Holzwerkstoff-Industrie fordert anlässlich der EEG-Novellierung:

Neue Weichenstellung zur Sicherung der Arbeitsplätze

Die abschließenden EEG-Beratungen bieten die Chance, die allseits geforderte "Kaskadennutzung" festzuschreiben: Holz soll erst Arbeit und Werte schaffen und danach Energie abgeben.

Waldrestholz, das zur stofflichen Nutzung geeignet ist, muss nach Auffassung der Holzwerkstoffindustrie aus der EEG-Förderung ausgeschlossen werden. Eine Vergütung für das sofortige Verbrennen schaffe falsche Anreize. Die Unternehmen rufen die Politik dazu auf, sich in den anstehenden Beratungen für eine kaskadische Nutzung als einzig effizienten Weg zu entscheiden. Denn Holz kann beides: erst Arbeit und Werte schaffen und später Energie abgeben.

Gemäß der Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Juni würde Strom aus Waldrestholz zukünftig mit 5 ct/KWh vergütet. "Diese Vergütungshöhe ist nicht akzeptabel, da damit der Holz- und Möbelindustrie sowie der Zellstoff- und Papierindustrie der Rohstoff für eine vorgeschaltete stoffliche Nutzung entzogen wird", erklärt Dr. Peter Sauerwein, Geschäftsführer des VHI.

Der VHI begrüßt das Ziel der Bundesregierung zu einer grundlegenden Wende in der Energiepolitik, weist jedoch darauf hin, dass Holz bereits jetzt sechs Prozent des Wärmebedarfs und zwei Prozent des Strombedarfs liefert. Auf Grund der zunehmenden Konkurrenz zwischen der stofflichen und energetischen Holznutzung wird der Rohstoff Holz knapp - mit erheblichen Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung.

Dr. Sauerwein: "Inzwischen besteht in der Politik ein Konsens, dass die Kaskadennutzung von Holz, also zunächst die stoffliche und erst dann die energetische Verwertung, der Königsweg ist. Mit der Novellierung des EEG hat sie nun die beste Chance, diesen Konsens auch gesetzlich zu fixieren."

In den Lesungen des Bundestags am 30. Juni und in der Beschlussfassung durch den Bundesrat am 8. Juli müsse nun der richtige politische Rahmen für eine möglichst lange Wertschöpfungskette und damit pro Arbeitsplätze, pro Ressourcen- und Klimaschutz gesteckt werden. Dazu gehöre eben auch, dass Waldrestholz, das auf Grund der Qualität und Dimension für eine stoffliche Nutzung geeignet ist, nicht sofort verbrannt und über das EEG vergütet wird.

Mehr unter www.holz-verantwortung.de

Quelle: Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e. V. Dr. Peter Sauerwein
Technik | Energie, 22.06.2011
     
Cover des aktuellen Hefts

SOS – Rettet unsere Böden!

forum 01/2021 ist erschienen

  • Eine Frau, die es wissen will
  • Eine neue Vision für den Tourismus
  • Jetzt oder nie
  • Models for Future
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
19
MÄR
2021
#NoMoreEmptyPromises
Globaler Klimastreik
weltweit
26
MÄR
2021
DVD-Start „Unser Boden, unser Erbe“
Wie wollen wir in Zukunft leben?
deutschlandweit
22
APR
2021
Green Deal im Unternehmen
So gelingt strategischer Klimaschutz!
online
Alle Veranstaltungen...
Marketing For Future Award 2021. Marketing zwischen Macht und macht nichts.

Gemeinsam ist es Klimaschutz

natureOffice nimmt Sie mit auf die Reise durch den Klimakosmos - gleich YouTube-Kanal abonnieren und Baum pflanzen!

Pioniere & Visionen

Countdown für Planet B - Leila Dreggers Plädoyer für einen Aufbruch ins utopische Denken
0 - Die Entscheidung
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Geschlechtergerechtigkeit

Alles was man mit Holz machen kann...

LEED-Gold-Medaille für "DIE MACHEREI"

1 Million Euro für grüne Gründer

German Design Award für Claire von Reposa

Evologic Technologies: 2,5 Millionen Euro durch neue Finanzierungsrunde

UnternehmensGrün schreibt Erfolgsgeschichte fort und wird zum Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft

Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg: Julia Kovar-Mühlhausen übernimmt Leitung

  • Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Global Nature Fund (GNF)
  • Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
  • SÜDWIND e.V. - Institut für Ökonomie und Ökumene
  • TourCert gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • PEFC Deutschland e. V.
  • VDMA Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence