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Neuer Marktplatz für Kreislaufwirtschaft in Planung

tec4U-Solutions lädt zur Kooperation zwecks Entwicklung und Umsetzung eines Circular Economy Marketplace ein

Die Nachhaltigkeitsexperten von tec4U-Solutions sind aktuell dabei, einen Marktplatz für Kreislaufwirtschaft zu konzipieren und umzusetzen. Auf diesem Marktplatz sollen zukünftig Produkte, Bauteile, Halbzeuge und Werkstoffe gehandelt werden, um eine hochwertige und wirtschaftliche Herstellung sowie Vermarktung von Sekundärrohstoffen zum Beispiel für Fahrzeugteile zu gewährleisten. Es soll möglich sein, als Anbieter von Produkten für Austauschsysteme wie z. B. Motoren oder Lichtmaschinen, diese sowie Produkte zur weiteren Demontage auf der Plattform anzubieten. Gleichermaßen soll ermöglicht werden, Teilprodukte wie Stoßfänger, Radhausschalen oder PET-Flaschen auf der Plattform anzubieten. Letztendlich sollen auch Anbieter von Rezyklaten diese auf der Plattform positionieren können. Auf der Käuferseite soll die Plattform Herstellern von Austauschteilen, Rezyklaten oder aber Verarbeitern von Rezyklaten die Möglichkeit bieten, entsprechende Ausgangsprodukte zu beschaffen. 

© tec4U-SolutionsWie unterstützt der Circular Economy Marketplace von tec4U-Solutions eine funktionierende Kreislaufwirtschaft? 
Mit den geopolitischen Entwicklungen der letzten Jahre hat die deutsche und europäische Industrie erkannt, dass die Ressourcenverfügbarkeit ein ausschlaggebendes Kriterium für die Produktionsstandorte Deutschland und Europa ist. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Verordnungen und Richtlinien erlassen, welche Ressourcenverfügbarkeiten zusätzlich absichern sollen. Hierzu wurden vorrangig Regelwerke genutzt, die in ihrer ursprünglichen Intention die Umsetzung von Nachhaltigkeitsvorgaben beinhalten. Neben den Vorgaben zur Reduktion der Energienutzung (CO2) liegt mittlerweile ein großer Fokus auf der Sicherstellung der Kreislauffähigkeit von Werkstoffen und Produkten.
 
Eine erste und sehr stringente Vorgabenformulierung fand in der Novellierung der Altfahrzeugverordnung statt, welche die Automobilhersteller zum Einsatz von Rezyklaten verpflichtet. Darüber hinaus wurde über die Ökodesign-Verordnung der rechtliche Rahmen für die Batterieverordnung, wie auch für den digitalen Produktpass, festgeschrieben. Somit kommt der Automobilindustrie als Leuchtturm der europäischen Technikindustrie eine Vorreiterrolle bei der Verwirklichung von Nachhaltigkeitszielen basierend auf der Ökodesignverordnung zu. Innerhalb dieser Nachhaltigkeitsbetrachtung wird gefordert, dass Produkte möglichst lange in ihrem Nutzungsbild verbleiben, was wiederum bedeutet, dass sie instandsetzungsfähig, aber auch wiederaufarbeitungsfähig sein müssen.

Dies stellt alle betroffenen Marktbeteiligten vor eine nicht minder große Herausforderung. Es ist nur dann möglich, Kreisläufe zu schließen, wenn im Zuge einer Demontage eines Fahrzeugs technisch und wirtschaftlich sinnvolle Ressourcen entstehen. Die Datenlage – vor allem im Bereich der Automobilindustrie – bietet hierfür bereits eine sehr solide Grundlage für die Betrachtung einer möglichen stofflichen Verwertbarkeit. Die Nutzung der bei der Verwertung entstehenden Fraktionen von Teilen – hier sind vorrangig Aggregate, Achs- oder Antriebsteile zu sehen – bietet hierbei eine weitere Möglichkeit den Anforderungen der Ökodesign-Verordnung Rechnung zu tragen. Sollten diese Informationen bei den Verwertern vorliegen, so ermöglicht dies, dass nicht nur das Verwerten von Werkstoffen erleichtert wird, sondern gleichermaßen auch die Stärkung von Austauschteilen im System gefördert wird.

Hat der Verwerter die entsprechenden Stoff- und Teilefraktionen vorliegen, fehlen ihm sehr oft die notwendigen Vertriebskanäle, um den anderen Marktbeteiligten das Angebot zu offerieren. Vor ähnlichen Problemstellungen sehen sich auch die Recycler gestellt, welche heute noch über keine gesicherten und längerfristigen Inputkanäle verfügen. Gleichermaßen schwierig ist es auch für die Recycler, die jeweils sehr unterschiedlichen und zum Teil auch sehr spezifischen Rezyklate im Markt zu positionieren. Letztendlich ist es aber auch der Automobilhersteller selbst, der oftmals nach Möglichkeiten und Partnern sucht, um die in seinem Rücknahmesystem ankommenden Fahrzeuge zur Verwertung an lizenzierte Autoverwerter zu vergeben wie auch qualitativ hochwertige Rezyklate und Gebrauchtteile für ihre Austauschteileprogramme zu bekommen. Gleichermaßen notwendig und im Interesse des Automobilhersteller gewollt, sind zuverlässige, langfristige Verträge, um den gesetzlichen Anforderungen genügen zu können.

Circular Economy Marketplace – eine Kommunikationsplattform für alle Marktbeteiligten
In Summe bedeutet dies, dass das vorrangige Problem zur Schaffung von Kreislauffähigkeit, vor allem in Bereichen, die stark über gesetzliche Vorgaben reglementiert sind, ein Kommunikationsproblem ist. Aus diesem Grund erscheint es nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig, eine entsprechende Kommunikationsplattform zu schaffen, in welcher die verschiedenen Angebote und Anfragen der Marktbeteiligten ausgetauscht werden. Um all diese Vorteile und Synergien zu nutzen, ist es erforderlich, eine Kommunikationsplattform zu errichten, welche nicht nur die Kommunikationsleistungen erbringt, sondern darüber hinaus auch eine Qualitätssicherungsfunktion innehat. Dadurch wird gewährleistet, dass technisch und wirtschaftlich sinnvolle Stoffströme entstehen, wie auch qualitativ hochwertige Gebrauchtteile zu neuwertigen Austauschteilen werden. Durch diese Maßnahme hat der Hersteller nicht nur die Möglichkeit, den gesetzlichen Obliegenheiten zu genügen, sondern kann darüber hinaus auch wirtschaftliche Vorteile erzielen. Ein positiver Nebeneffekt des Marktplatzes könnte sein, dass darüber auch das gesamte Altfahrzeugmanagement und Monitoring gesteuert werden könnte.

Interessierte an einer Mitwirkung melden sich bitte bei per Mail. 

Kontakt: tec4U-Solutions, Stefan Nieser | s.nieser@tec4U-solutions.com | www.tec4U-solutions.com



     
        
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