Kunststoff- und Kreislaufwirtschaft: Kärnten setzt auf Fachkräfte und Vernetzung

Neue Fachschule für Kunststoff- und Recyclingtechnik / Cluster bringt Unternehmen zusammen

Kärnten ist bereits bekannt als Clusterland für die Mikroelektronik. Parallel dazu entwickelt sich nun ein Schwerpunkt in der Kunststoff- und Kreislaufwirtschaft: An der neuen Fachschule für Kunststoff- und Recyclingtechnik an der Euregio HTL Ferlach bekam der erste Jahrgang im Juli seine ersten Zeugnisse und eine starke Kooperation im Bereich Kunststoff- und Kreislaufwirtschaft zeigt bereits Ergebnisse. 

Monika Grasser & Silke Bermoser von der HTL Ferlach © Patrick Brandstätter Bis 2030 sollen in der EU alle Kunststoffverpackungen vollständig recycelbar sein und PET-Flaschen mit bis zu 30 Prozent Recyclinganteil hergestellt werden. Diese Ziele gibt die Europäische Union vor. In der österreichischen Kunststofflandschaft werden sie sehr ehrgeizig verfolgt. Unter dem Motto „Gemeinsame Stärken ausspielen" startete Kärnten bereits Anfang 2021 mit Oberösterreich eine Kooperation im Bereich Kunststoff- und Kreislaufwirtschaft. Die beiden Bundesländer richten ihre strategische Technologie-Roadmap im Bereich der Kunststoff- und Kreislaufwirtschaft dadurch aufeinander aus. „Damit eröffnen wir den Unternehmen beider Bundesländer – und allen Unternehmen, die sich hier ansiedeln – neue Chancen im Bereich der Kooperationen und Innovationen", sagt Andreas Starzacher, Leiter Strategische Wirtschaftsentwicklung & Standort beim KWF Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds. 

Pilotanlage für chemisches Recycling 
Andreas Starzacher © KWF Welche Erfolge der Cluster durch diese Vernetzung schafft, zeigen konkrete Projekte. Starzacher nennt ein Beispiel: „Die Technologie aus Oberösterreich, die Anlage hergestellt in der Steiermark und die Produktion in Kärnten – SynCycle ist ein schönes übergreifendes Projekt, das zeigt, wie man Forschung und Technologie gemeinsam in die Umsetzung bringen kann. Und damit einen Produktionsstandort und Arbeitsplätze schafft."

Ziel des Projektes SynCycle ist es, Kunststoffe unendlich oft zu recyceln. Durch ein chemisches Recyclingverfahren soll weggeworfenes Plastik wieder in die Wertschöpfungskette gelangen und damit den Wandel zur Kreislaufwirtschaft fördern. Die Kärntner KRUWE GmbH errichtet dazu mit Partnern aus Oberösterreich und der Steiermark eine Pilotanlage für chemisches Recycling an ihrem Firmenstandort in Völkermarkt. Das Investitionsvolumen beträgt 3,9 Millionen Euro, 750.000 Euro werden über den Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds gefördert. Neben SynCycle sorgen Firmen wie Steinbeis Polyvert und CCL-Label Austria aus Völkermarkt sowie PreZero Polymers aus Haimburg sowie die Kärntner Branchengrößen Lindner, Hirsch Servo und Europlast dafür, dass Kärnten zu den bedeutendsten und innovativsten Kunststoff-Recyclern in Österreich gehört.  

Klimaberufe für die Zukunft
Damit die Branche auch in Zukunft wachsen kann, setzt Kärnten auf qualifizierten Nachwuchs: An der Euregio HTL in Ferlach wurde eine eigene Fachschule für Kunststoff- und Recyclingtechnik gegründet, die zum Schuljahr 2022/23 ihren Betrieb aufgenommen hat. „Wir benötigen Kunststoffe im täglichen Leben. Wie diese bestmöglich recycelt und für die Wiederverwendung aufbereitet werden, ist eine der großen Fragen, die wir uns in der Ausbildung stellen", sagt Monika Grasser, Abteilungsvorständin an der HTL Ferlach. Die Schule kann dabei auf die Unterstützung der Wirtschaft bauen und arbeitet mit den namhaften Kunststoffrecyclern im Land eng zusammen.    

Wer Interesse am Wirtschaftsstandort Kärnten und Kunststoff- und Recyclingtechnik im Alpen-Adria-Raum hat, findet weitere Informationen hier: www.carinthia.com/de
 
Weiterführende Informationen:

Kontakt: Wächter PR, Silke Epple | s.epple@waechter.team


Quelle: Kärnten Standortmarketing



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
20
MAI
2026
Bayerischer Batteriekongress 2026
Einblicke, Strategien, Innovationen
81671 München
21
MAI
2026
Munich Impact Night
Dieser Abend ist für alle, die die Zukunft noch nicht aufgegeben haben
81379 München
16
JUN
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Hamburg
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Naturschutz

Der Mensch als Herr und Meister über die Natur?
Christoph Quarch weist auf das Schöpferische und Kreative im wilden Leben hin
B.A.U.M. Insights
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

KOSTAL Wechselrichter und Batterie kompatibel mit Heartbeat AI

Dekarbonisierung als Wettbewerbsfaktor und Innovationstreiber aktiv steuern

Sharena Fabrika kündigt Kurs zum Erwerb des Permakultur-Design-Zertifikats an

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft…

EU-Verpackungsverordnung (EU) 2025/40

Rollen und Verantwortlichkeit in der PPWR: Wer ist wofür zuständig?

GWÖ Rheinland Summit 2026, 23./24. Juni in Köln

Pirelli als weltweiter Spitzenreiter in den Sektoren Automobilkomponenten und Automobile der S&P Dow Jones Best-in-Class (DJ BiC) Inzizes bestätigt

  • Engagement Global gGmbH
  • WWF Deutschland
  • NOW Partners Foundation
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • TÜV SÜD Akademie
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • 66 seconds for the future
  • Global Nature Fund (GNF)
  • ZamWirken e.V.
  • circulee GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • SUSTAYNR GmbH
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG