66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen
Technik | Green IT, 18.03.2016

Das grünste Rechenzentrum der Welt steht in Dresden

Cloud&Heat unterbieten bei ihren neuesten Messungen sogar Google um 40 Prozent

Konzerne wie Google und Facebook betreiben riesige Rechenzentren. Eine Reduzierung ihres Energieverbrauchs nur um wenige Prozent bedeuten Einsparungen im Millionenbereich und gleichzeitig eine deutliche Verbesserung ihrer CO2-Bilanz. Das hilft dem Klimahaushalt und der Einhaltung von zunehmend strengeren Umweltvorgaben. Das Start-up Cloud&Heat hat in einem Rechenzentrum in Dresden nun den weltweit niedrigsten Energieverbrauch realisieren können und den Bestwert von Google um über 40 Prozent unterboten.

Foto: Cloud&HeatBereits in drei Jahren sollen 86 Prozent der weltweiten Rechen- und Speicherleistung in der Cloud abgearbeitet werden. Das prognostiziert der Netzanbieter Cisco in seinem „Global Cloud Index". Um diese Datenmengen speichern zu können, bedarf es weiterer Groß-Rechenzentren, aber auch lokaler Server-Lösungen. Der Energiebedarf wird weiter stark anwachsen. Um diesen zu senken, haben Professor Christof Fetzer und Dr. Jens Struckmeier 2011 Cloud&Heat gegründet. Ihre Vision ist es, durch die Nutzung der Wärmeentwicklung immer leistungsfähigerer Datenserver Gebäude zu beheizen und so den gestiegenen Anforderungen an Energieeffizienz und CO2-Reduktion gerecht zu werden. 

„Nachweislich haben wir jetzt das energie- und kosteneffizienteste Rechenzentrum der Welt gebaut", sagt Gründer und Physiker Dr. Jens Struckmeier. „Wir haben jetzt in unserem Rechenzentrum die weltweit niedrigsten Werte erreichen können. Sie bedeuten eine Unterschreitung im Vergleich zum Bestwert von Google um mehr als 4 Prozent beim sogenannten Power Usage Effectiveness-Faktor, kurz PUE, und eine Unterschreitung von 42 Prozent beim Energy Reuse Effectiveness-Kennwert, kurz ERE. Mit unserer Technologie könnte Google die Kohlendioxid-Emissionen jedes Jahr um mehrere Hunderttausend Tonnen reduzieren und das bereits ohne die wiederverwendete Wärme zu berücksichtigen. Zudem würden Stromkosten im zweistelligen Millionenbereich eingespart werden." Nicolas Röhrs, Geschäftsführer von Cloud&Heat betont: „Diesen Wert erreichen wir nicht etwa im kühlen Skandinavien oder Alaska, sondern in unserem Rechenzentrum in Dresden in Deutschland und das mit einer gegenwärtigen Ausbaustufe von lediglich 60 Prozent." Die hohe Effizienz begründet sich hauptsächlich in der Wasserkühlung und dem Verzicht auf jegliche Kälteanlagen. Darüber hinaus wird benötigte Kühlluft bedarfsgeregelt über eine vorhandene Tiefgarage vortemperiert, so dass eine ganzjährige freie Kühlung erfolgen kann.
 
Vergleich Energiemehrverbrauch von Rechenzentren

  PUE: ERE o:
Cloud&Heat < 1,01* < 0,62**
Google < 1,06+ < 1,06+
Facebook < 1,08++ < 1,08++



o Bei Rechenzentren, die keine Abwärme nutzen, ist der ERE-Kennwert gleich dem PUE-Faktor.
* Teilverbräuche ohne Wärmepumpe; Berechnung gemäß BITCOM-Leitfaden Methode 3
** Teilverbräuche mit Wärmepumpe
+ Bester Google-Wert, Durchschnittswert liegt bei 1,12, Quelle: Firmenwebseite Januar 2016;
++ Quelle: Facebook Prineville Data Center

Kontakt:
Beil² Die PR-Strategen, Sascha Lindemann, | sascha.lindemann@beilquadrat.de | www.cloudandheat.com



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
05
MÄR
2026
HAUS® 2026
Die große Baumesse in Dresden
01067 Dresden
10
MÄR
2026
Rechtliche Aspekte der Kreislaufwirtschaft
Kreislaufwirtschaft zwischen Green Deal und Praxis
kostenfreies Webinar
11
MÄR
2026
Circular Valley Convention 2026
Gestalten Sie mit uns die Zukunft der Kreislaufwirtschaft - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
40474 Düsseldorf
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Politik

Das Recht des Stärkeren
Christoph Quarchs philosophische Analyse zum US-Angriff auf Venezuela
B.A.U.M. Insights
Lassen Sie sich begeistern von einem Buch, das Hoffnung macht.

Jetzt auf forum:

Mercosur und europäische Verpackungsverordnung: Unterschätzte Falle PPWR

Kulturschonend gesammelt

Nachhaltig Ostern feiern

Bio-Branche weist GAK-Sparpläne entschieden zurück

Weiterbildungsangebot für Fachkräfte aus der Entwicklungszusammenarbeit

Glanzlichter der Nachhaltigkeit

Investment mit wirklichem Impact – Solar entfesselt Afrikas wirtschaftliche Potenz

Sozial und ökologisch vor Ort – für lebenswerte Städte und Gemeinden in Bayern

  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • WWF Deutschland
  • Engagement Global gGmbH
  • SUSTAYNR GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • toom Baumarkt GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • NOW Partners Foundation
  • circulee GmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • TÜV SÜD Akademie