Wirtschaft | Branchen & Verbände, 08.11.2011
Rein in die Nische
Der Metzgermeister
Viele Unternehmer haben die Zeichen der Zeit erkannt und konzentrieren sich auf ein besonderes Angebot. Ihnen liegen meist höchste ökologische Ansprüche und eine besondere Vision zu Grunde. forum stellt Lebensmittel-Pioniere vor.
Der Metzgermeister
"Metzgermeister" steht als Berufsbezeichnung auf dem Briefkopf des Diplom-Kaufmanns und Unternehmers Karl Ludwig Schweisfurth, der sich damit stolz zu seiner Herkunft aus diesem Handwerk bekennt. Geboren wurde Karl Ludwig Schweisfurth in Herten, wo "Herta" sein Großvater das später nach der Stadt benannte Unternehmen gründete. Der Vater setzte die Familientradition fort und als dieser starb, ging die Verantwortung auf den Sohn Karl Ludwig über. Dieser baute Fabrik um Fabrik das Unternehmen, in dem es immer "um die Wurst" ging, zu einem der größten Konzerne dieser Branche in Europa aus. Im Jahre 1985 stieg Schweisfurth, der erfolgreiche Unternehmer, aus.
Er verkaufte den größten Teil seines Konzerns, der mit 5.000 Mitarbeitern und Fabriken bzw. Niederlassungen in fast allen europäischen Ländern mehr als eineinhalb Milliarden DM pro Jahr umsetzte. Er gründete die Schweisfurth-Stiftung, als einen Ort des Nachdenkens und alternativen Suchens, von dem aus Impulse in Politik und Wirtschaft gehen. Unbeirrbar von den Stimmen, die ihn schon damals als "Spinner" bezeichneten, baute er die "Herrmannsdorfer Landwerkstätten" auf - ein sinn- und genussvolles sowie wirtschaftliches Alternativmodell zur herkömmlichen Nahrungsmittelproduktion.
Noch konsequenter ist die von ihm in den letzten sechs Jahren entwickelte und beforschte Symbiotische Landwirtschaft in Verbindung mit einem Schlacht-Fest-Haus. Sie gibt kleinbäuerlichen, kulturbildenden und regionalwirtschaftenden Betrieben eine Zukunft - vorausgesetzt, Verbraucher gehen eine Allianz mit ihren Landwirten und Lebensmittel- Handwerkern ein, so wie es früher die Dorfgemeinschaft war. Karl Ludwig Schweisfurth berät europaweit mutige Pioniere und Unternehmer bei der Realisierung der Symbiotischen Landwirtschaft und dem Bau/Betrieb des Schlacht-Fest-Hauses.
Ein leidenschaftliches Plädoyer für echtes Hand-Werk und das Können der Meister ist das neue Buch von Öko-Pionier Karl Ludwig Schweisfurth - und eine Warnung vor Wissens- und Kulturverlust durch das schleichende Verschwinden einer traditionellen Berufung.
"Das Handwerk bietet uns Menschen die einzigartige Möglichkeit, alle Anlagen und Fähigkeiten, die jedem von uns in die Wiege gelegt worden sind, zu verwirklichen und mit allen Sinnesorganen schöpferisch zu werden, ja ein ganzer, stolzer Mensch zu sein". Das Buch versteht sich nicht nur als Wertschätzung gegenüber allen Bauern, Metzgern, Schreinern, Schmieden, Schneidern, Kunsthandwerkern und Instrumentenbauern, sondern auch als Mut-Macher für all jene, deren eigentliche(r) Beruf(ung) unter dem Druck der Massen(produktion) verloren gegangen ist. "Die eigene Überzeugung von der Arbeit und vom Leben ist das, was am Ende zählt", sagt Schweisfurth. "Uns kann noch so viel Technik die Arbeit abnehmen, es wird immer Dinge geben, die wir mit der Hand begreifen müssen, um sie zu verstehen."
