66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Kiel, Buxtehude und Eltville am Rhein

Engagement, soziale Teilhabe und bürgerschaftliche Beteiligung für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung

Die Landeshauptstadt Kiel, die Hansestadt Buxtehude und die Stadt Eltville am Rhein erhalten den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2021. Die Auszeichnung wird seit 2012 von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. vergeben und ist mit einer Fördersumme von jeweils 30.000,- Euro von der Allianz Umweltstiftung dotiert.

Die Stadt Eltville am Rhein, Sieger in der Kategorie Kleinstädte und Gemeinden © Daniela Ponath, Fotografie„Neben vorbildlichem Engagement in den Bereichen Klimaschutz und soziale Teilhabe setzen alle drei Städte auf eine starke bürgerschaftliche Beteiligung. So legen sie das Fundament für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung", sagt Stefan Schulze-Hausmann, Initiator des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. „Hier und bei vielen anderen Bewerbern dienen die Sustainable Development Goals (SDGs) zunehmend als Kompass für ihr Nachhaltigkeitsengagement – sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene." Die Preisverleihungen finden auch in diesem Jahr vor Ort in den Siegerstädten statt und bieten die Möglichkeit, alle Akteur/innen am Erfolg teilhaben zu lassen. Darüber hinaus berichten die Sieger während des Deutschen Nachhaltigkeitstages am 3. und 4. Dezember 2020 in Düsseldorf über ihr Nachhaltigkeitsengagement. Die Auszeichnung ist mit je 30.000 Euro von der Allianz Umweltstiftung für Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung dotiert und wird von der Bertelsmann Stiftung im Rahmen des SDG-Portals unterstützt.

Als einzige deutsche Landeshauptstadt am Meer übernimmt Kiel in besonderer Weise Verantwortung für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele, vor allem in puncto Klima- und Meeresschutz. Die Klimaschutz- und Zero-Waste-Stadt rief als erste deutsche Landeshauptstadt den Klimanotstand aus. Im Rahmen des „Masterplans 100 % Klimaschutz" wurden u. a. ein Energieeffizienznetzwerk gegründet und ein Küstenkraftwerk in Betrieb genommen. Die ausgeprägte Bürgerbeteiligung setzt sich aus formalisierten Partizipationsangeboten wie z. B. Ortsbeiräten in allen Stadtteilen, sowie der Mitwirkung einer besonders aktiven Zivilgesellschaft zusammen. Festgeschrieben sind die Maßnahmen u. a. in der Nachhaltigkeitsstrategie „Kiel 2042" – dann wird die Landeshauptstadt 800 Jahre alt.

Auch die niedersächsische Hansestadt Buxtehude erarbeitet derzeit in einem partizipativen Prozess ihre Strategie „Buxtehude 2030". Besonderes Augenmerk liegt auf den Themen Klima- und Ressourcenschutz sowie sozialer Teilhabe. Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien vermittelt die Hansestadt mit dem Projekt „ener:kita" schon den Kleinsten Kniffe für Energie- und Ressourcensparen. Die Innovationsstrategie „Zukunft Made in Buxtehude" bringt v. a. Unternehmer/innen zusammen, um sie zu nachhaltigem Wirtschaften zu inspirieren. Jährlich sensibilisiert zudem die nicht-kommerzielle Ökomesse „Vor Ort Fair-Ändern" auch die Verbraucher/innen für einen bewussten Lebensstil. Der Buxtehuder Präventionsrat gestaltet das städtische Engagement u. a. in den Bereichen Bildung, soziale Teilhabe und sogar Klimaschutz mit.

Die hessische Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville am Rhein erarbeitete bereits 2011 ihre „Vision Eltville 2030", die sie trotz dauerhaft angespannter Haushaltslage konsequent weiterentwickelte. Aktive Bürgerbeteiligung schreibt die Kommune groß: Ein transparenter Umgang mit Kritik gewährleistet einen fortwährenden Austausch mit den Bürger/innen. Eltville versteht sich als „Soziale Stadt" und „FamilienStadt", was sich u. a. in den Angeboten von Mehrgenerationenhäusern und dem „NetzwerkBüro" widerspiegelt. Frauenwoche, Seniorennetzwerk, Integrationslotsen oder Patenschaften für Arbeitslose – für jeden ist etwas dabei. Projekte wie „Your City For Future" und „KliA-Net_Weinbau" schützen das Klima und schaffen wertvolle Perspektiven zu Klimaanpassungsmaßnahmen im Weinbau

Großstädte 2021
  • Landeshauptstadt Kiel (Sieger)
  • Landeshauptstadt München (Finalist)
  • Landeshauptstadt Stuttgart (Finalist) 
Städte mittlerer Größe 2021
  • Hansestadt Buxtehude (Sieger)
  • Stadt Gera (Finalist)
  • Universitäts- und Hansestadt Greifswald (Finalist)
  • Stadt Neukirchen-Vluyn (Finalist) 
Kleinstädte und Gemeinden 2021
  • Stadt Eltville am Rhein (Sieger)
  • Markt Oberelsbach (Finalist)
  • Flecken Steyerberg (Finalist)
  • Stadt Witzenhausen (Finalist) 
Weitere Informationen unter www.nachhaltigkeitspreis.de/kommunen.
 
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden zeichnet seit 2012 Vorreiter der kommunalen Nachhaltigkeit aus. Prämiert werden Kommunen, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine umfassende, nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und in den wichtigen Themenfeldern der Verwaltung erfolgreiche Nachhaltigkeitsprojekte realisiert haben. Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, kommunalen Spitzenverbänden, der Allianz Umweltstiftung, der Bertelsmann Stiftung, Wirtschaftsvereinigungen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Kontakt: Sabrina Fritsche, Deutscher Nachhaltigkeitspreis | presse@nachhaltigkeitspreis.de | www.nachhaltigkeitspreis.de

Quelle: Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis



     
        
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