66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen

Neues Systemdenken für Gesundheit und Resilienz

In der Katastrophe zeigt sich nicht nur das wahre Gesicht der Menschen, sondern auch des Systems.

Prof. Dr.-Ing. Eckehard F. Moritz skizziert die Herausforderungen aber auch Chancen, die Corona für unser wirtschaftliches und gesellschaftliches System darstellt.
 
Die Herausforderung durch Corona ist ein völlig neuartiger Prüfstein für das Funktionieren unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systems. Während die Klimaveränderung sich vergleichsweise langsam vollzieht und der Druck auf eigentlich nötiges schnelles und konsequentes Handeln deshalb oft in Zögerlichkeiten verpufft, ist hier umgehendes und konsequentes Reagieren Pflicht. Wie wirksam dies ist, um kurzfristig die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten, aber auch mittelfristig ein wünschenswertes und würdevolles (Zusammen-)Leben der Menschen zu sichern, wird sich in wenigen Monaten abzeichnen.

Prof. Dr.-Ing. Eckehard F. Moritz, CEO der Innovationsmanufaktur © InnovationsmanufakturIn der Katastrophe zeigt sich nicht nur das wahre Gesicht der Menschen, sondern auch des Systems. Welche Mechanismen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gut funktionieren und wo es zu definitiv nicht nachhaltigen und resilienten Fehlentwicklungen gekommen ist, wird sich schon in kürzester Zeit zeigen. Wir dürfen dabei aber nicht abwarten und hoffen, die neuartigen Herausforderungen mit den alten Prinzipien schon irgendwann irgendwie in den Griff zu bekommen, sondern wir müssen jetzt auch neue Antworten finden – zur Bewältigung der Krise, aber auch, um unser wirtschaftlich-gesellschaftliches System für die Zukunft noch resilienter aufzustellen.

Wir fordern daher, dringend an der Beantwortung der folgenden Fragen zu arbeiten:
  1. Wie könnten neue Funktionsprinzipien eines wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systems aussehen, das (nicht nur) im Krisenfall ein möglichst attraktives und gesundes Leben sicherstellt?
  2. Welche Bedingungen tragen dazu bei, dass ein solches System möglichst resilient bleibt, und wie werden diese Bedingungen erzeugt und erhalten?
  3. Was muss geschehen, damit sich der generelle Gesundheitszustand der Bevölkerung auf einem möglichst hohen Level befindet und dort halten kann?
  4. Wie schaffen wir es, sehr zeitnah nicht nur zu denken, sondern auch entsprechend zu handeln?
Zur Beantwortung dieser Fragen mangelt es nicht an Ideen, Methoden und Modellen. Diese sind bei der Innovationsmanufaktur und ihren vielfältigen Netzwerken, den Partnern dieser Initiative und natürlich auch an anderen Stellen in Deutschland und weltweit vorhanden. Doch in „normalen" Zeiten muss die Beschäftigung mit solch grundsätzlichen Fragen meist hinter dem Handeln im Sinne kurzfristiger ökonomischer oder politischer Rationalität zurückstehen. Gemäß dem Motto „never change a running system" wagen wir uns nicht an die wirklichen Probleme, sondern behandeln höchstens die oberflächlichen Symptome.

Die aktuelle Krise bietet eine Chance, neue Lösungen für Schwachstellen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen System zu entwickeln. Dazu ist es dringend geboten, die Kompetenz und Kreativität der Vielfalt der Zukunftsgestalter nutzbar zu machen, um für Politik und Wirtschaft innovative wirksame Handlungsoptionen zu entwickeln. Zum einen geht es um neue Ansätze zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen, zum anderen darum, Gesellschaft und Wirtschaft in Zukunft resilienter aufzustellen.

Wir fordern daher im Zusammenspiel mit forum Nachhaltig Wirtschaften und den zahlreichen Akteuren, die sich für eine Transformation einsetzen, dazu auf, JETZT entweder bei neuen Ansätzen zur Zukunftsgestaltung mitzuwirken oder die kreativen Zukunftsdenker und Zukunftsmacher zu unterstützen, damit diese so schnell wie irgend möglich ihre positiv inspirierende und neue Richtungen aufzeigende Wirkung entfalten können. Dies ist im Sinne eines effizienten, mittelfristig und nachhaltig wirksamen Krisenmanagements natürlich eine unbedingt sinnvolle Zukunftsinvestition des Staates. Aber auch die Wirtschaft und wohlhabende Privatpersonen sollten hier Verantwortung übernehmen.

Bitte teilt uns mit, welche Ideen ihr habt im Sinne der Beantwortung der oben genannten Fragen und was ihr beitragen könnt, um diese Ideen zu verwirklichen.
Bitte schreibt uns auch, welche Ressourcen ihr bereitstellen könnt, damit möglichst schnell und zielsicher Antworten auf diese Fragen entwickelt und den politischen und wirtschaftlichen Akteuren angeboten werden können. Wir werden die Entwicklung dieser Antworten, die Entstehung neuer Fragen und die Etablierung neuer Initiativen ständig über die Plattform www.forum-csr.net kommunizieren und dabei natürlich auch die Beiträge der verschiedenen Unterstützer herausstellen.

Lasst uns die Krise nutzen und nicht nur irgendwie überleben, sondern gestärkt aus ihr hervorgehen!
 
Prof. Moritz ist Geschäftsführer der Münchner Innovationsmanufaktur und einer der führenden Innovationsspezialisten im deutschsprachigen Raum. Sein besonderes Augenmerk gilt der Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft.

Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Eckehard F. Moritz, Innovationsmanufaktur GmbH | efm@innovationsmanufaktur.com


     
        
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