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Steinzeug-Keramo hat's: die Cradle to Cradle®-Produktzertifizierung

Kreislauffähige Produkte entwickelt nach dem Vorbild der Natur

Seit Frühjahr diesen Jahres sind die Steinzeugrohrsysteme der Steinzeug-Keramo GmbH von der EPEA GmbH, Hamburg, in Zusammenarbeit mit dem Cradle to Cradle Products Innovation Institute (C2CPII), San Francisco, nach dem Cradle to Cradle®-Design-Konzept zertifiziert.

Rohrsysteme aus Steinzeug
Foto: © Steinzeug-Keramo GmbH, Frechen

Das Unternehmen ist damit im Besitz jenes Zertifikats, das zum einen sein schon seit langem praktiziertes Verständnis von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein bestätigt und das zum anderen die drei Säulen Ökologie - Ökonomie - Soziales der Nachhaltigkeit, um einen sinnvollen Baustein ergänzt. Nicht allein das Zertifikat ist wegweisend, sondern insbesondere auch die Vorreiterrolle in einer Branche, in der umweltbewusstes Handeln höchste Priorität besitzt.

Produzieren - gebrauchen - wegwerfen, "from Cradle to Grave". Nach diesem System hat sich vor allem über die vergangenen Jahrhunderte die industrielle Produktion von Gütern entwickelt. Von Beginn an werden Produkte auf ihr Ende als Abfall programmiert. Damit gehen enorme Mengen wertvoller, oftmals begrenzter Ressourcen verloren. Rund 221 Millionen Tonnen Müll pro Jahr in Europa sprechen eine deutliche Sprache.

Ein Konzept, das keinen Abfall kennt
Cradle to Cradle® - "Von der Wiege bis zur Wiege", ist ein Design-Konzept, das kreislauffähige Produkte nach dem Vorbild der Natur definiert und entwickelt. Die Natur kennt keinen Abfall oder Müll; für sie sind alle Produkte eines Stoffwechsel-Prozesses für einen anderen Prozess von Nutzen - und das in einem immer wiederkehrenden biologischen Kreislauf. Jeder kennt das aus dem Garten, der Parkanlage, aus dem Wald.

Das Cradle to Cradle®-Konzept überträgt dieses Prinzip der Natur auf Produkte und Materialien. Dies bedeutet, dass Produkte analog dem biologischen Kreislauf, in dem Restprodukte eines Organismus von einem anderen genutzt werden, schon im Entstehungsprozess so konzipiert werden, dass sie niemals als Abfall enden. Der Gedanke ist: Von Anfang an in kontinuierlichen Produktkreisläufen zu denken und damit erst gar keinen Abfall entstehen zu lassen.

Das ist so genial wie einfach: Produkte entstehen, werden genutzt und recycelt, ohne dass dabei auch nur die kleinste Menge Abfall entsteht. Alles wird zu 100 Prozent wieder verwertet und in den Kreislauf überführt, einmal geschöpfte Werte und Ressourcen bleiben für Mensch und Umwelt erhalten.

Die Produktinhaltsstoffe entscheiden
Im Gegensatz zur traditionellen Produktionsweise "from Cradle to Grave", die Rohstoffe unwiederbringlich verbraucht, die Umwelt belastet, zukünftigen Generationen Probleme aufbürdet, und die die Dinge höchstens "ein bisschen weniger schlecht" macht, wird bei der Herstellung von Produkten nach dem Cradle to Cradle®-Design-Konzept stets "das Richtige" gemacht. Dazu werden Cradle to Cradle®-Produkte mit besonderem Fokus auf ihre Inhaltsstoffe entwickelt. Alle Inhaltsstoffe eines Produkts müssen grundsätzlich bekannt sein, das heißt, alle Chemikalien werden anhand ihrer Chemical Abstracts Service-Nummer (CAS-Nr.) bei der Prüfung identifiziert. Dieser Überprüfung gilt höchste Aufmerksamkeit, denn die Liste der verbotenen Inhaltsstoffe (banned chemicals) ist lang.
Damit bieten Cradle to Cradle®-Produkte eine völlig neue Dimension an Qualität und Sicherheit: Sie sind herkömmlich produzierten Produkten wirtschaftlich, ökologisch und sozial deutlich überlegen.

Die Produktionsweise nach dem Cradle to Cradle®-Design-Konzept ist in der Schweiz und den Niederlanden vielfach verbreitet, in Deutschland aber noch nicht sehr bekannt. Dennoch stellen auch hierzulande Unternehmen wie z.B. Puma, Trigema, Frosch oder HeidelbergCement erste Produkte her, die entsprechend nach den Kriterien der Cradle to Cradle®-Prinzipien zertifiziert und im Handel erhältlich sind.

Der Steinzeug-Kreislauf - ein Cradle to Cradle®-Kreislauf
Steinzeugrohrsysteme von Steinzeug-Keramo haben die hohen Anforderungen von Cradle to Cradle® schon immer erfüllt - insbesondere die Produktionsweise, welche die Materialien/Produkte seit Beginn der Rohrherstellung in einem geschlossenen Kreislauf führt. Nur: bislang fehlte ein unabhängiges Prüfverfahren mit der entsprechenden Zertifizierung.

Steinzeug Keramo Umweltkreislauf: Verantwortung in der Praxis
Abb.: © Steinzeug-Keramo GmbH, Frechen

Nun liegt das Zertifikat vor und bestätigt dem Unternehmen entsprechend den Cradle to Cradle®-Prinzipien und Prüfkriterien:

  • die Verwendung von umweltgerechten, gesunden und wieder verwertbaren Materialien
  • den Einsatz von regenerativen Energieformen
  • ein verantwortungsvolles Wassermanagement
  • die Verpflichtung zu sozialen Grundsätzen sowie Aspekte des sozialen Engagements.

Mehrwert für das Produkt - Mehrwert für den Kunden
Steinzeugrohre bestehen zu 100 Prozent aus den natürlichen Rohstoffen Ton, Schamotte und Wasser, geben keinerlei Schadstoffe an die Umwelt ab und verfügen über eine Nutzungsdauer von weit mehr als einhundert Jahren. Sie sind zu 100 Prozent recyclingfähig und werden zu einem Teil mit Recyclingmaterial und unter Einsatz von Ökostrom und regenerativen Energien produziert.

Alle diese Aspekte sind nicht neu, bestätigen der Steinzeug-Keramo GmbH aber nun von unabhängiger Seite sowohl ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein als auch eine hohe Verantwortung für Mensch und Umwelt in Zukunft. Dies schafft Mehrwert für das Produkt - ein Mehrwert, der sich jetzt erstmals in einem Zertifikat widerspiegelt und an die Kunden weitergegeben wird.

Mit der Cradle to Cradle®-Zertifizierung unterstreicht die Steinzeug-Keramo GmbH ihr Bekenntnis zu nachhaltiger Wertschöpfung - sowohl für Steinzeug-Keramo als Rohrsystem-Hersteller, als auch für ihre Kunden, die für eine langfristige, sichere Abwasserentsorgung in einem dauerhaft stabilen und wirtschaftlichen Rahmen Sorge zu tragen haben.

Quelle:



     
        
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