Weitere Informationen unter: www.tierisch-gut-leben.info
Klicken Sie hier um zu dem Artikel "Die Tofu Grafen" zu gelangen.
Hier gelangen Sie zu dem Artikel "Der Ölprinz".
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Symbiotische Landwirtschaft: Karl Ludwig Schweisfurth gibt kleinbäuerlichen, kulturbildenden und regionalwirtschaftenden Betrieben eine Zukunft. |
"Metzgermeister" steht als Berufsbezeichnung auf dem Briefkopf des Diplom-Kaufmanns und Unternehmers Karl Ludwig Schweisfurth, der sich damit stolz zu seiner Herkunft aus diesem Handwerk bekennt. Geboren wurde Karl Ludwig Schweisfurth in Herten, wo "Herta" sein Großvater das später nach der Stadt benannte Unternehmen gründete. Der Vater setzte die Familientradition fort und als dieser starb, ging die Verantwortung auf den Sohn Karl Ludwig über. Dieser baute Fabrik um Fabrik das Unternehmen, in dem es immer "um die Wurst" ging, zu einem der größten Konzerne dieser Branche in Europa aus. Im Jahre 1985 stieg Schweisfurth, der erfolgreiche Unternehmer, aus.
Er verkaufte den größten Teil seines Konzerns, der mit 5.000 Mitarbeitern und Fabriken bzw. Niederlassungen in fast allen europäischen Ländern mehr als eineinhalb Milliarden DM pro Jahr umsetzte. Er gründete die Schweisfurth-Stiftung, als einen Ort des Nachdenkens und alternativen Suchens, von dem aus Impulse in Politik und Wirtschaft gehen. Unbeirrbar von den Stimmen, die ihn schon damals als "Spinner" bezeichneten, baute er die "Herrmannsdorfer Landwerkstätten" auf - ein sinn- und genussvolles sowie wirtschaftliches Alternativmodell zur herkömmlichen Nahrungsmittelproduktion.
Noch konsequenter ist die von ihm in den letzten sechs Jahren entwickelte und beforschte Symbiotische Landwirtschaft in Verbindung mit einem Schlacht-Fest-Haus. Sie gibt kleinbäuerlichen, kulturbildenden und regionalwirtschaftenden Betrieben eine Zukunft - vorausgesetzt, Verbraucher gehen eine Allianz mit ihren Landwirten und Lebensmittel- Handwerkern ein, so wie es früher die Dorfgemeinschaft war. Karl Ludwig Schweisfurth berät europaweit mutige Pioniere und Unternehmer bei der Realisierung der Symbiotischen Landwirtschaft und dem Bau/Betrieb des Schlacht-Fest-Hauses.
Ein leidenschaftliches Plädoyer für echtes Hand-Werk und das Können der Meister ist das neue Buch von Öko-Pionier Karl Ludwig Schweisfurth - und eine Warnung vor Wissens- und Kulturverlust durch das schleichende Verschwinden einer traditionellen Berufung.
"Das Handwerk bietet uns Menschen die einzigartige Möglichkeit, alle Anlagen und Fähigkeiten, die jedem von uns in die Wiege gelegt worden sind, zu verwirklichen und mit allen Sinnesorganen schöpferisch zu werden, ja ein ganzer, stolzer Mensch zu sein". Das Buch versteht sich nicht nur als Wertschätzung gegenüber allen Bauern, Metzgern, Schreinern, Schmieden, Schneidern, Kunsthandwerkern und Instrumentenbauern, sondern auch als Mut-Macher für all jene, deren eigentliche(r) Beruf(ung) unter dem Druck der Massen(produktion) verloren gegangen ist. "Die eigene Überzeugung von der Arbeit und vom Leben ist das, was am Ende zählt", sagt Schweisfurth. "Uns kann noch so viel Technik die Arbeit abnehmen, es wird immer Dinge geben, die wir mit der Hand begreifen müssen, um sie zu verstehen."
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Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2011 - Stadt der Zukunft erschienen.
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