Technik | Digitalisierung, 10.06.2019
Digitalisierung kann Konsum nachhaltiger machen
Produktinformation, Kaufentscheidung und Lieferung - Konsum 4.0 ist kein Selbstläufer
Personalisierte Werbung, Instant-Lieferungen, virtuelle Einkaufsassistenten und kontaktloses Bezahlen: Konsum und Digitalisierung sind mittlerweile eng verbunden. Ob dies zu steigenden Umweltbelastungen führt, ist laut eines Berichts des Umweltbundesamtes (UBA) derzeit noch offen. Die Analyse zeigt jedoch, dass die Digitalisierung gute Chancen bietet, Ressourcen effizienter zu nutzen, zum Beispiel durch Second-Hand-Plattformen oder sogenannte "Grüne Apps". Die Umweltpolitik muss derartige nachhaltige Entwicklungen stärker unterstützen und kommunizieren.
Die Digitalisierung verändert die Art wie wir arbeiten, produzieren, kommunizieren, aber auch, wie wir konsumieren. Smarte Bestellmöglichkeiten können Kauf-, Zahlungs- und Liefervorgänge mit nur einem Tastendruck oder per Sprachkommando auslösen. Neue Logistikverfahren ermöglichen Sofort-Lieferungen am selben Tag und digitale Bezahlverfahren beschleunigen und vereinfachen Kaufvorgänge. Eine Analyse des UBA zeigt, dass Online-Bestellungen auf dem Land oft CO2-Emissionen einsparen. Begründung: Die Sammlung vieler Sendungen durch die Post ersetzt die einzelnen Einkaufsfahrten der Konsumenten. Anders sieht es aus bei Sofort-Lieferdiensten wie Instant-Lieferung oder Same-Day-Lieferung. Diese verursachen vergleichsweise hohe CO2-Emissionen, denn die Sendungen können nicht mehr gesammelt ausgeliefert werden.
Personalisierte Werbung stärkt die Einflussmöglichkeiten der Händler und Hersteller. Durch Produktplatzierungen, virale Kampagnen und Produktbewertungen werden Kaufentscheidungen gefördert, die auf eine Steigerung des Konsums ausgerichtet sind. Zugleich kann durch die große Reichweite der digital aktiven Konsumenten über Social Media und Bewertungswebsites verstärkt Druck auf Hersteller ausgeübt werden, sich umweltfreundlicher aufzustellen, etwa auf Plastikverpackungen zu verzichten oder langlebigere Produkte zu produzieren.
Vor allem grüne Apps und Websites bieten große Chancen, nachhaltige Konsumentscheidungen zu treffen, existierende Güter länger oder effizienter zu nutzen und so Umweltbelastungen zu verringern: Über manche Apps reicht ein Scan des Barcodes aus, um sich über die Schadstoffe in Produkten oder ihre Produktionsweise zu informieren. Bei manchen können gebrauchte Kleidungsstücke gehandelt, getauscht oder verschenkt werden. Es gibt Apps, um Mitfahrgelegenheit zu finden oder per App übriges Brot vom Bäcker zu holen, das normalerweise der Lebensmittelverschwendung zum Opfer fiele.
Kontakt:
Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt | buergerservice@uba.de | www.umweltbundesamt.de
Frau Reiche – es reicht!
forum 03/2026
- Resilienz
- Klimafinanzierung
- Wald
- Startups
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
22
OKT
2026
OKT
2026
csrTAG 2026 – Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Naturschutz
Wer an die Sonnenfinsternis glaubt, kann den Klimawandel nicht leugnenChristoph Quarchs Überlegungen zur Sonnenfinsternis am 12. August
Jetzt auf forum:
36 Grad und es wird immer heißer...
Erneute Extremhitze: Verbände fordern Hitzegipfel
Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung
Mehr Präsenz für Innovationen und eine nachhaltige Zukunft!
Die Bundesregierung bremst die Energiewende!
Hitzeschutz muss zur Pflichtaufgabe des Staates werden
Deutschland droht der Hitzekollaps - Regenwasser wird zum wichtigsten Rohstoff der Zukunft
Wer an die Sonnenfinsternis glaubt, kann den Klimawandel nicht leugnen






















