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Böden stärken und Zukunft sichern im Senegal

Der Weltfriedensdienst im Interview zur Multi-Akteurs Partnerschaft

Die MAP im Senegal zeigt, wie starke Allianzen die Boden-Biodiversität schützen und eine ganze Landwirtschaft nachhaltig verändern können. Unternehmen können Teil dieser Bewegung werden – als aktive Mitglieder vor Ort oder mit Unterstützung des Weltfriedensdienstes. 
 © Weltfriedensdienst Was leistet Ihr aktuelles Projekt (MAP im Senegal) für die Boden-Biodiversität? 
Die Multi-Akteurs-Partnerschaft (MAP) im Senegal fördert eine nachhaltige und gesunde Landwirtschaft nach agrarökologischen Prinzipien. Auf nationaler und lokaler Ebene arbeitet sie mit staatlichen Behörden, der Privatwirtschaft, Bauernverbänden, Forscher*innen und der Zivilgesellschaft zusammen.
 
Gemeinsam entwickeln sie Programme, die die Bodenfruchtbarkeit durch Biodünger, Fruchtfolgen, Gründünger und Agroforstwirtschaft wiederherstellen und schützen. Ein bedeutender Erfolg war die staatliche Subventionierung von Biodünger, die Bäuerinnen und Bauern zugutekommt. 

Wie können sich Unternehmen am Projekt beteiligen?
Unternehmen können sich direkt vor Ort als Mitglied der MAP engagieren. Gemeinsam mit anderen Akteuren entwickeln sie Strategien und setzen sich politisch für die agrarökologische Wende ein. Innerhalb der MAP arbeiten sie in Gremien an Strategien, Positionspapieren und Veranstaltungen mit. Bereits jetzt tragen Unternehmen aktiv zum Erfolg der MAP bei. 
 
Deutsche Unternehmen müssen im Senegal ansässig sein, um Mitglied zu werden. Alternativ können sie das Projekt durch Spenden an den Weltfriedensdienst unterstützen. 

Was bringt es Unternehmen, das Projekt zu unterstützen? 
Unternehmen, die Teil der MAP sind, verfolgen hohe Nachhaltigkeitsziele. Sie wollen nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sein, sondern auch eine sozialverträgliche und nachhaltige Landwirtschaft im Senegal fördern.
 
Durch ihre Mitarbeit in der MAP können sie ihre Interessen einbringen und die agrarökologische Wende aktiv mitgestalten. Zudem profitieren sie von der steigenden Nachfrage nach Produkten wie Biodünger, die durch die MAP gefördert wird. 
 
Wurde das Projekt bereits von Unternehmen unterstützt?
Ja, senegalesische Unternehmen sind aktiv in der MAP vertreten. Sie arbeiten in Gremien mit und gestalten die Prozesse mit. Ein großer Erfolg, der durch diese Zusammenarbeit erreicht wurde, ist die zunehmende staatliche Subventionierung von Biodünger. 

Für welche Unternehmen eignet sich eine Unterstützung des Projekts? 
Die MAP richtet sich vor allem an landwirtschaftliche Unternehmen, von internationalen Biodüngerherstellern bis hin zu kleineren Produzentenvereinigungen. Wichtig ist, dass die Unternehmen die Grundsätze der MAP teilen und Ressourcen einbringen, um gemeinsam die Prozesse mitzugestalten. 

Besonders wertvoll sind Unternehmen, die in ihrer Region gut vernetzt sind und Einfluss auf wichtige Akteure haben. Deutsche Unternehmen, die im Senegal im Bereich biologischer Landwirtschaft tätig sind, passen ideal zur MAP. 

Welche vergleichbaren Projekte bieten Sie an, an denen sich Unternehmen beteiligen können? 
Der Weltfriedensdienst führt weitere Projekte zu Biodiversität und Agrarökologie durch, allerdings ohne direkte Unternehmensbeteiligung. Deutsche Unternehmen unterstützen die weltweite Friedensarbeit des Weltfriedensdienstes mit projektgebundenen Spenden, etwa für den Erhalt von Wäldern, die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit oder den Zugang zu Wasser. Eine direkte Mitgestaltung durch Unternehmen ist dabei jedoch nicht vorgesehen. 

Was macht die Projekte des Weltfriedensdienstes besonders?  
Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen stärken wir benachteiligte Menschen dabei, Konflikte gewaltfrei zu bearbeiten und eine gerechte Ressourcennutzung möglich zu machen. Wir bleiben an ihrer Seite, solange es nötig ist. Dafür stellen wir Wissen, Kapazitäten und finanzielle Mittel bereit.
 
Sie möchten sich als Unternehmen an dem Projekt beteiligen oder sich beraten lassen? 
Die Servicestelle für Stiftungen und Philanthropie (SSP) von Engagement Global unterstützt Sie gerne mit Beratung zu CSR, Förderung & Projektpartnerschaften.

Kontakt: Weltfriedensdienst e.V., Stefanie Wurm | wurm@wfd.de | wfd.de


Quelle: Engagement Global gGmbH



     
        
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