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forsa-Umfrage: Wähler*innen fordern mehr Investitionen in Natur- und Klimaschutz

Zum Start der Sondierungsgespräche zwischen Grünen und CDU im Stuttgarter Landtag

  • Menschen erwarten mindestens gleichbleibenden Einsatz von zukünftiger Landesregierung
  • NABU und BUND: Eindeutiger Arbeitsauftrag für Sondierungsgespräche 
Die Menschen im Land haben eindeutige Erwartungen an die kommende Landesregierung, wenn es um Investitionen in den Natur- und Klimaschutz geht. Aktuelle Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag von NABU und BUND zeigen den klaren Wunsch der Bevölkerung nach konstanten beziehungsweise sogar höheren Investitionen in diesen zentralen Zukunftsfeldern. 

Die Menschen im Land haben eindeutige Erwartungen an die kommende Landesregierung, wenn es um Investitionen in den Natur- und Klimaschutz geht. © Bruno Kelzer, unsplash.comNaturschutz: Mehrheit fordert konstante Investitionen – ein Drittel sogar eine Steigerung 
Die Mehrheit der Menschen im Land (53 Prozent) plädiert dafür, dass die Höhe der Investitionen im Naturschutz gleichbleibt. Etwa 30 Prozent der Befragten sind sogar der Ansicht, dass die nächste Landesregierung mehr in den Naturschutz investieren sollte als bisher. Sie sprechen sich damit klar für einen weiteren Mittelaufwuchs beim Natur- und Artenschutz aus, so wie es von den Grünen in Baden-Württemberg vor der Wahl versprochen wurde. Weniger Investitionen in diesem Bereich halten nur 15 Prozent der Befragten für richtig. „Die forsa-Zahlen zeigen deutlich: Naturschutz ist den Menschen im Land trotz wirtschaftlicher Sorgen ein zentrales Anliegen. Eine klare, parteiübergreifende Mehrheit wünscht sich eine solide, konstante Finanzierung des Naturschutzes. Die nächste Landesregierung darf daher nicht auf Kosten der Natur sparen", betont der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. „Daraus ergibt sich ein eindeutiger Arbeitsauftrag für die Sondierungsgespräche, den versprochenen Mittelaufwuchs im Naturschutz umzusetzen."  
 
Klimaschutz: Mehr als 70 Prozent für höhere oder gleichbleibende Mittel 
Beim Wunsch nach Klimaschutz-Investitionen gibt es eine ähnliche Tendenz: Rund 35 Prozent der Befragten sprechen sich für höhere Investitionen in den Klimaschutz aus. 36 Prozent plädieren für eine gleichbleibende Höhe der Investitionen. Ein knappes Drittel (27 Prozent) ist der Meinung, dass weniger in den Klimaschutz investiert werden sollte. „Die Bereitschaft der Bevölkerung, mehr in den Klimaschutz zu investieren, ist weiterhin groß. Auch unter den Anhänger*innen von Grünen und CDU spricht sich eine Mehrheit dafür aus, dass die Landesregierung für das Wohl kommender Generationen gleich viel oder mehr investiert", sagt die BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch. „Diese Ergebnisse sollten die Verhandelnden in den Sondierungen berücksichtigen und keine Rückschritte bei den ehrgeizigen Klimazielen des Landes zulassen. Eine klare und entschlossene Klimapolitik, die den Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe festschreibt und den Empfehlungen des Klimasachverständigenrates folgt, ist unverzichtbar, um in unserem Land weiter gut leben zu können." 
 
Aktuelle forsa-Ergebnisse belegen außerdem:  
  • Für die Mehrheit (56 Prozent) der Baden-Württemberger*innen haben die Themen Natur- und Umweltschutz eine große bis sehr große Rolle für ihre Wahlentscheidung gespielt. 
  • Einschränkungen beim Umwelt- und Naturschutz zugunsten des Wirtschaftswachstums lehnt eine große Mehrheit (64 Prozent) ab. 
Infos zur Umfrage: 
  • Datenbasis: 1.010 Befragte ab 18 Jahren in Baden-Württemberg
  • Erhebungszeitraum: 15.1. bis 5.2.2026
  • Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von NABU und BUND BW
  • statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte
Ergebnisse im Detail
Infos von NABU und BUND zur Landtagswahl 2026: 

Kontakt: NABU Baden-Württemberg, Claudia Wild | Claudia.Wild@NABU-BW.de | www.nabu-bw.de



     
        
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