Wenn das Stromnetz mitredet
Warum HLK-Systeme plötzlich systemrelevant werden
Mit der Neuregelung des § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vollzieht sich dieser Wandel auch regulatorisch. Bestimmte stromintensive Anwendungen, wie beispielsweise Wärmepumpen, Klimaanlagen und Ladeeinrichtungen, müssen seit 2024 so ausgelegt sein, dass sie bei Bedarf netzdienlich gesteuert werden können. Netzbetreiber dürfen den Leistungsbezug in Engpasssituationen temporär reduzieren, sind gleichzeitig aber verpflichtet, den Anschluss neuer Anlagen zu ermöglichen und eine Mindestversorgung sicherzustellen. Ergänzend gewinnt § 41e EnWG an Bedeutung, der die Rolle von Aggregatoren stärkt: Diese bündeln flexible Lasten und Erzeugungskapazitäten, um sie systemdienlich am Markt zu nutzen und so zusätzliche Flexibilität für Netz und Energiesystem bereitzustellen. Was zunächst wie eine Einschränkung wirkt, eröffnet für Betreiber neue Möglichkeiten. Die Bereitschaft zur Flexibilität wird zunehmend wirtschaftlich honoriert, etwa durch reduzierte Netzentgelte und neue Tarifmodelle.
Vor diesem Hintergrund wächst die Bedeutung intelligenter Steuerungslösungen. Moderne HLK-Systeme erfassen kontinuierlich Betriebs- und Umgebungsdaten und passen sich auf dieser Basis automatisiert an. Plattformen wie die Airzone Cloud ermöglichen es, Energieflüsse in Echtzeit zu überwachen und gezielt zu optimieren. Ergänzende Lösungen wie Enerface [1] unterstützen das Energiemanagement, während Sensoriken wie der AirQ Sensor [2] die Grundlage für eine bedarfsgerechte Steuerung von Raumklima und Luftqualität schafft. Zugleich gewinnt Demand Response an Bedeutung: Flexible Verbraucher, insbesondere Wärmepumpen und Klimasysteme, werden in Abstimmung mit Energieversorgern und Aggregatoren gezielt gesteuert, um Lastspitzen zu glätten und Netzengpässe zu vermeiden. [1]: Enerface: Monitoring-Lösung zur Erfassung und Integration von Energieverbrauchsdaten in zentrale Energiemanagement- und Cloud-Plattformen.
[2]: AirQ Sensor: Sensor zur Messung von Raumklimaparametern wie Temperatur, Luftfeuchte und CO2-Konzentration als Grundlage für eine bedarfsgerechte und energieeffiziente Regelung von HLK-Systemen.
Kontakt: Wächter PR GmbH, Sandra Hofer | s.hofer@waechter.team | www.airzonecontrol.com/de/de
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