Fritz Lietsch

Please give peace a chance

Kommentar des forum-Chefredakteurs Fritz Lietsch für Vernunft und Verantwortung in Politik, Wirtschaft und Medien

Liebe deutsche und internationale PolitikerInnen: Bitte steigt aus! Aus dem Kriegsgetaumel, der Aufrüstungsspirale und dem Herbeireden von Gefahren. Krieg ist die grausamste Variante der Konfliktbeilegung und bringt millionenfachen Tod, Schmerz, Blut, Verwundung, Zerstörung, Leid, Tränen und Traumata, die über Generationen wirksam sind.

© Markus Spiske, Pexels.comDeshalb: Sprecht und regiert in Richtung Frieden. Lernt aus der Geschichte. In Kriegen gewinnt niemand und der Blutzoll sowie die Kosten der Zerstörung sind epochal.

Als Business-Magazin wollen wir deshalb nicht nur vor dem millionenfachen Leid warnen, sondern auch die Bilanz von Kriegen aufdecken. In nüchternen Zahlen. Und sie vergleichen mit den Kosten der Rettung, der Regeneration unserer Lebensgrundlagen auf diesem wunderbaren, blauen Planeten. (Allen, die schon heute lieber auf den Mars auswandern wollen, seien herzliche Grüße und Wünsche mit auf den Weg gegeben.). 

Liebe KollegInnen in den Medien: Bitte hört auf, Angst zu verbreiten. Überall nur noch Krieg und Wiederbewaffnung in der Berichterstattung. Putin und Trump als Nachrichtenhelden, Europa auf der Schlachtbank. Das führt zu Verunsicherung, Angst und Lähmung.

Statt über Rüstung sollten wir über Resilienz sprechen, darüber, wie wir durch Diplomatie, Innovation und Kreativität den wirklichen Herausforderungen auf diesem Planeten begegnen können: der Verseuchung von Erde, Wasser, Luft (gerade auch durch Krieg und eine ungezügelt profitorientierte Wirtschaft), dem Klimawandel, dem Verlust von fruchtbaren Ackerböden, den vielfach ausgerotteten Fischbeständen, dem alarmierenden Verlust von Biodiversität, der zunehmenden Wirkungslosigkeit von Antibiotika, den explodierenden Krankheitskosten.
 
Für all diese Herausforderungen brauchen wir die besten Köpfe weltweit, den Zusammenschluss aller Kräfte und eine Kooperation ohne Kompromisse.
 
Und es gibt sie, die vielen Lösungen, die nur darauf warten, umgesetzt zu werden. Lösungen, die die Welt verändern können. So wie es die Photovoltaik getan hat und tut, so wie es die regenerative Landwirtschaft oder auch ein neues, vorbeugendes Gesundheitswesen und vor allem eine demokratische Bildung schaffen können.

Deshalb: Berichtet über diese Lösungen, über Projekte der Hoffnung, über gelungene Kooperationen, über Investitionen, die sich lohnen für die Menschheit und nicht für den kurzfristigen Gewinn. Wer in Rheinmetall als Statthalter für alle anderen Waffenhersteller investiert, finanziert Leid und Tod. Es muss und kann andere Wege der Verständigung geben.
 
Darüber sollten aus meiner Sicht moderne und kluge Medien schreiben und dafür den Weg bahnen. Für Zuversicht und Hoffnung, für Engagement und Zivilcourage statt Angst und Resignation. Denn sonst treiben genau die sensationslüsternen Medien die Wähler in die Arme radikaler Mächte.

Liebe KollegInnen in der Wirtschaft: Auch wenn Aufrüstung kurzfristig ein Wachstumsmotor sein mag und der einen oder anderen kränkelnden Industrie im Lande helfen mag, am Ende gilt: Der Wohlstandswert von Waffen ist gleich NULL! Im besten Falle werden sie nicht benutzt und nach 30 Jahren wieder verschrottet (vermutlich veralten sie heutzutage noch viel schneller).
 
Im schlimmsten Fall kosten sie Menschen das Leben, zerstören Assets und verwüsten ganze Landstriche. Folgen Sie deshalb nicht diesem Weg, Investieren Sie lieber in Resilienz, Innovation, Versorgungssicherheit, alternative Ressourcen, Kreativität und Wettbewerbsfähigkeit.  
 
Setzen Sie positive Signale und entwickeln und vermarkten Sie Produkte, die die Menschheit WIRKLICH braucht, ihren Wohlstand und ihre Gesundheit erhöht. Das wird langfristig der profitabelste Weg sein.

Liebe LeserInnen, liebe Menschen, schätzt und behütet diesen Planeten als ein unwiederbringliches, blaues Wunder. Und genießt dieses Leben als ein großes Geschenk.
 
Darum ist Frieden der einzig sinnvolle Weg, für den wir uns alle einsetzen sollten, denn er ist es wert.
 
Fritz Lietsch ist Chef-Redakteur von forum Nachhaltig Wirtschaften sowie Autor und Moderator. Seit mehr als 35 Jahren setzt sich der gelernte Betriebswirt für eine zukunftsfähige Gesellschaft und Wirtschaft ein. 

Unter "Der aktuelle Kommentar" stellen wir die Meinung engagierter Zeitgenossen vor und möchten damit unserer Rolle als forum zur gewaltfreien Begegnung unterschiedlicher Meinungen gerecht werden. Die Kommentare spiegeln deshalb nicht zwingend die Meinung der Redaktion wider, sondern laden ein zur Diskussion, Meinungsbildung und persönlichem Engagement. Wenn auch Sie einen Kommentar einbringen oder erwidern wollen, schreiben Sie an kommentar@forum-csr.net.

Weitere Artikel von Fritz Lietsch:

Aus Freude am Fahren ...
Der aktuelle Kommentar von Fritz Lietsch zum Thema Mobilität & Energie
Gestern fuhr ich mit dem Auto zur Aufsichtsratssitzung der Stiftung SOFIs Finance. Da die Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu umständlich war, musste ich das Auto nutzen…


Blue Green FUTUREventura
Vertragsabschluss für umfassenden Klimaschutz auf Fuerteventura
Protect the Planet und das Cabildo de Fuerteventura schließen mit Unterstützung von forum eine wegweisende Kooperation für Klimaschutz, Bewahrung der Biodiversität und nachhaltigen Tourismus ab.


Ein Haus für Innovationen
Interview mit Lone Feifer, die in Østbirk, Dänemark, das LKR Innovation House entwickelt hat
Ein neues, altes Gebäude möchte Symbol für nachhaltiges Bauen, Kreislaufwirtschaft, Kreativität und Zusammenarbeit sein. Nach dem Willen der Entwickler soll es ein Ort der Inspiration und Innovation werden. Fritz Lietsch fragte für forum nach den Hintergründen.


Zwischen Rollback und Resilienz - In Zeiten regulatorischer Unsicherheit brauchen Unternehmen Orientierung
Pierre-François Thaler, Mitbegründer und Co-CEO von EcoVadis, im forum-Interview
Auf breiter, internationaler Ebene scheint das Thema Nachhaltigkeit im Rückzug. Doch der Schein trügt, denn Nachhaltigkeit wird nur fokussierter und ergebnisorientierter. Im Interview mit Fritz Lietsch erklärt Pierre-François Thaler, Mitbegründer und Co-CEO von EcoVadis, wie sich das Thema gerade neu erfindet.


Bidirektionales Laden spart Milliarden
Elektroautos können viel mehr, als „nur" leise und ohne Abgase zu fahren
Mit bidirektionaler Ladetechnologie können sie Strom speichern und ins Netz zurückspeisen. Die jüngste Studie von Transport & Environment (T&E) zeigt, dass dies Europas Energieversorgern und Autofahrenden riesige Einsparungen ermöglichen könnte.




     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Neues "Mental Operating System" für Social Media und Ki-Systeme
Christoph Quarch plädiert für die Programmierung einer europäischen, humanistischen KI zur Erreichung digitaler Souveränität
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Virgin Islands Climate Change Trust Fund launched at Global Sustainable Islands Summit in Gran Canaria, marking new era in climate finance innovation for islands

Kreislaufwirtschaft am Bau & Energie für die Zukunft

Gastfreundschaftslektionen aus Südtirol

Städte weltweit fordern eine Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien

Koalition von Ländern treibt beschleunigte Abkehr von fossilen Energien während Energiekrise voran

Deutsche Umwelthilfe widerlegt Mythos angeblich hoher Systemkosten Erneuerbarer Energien

Die Energiewende ist kein Kostenblock – sie ist ein Gewinnmodell für die Regionen

Aufbruch in Santa Marta

  • ZamWirken e.V.
  • TÜV SÜD Akademie
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Global Nature Fund (GNF)
  • WWF Deutschland
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • SUSTAYNR GmbH
  • circulee GmbH
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Engagement Global gGmbH
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • NOW Partners Foundation
  • 66 seconds for the future