BIOFACH 2023 into organic - Paving the path - Nürnberg, 14.-17.02.2023

Potentiale erkennen - Chancen nutzen:

Mobil.Pro.Fit.® eröffnet Hamburger Betrieben Strategien zur Senkung von Luftschadstoffen und Betriebskosten

Passend zum Urteil des Hamburger Verwaltungsgerichts zur möglichst schnellen Einhaltung des Grenzwertes für Stickstoffdioxid bietet Hamburg ein Programm zum betrieblichen Mobilitätsmanagement an, von dem nicht nur die Stadt, ihre Umwelt und damit ihre Bewohner, sondern auch die ansässigen Unternehmen profitieren.

Anfang November forderte das Verwaltungsgericht Hamburg den Senat dazu auf, Anpassungen am Luftreinhalteplan für Hamburg vorzunehmen, um der Überschreitung der EU - Grenzwerte bei der Luftbelastung mit Stickstoffdioxid (NO2) entgegenzuwirken. Während daraufhin erneut Maßnahmen wie die Einrichtung einer Umweltzone, einer City-Maut oder Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Straßen der Stadt in die allgemeine Diskussion geraten, wird in Hamburg ein weitaus praktikablerer und für Wirtschaft und Bürger gleichermaßen profitabler Ansatz angeboten, um unter anderem die Probleme der Luftreinhaltung in den Griff zu bekommen: betriebliches Mobilitätsmanagement.

Am Abend der Bekanntgabe des Gerichtsurteils waren rund 30 interessierte Unternehmen im neuen InnovationsCampus der Handelskammer zu Gast, um sich über das neue Projekt Mobil.Pro.Fit.® zum betrieblichen Mobilitätsmanagement zu informieren. Der Hintergrund: Hamburg ist eine von elf bundesweiten Modellregionen, die vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) ausgewählt wurden, um in regionalen Netzwerken für nachhaltige Mobilität das Thema Mobilitätsmanagement in Betrieben voranzubringen – mit beachtlichen Chancen nicht nur zur Senkung von CO2 – und Schadstoffausstößen, sondern auch betrieblicher Kosten für Mobilität.  

Andreas Bartmann, Geschäftsführer der Globetrotter Ausrüstung GmbH veranschaulichte anhand zahlreicher Praxisbeispiele, dass bei Maßnahmen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement nicht nur die Umwelt und die Mitarbeiter profitieren – auch die langfristige Sicherung von Wettbewerbsvorteilen durch eine systematische Erfassung und Kontrolle von Kosten und Auswirkungen von Mobilität in sämtlichen Handlungsfeldern eines Unternehmens sind für Unternehmen entscheidend. So sind nicht nur Mitarbeiter stressfreier, gesünder und motivierter unterwegs; die Nutzung der Potentiale neuer Technologien können z.B. im Bereich des Fuhrparkmanagements oder der Dienstreiseplanung optimal die Ziele einer Kostenoptimierung und des betrieblichen Umweltschutzes miteinander in Einklang bringen.

Bei einer Teilnahme an dem Programm werden Betriebe knapp ein Jahr lang in Sachen Mobilität gecoacht. In vier Workshops und drei individuellen Beratungsterminen werden die Arbeitswege der Mitarbeiter ebenso untersucht wie der Fuhrpark und die betriebliche Mobilität bei Dienstreisen. Ziel ist die Entwicklung von speziell auf die Bedürfnisse der Betriebe angepassten Maßnahmen für eine nachhaltig effiziente und klimafreundliche Mobilitätsgestaltung.

Frank Horch, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, ist von dem wegweisenden Projekt überzeugt: „Emissionsarme Mobilität dient nicht nur dem Schutz der Gesundheit. Betriebliches Mobilitätsmanagement kann einen entscheidenden Beitrag zu neuen Alltagsmobilitätskonzepten liefern, die es ermöglichen, sich auch ohne eigenes Auto schnell und flexibel durch die Stadt zu bewegen. Dabei lassen wir auch den demographischen Wandel, die Globalisierung, den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz nicht außer Acht und müssen den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger nach Sicherheit und Bezahlbarkeit von Mobilität gerecht werden."

Am Ende der ca. einjährigen Projektrunde erhalten erfolgreiche Betriebe eine anerkannte Auszeichnung zum betrieblichen Mobilitätsmanagement. Zudem werden sie Teil eines regionalen Netzwerks, in dem unter der Federführung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und mit Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner wie z.B. der UmweltPartnerschaft Hamburg, der Handelskammer Hamburg oder der Logistik- Initiative Hamburg Informationen und Erfahrungen ausgetauscht werden. So kann langfristig der Weg für eine zukunftsfähige Mobilität geebnet und damit nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Hamburg, sondern auch die Qualität der Luftreinhaltung gesichert werden.

Eine Anmeldung zur Teilnahme ist ab sofort möglich unter http://www.mobilprofit.de/hamburg


Technik | Mobilität & Transport, 11.11.2014
     
Cover des aktuellen Hefts

Zeit, die Stimme zu erheben und endlich zu handeln?

forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2022 mit dem Schwerpunkt: Globale Ziele und Klimaschutz

  • Ukrainekrieg und Hunger auf der Welt
  • Doppelte Dividende durch Nachhaltigkeit
  • Green Chefs
  • Die Brücke zur Natur
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
14
FEB
2023
BIOFACH
Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel
90471 Nürnberg
14
FEB
2023
Was wir tun müssen, und was wir haben werden
Wie Nachhaltigkeit in der Dauerkrise gelingen kann
50676 Köln und online
Alle Veranstaltungen...

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Digitalisierung

Hochwasser-Vorsorge mithilfe von Geodaten
Sämtliche Daten sind in einem System gespeichert und verfügbar.
B.A.U.M. Insights

Jetzt auf forum:

Gold für KAISER+KRAFT

toom begrüßt Unterstützung des BMEL zur Torfreduktion

Klimaneutrale Hanschuhe, entwickelt in Tirol

ESG-Ratings:

Warum Sie Windows 11 von it-nerd24 kaufen sollten

Krieg zerstört zu viel

Zum Valentinstag: Heiße Geschenke von Feuerwear für die Liebsten

Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht:

  • PEFC Deutschland e. V.
  • B.A.U.M. e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • Nespresso Deutschland GmbH
  • toom Baumarkt GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • TourCert gGmbH
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG