Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor neu denken
Kommentar von Lisa Fröhlich zum Sustainability Transformation Monitor 2026
Nur 17 Prozent der Unternehmen sehen aktuell einen klaren finanziellen Mehrwert in Nachhaltigkeitsinitiativen. Das zeigt: Nachhaltigkeit wird noch zu oft als Compliance verstanden – statt als strategischer Hebel für Innovation, Resilienz und Wettbewerbsvorteile.
Der Sustainability Transformation Monitor 2026 zeigt erneut ein Bild, das viele aus der Praxis nur zu gut kennen: Nur 17 Prozent der befragten Unternehmen sehen aktuell einen klaren finanziellen Mehrwert in Nachhaltigkeitsinitiativen.
Diese Zahl überrascht mich nicht – sie verweist vielmehr auf die grundlegendere Frage: Warum fragen wir Unternehmen immer wieder, wie wichtig Nachhaltigkeit für sie ist oder was sie bereits tun, wenn sie in vielen Organisationen weiterhin vor allem als Compliance-Aufgabe verstanden wird?
Dabei
ist empirisch längst belegt: Nachhaltigkeit fördert Innovation, Resilienz und
Wachstum. Die entscheidende Frage ist daher nicht mehr, ob Nachhaltigkeit
wichtig ist – sondern wie Unternehmen befähigt, diesen wirtschaftlichen
Mehrwert tatsächlich zu realisieren.
Genau hier liegt unsere Chance: Wenn Unternehmen Nachhaltigkeit wirklich als Wettbewerbsfaktor nutzen wollen, dann ist jetzt der Moment, den strategischen Einkauf als Motor der Transformation zu stärken. Denn entlang der vorgelagerten Lieferketten entstehen die größten Hebel für Innovation, Resilienz und wirtschaftlichen Zukunftswert.
Es ist Zeit, aus dem Compliance-Denken auszubrechen – und Nachhaltigkeit aktiv als strategische Chance zu gestalten.
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Unternehmensführung & CSR
Prof. Dr. habil. Lisa Fröhlich ist Gründerin des ISPIRA Think Tank und eine wegweisende Expertin für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Mit fundiertem Fachwissen zur nachhaltigen Transformation und umfassender Expertise in der EU-Regulatorik unterstützt sie Unternehmen dabei, Herausforderungen in strategische Chancen zu überführen.
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