Verifizierung von EPDs nach EN 15804 durch unabhängige Dritte ist dies ein enorm wichtiger Schritt für die weitere Verbreitung der EPD. Die Baustoffindustrie hat damit Gewissheit, dass ihre durch BRE oder IBU verifizierten EPDs im jeweils anderen Programm anerkannt und gelistet werden können. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dem IBU in den kommenden Jahren", so Dr. Shamir Ghumra, BRE Director of Sustainable Products.”

Kontakt: Anita Kietzmann, Institut Bauen und Umwelt e.V. | pr@ibu-epd.com | www.ibu-epd.com


Technik | Green Building, 24.01.2017
     
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