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Mehrweg beim Pflanzentransport ab 2030 verpflichtend

Deutsche Umwelthilfe fordert von Lidl, Aldi, Ikea und Co. sofortigen Umstieg auf Mehrwegpaletten

  • Handelsunternehmen und große Supermarktketten wie Lidl, Aldi, Edeka oder Rewe setzen trotz bestehender Mehrwegsysteme beim Pflanzentransport noch immer auf Einweg
  • Einsatz von Mehrweglösungen bei intra- und innerbetrieblichen Transporten laut EU-Verpackungsverordnung ab 2030 verpflichtend
  • DUH fordert Hersteller und Händler auf, die Nutzung von Mehrwegpaletten zur Einhaltung von EU-Vorgaben und Reduzierung von Einwegmüll deutlich hochzufahren
Bereits seit 2011 arbeitet toom sukzessive daran, Verpackungen zu vermeiden, zu verringern oder zu verbessern. © toomAnlässlich der am 27. Januar 2026 startenden Internationalen Pflanzenmesse in Essen fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Pflanzenhersteller und -händler auf, beim Pflanzentransport ab sofort den konsequenten Umstieg auf Mehrwegpaletten durchzuführen, um entsprechende EU-Vorgaben schnellstmöglich umzusetzen. Die EU-Verpackungsverordnung schreibt den Einsatz von Mehrweg für intra- und innerbetriebliche Transporte ab 2030 verpflichtend vor. Da für einen flächendeckenden Einsatz von Mehrweglösungen jedoch ausreichend Vorlaufzeit benötigt wird, muss bereits jetzt gehandelt werden. Trotz eines bestehenden europäischen Mehrwegsystems Euro Plant Tray (EPT) setzen derzeit noch deutlich zu wenig Pflanzenerzeuger und -händler auf umweltfreundliche Mehrwegpaletten. Der Marktanteil liegt derzeit nur bei rund fünf Prozent.

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Unnötiger Verpackungsmüll muss in allen Bereichen vermieden werden – auch in der vermeintlich grünen Pflanzenbranche. Dennoch setzen insbesondere die großen Lebensmitteleinzelhändler wie Lidl, Aldi, Edeka oder Rewe beim Pflanzentransport auf Einwegpaletten – mit fatalen Folgen für die Umwelt. Jedes Jahr verbraucht die Branche europaweit bis zu 700 Millionen Wegwerfpaletten, allein 150 Millionen davon in Deutschland. Dadurch fallen große Müllmengen an, Ressourcen werden verschwendet und die Klimakrise vorangetrieben. Wenn die Handelsunternehmen nicht jetzt damit beginnen, die Nutzung von Mehrwegpaletten hochzufahren, dann werden sie europäische Vorgaben krachend verfehlen."

Der Baumarktkonzern Hornbach geht als eines von wenigen Handelsunternehmen mit gutem Beispiel voran und hat inzwischen zwei Millionen Mehrwegpaletten des Mehrwegsystems EPT geordert. Auch andere Unternehmen wie Globus oder Bellaflora treiben die Verwendung von Mehrwegpaletten entschieden voran. Alle Händler sollten diesem Beispiel folgen und sich der europäischen Mehrweglösung EPT anschließen.

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft der DUH: „Besonders enttäuschend ist Ikea: Dort setzt man nach wie vor auf umweltschädliche Einweg-Papplösungen und boykottiert den Einsatz von Mehrwegpaletten beim Pflanzentransport. Insbesondere Unternehmen wie Ikea, die sich als besonders nachhaltig inszenieren, müssen Verantwortung übernehmen und auf klimaschonende Mehrwegverpackungen umstellen. Wegwerfverpackungen aus Pappe sind keine ökologische Alternative und zudem für den Transport feuchter Pflanzen denkbar ungeeignet."

Der Einsatz wiederverwendbarer Mehrwegpaletten führt zu weniger Müll, spart Ressourcen, bietet wirtschaftliche Vorteile und reduziert die CO2-Emissionen um bis zu 30 Prozent.

Kontakt: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Barbara Metz | metz@duh.de | www.duh.de



     
        
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