Umwelt | Umweltschutz, 08.02.2026
GAP nach 2027: „Wirksamer für Bio-Höfe und Umwelt“
Bio-Spitzenverband fordert Umweltmindestbudget von zwei Drittel
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) kritisiert scharf die aktuellen Pläne der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027. Besonders kritisch bewertet der BÖLW das fehlende Mindestbudget für Umweltleistungen. „Ein Umweltbudget von zwei Drittel des GAP-Budgets ist zwingend nötig, um den Herausforderungen der Klima- und Biodiversitätskrise gerecht zu werden – und langfristig gesellschaftliche Akzeptanz für die GAP zu sichern", so Tina Andres, Vorsitzende des BÖLW. „Die Entwürfe der EU-Kommission bieten gerade für jene Betriebe, die hohe Umweltleistungen erbringen, keine gute Perspektive."
Die größte Schwäche des Kommissionsvorschlags ist aus Sicht des Bio-Spitzenverbands das kein verpflichtendes Budget für Umweltleistungen vorgesehen sind. Das gefährdet gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa, wie heute auch der EU-Rechnungshof bestätigt. Entscheidet jeder Mitgliedstaat, wie viel er in die Umwelt investiert, drohen Rückschritte im Klima- und Naturschutz. Der BÖLW fordert eine konsequente Neuausrichtung: Die Agrarförderung müsse einfacher und wirksamer werden und gezielt Betriebe honorieren, die Klima, Umwelt und Tierwohl schützen. Der Ökolandbau müsse als das einzig gesetzlich definierte Instrument für nachhaltige Landwirtschaft gestärkt werden. „Besonders wichtig ist der systemische Ansatz von Bio. Echte Ökosystemleistungen können nur langfristig und im Zusammenspiel aller Faktoren beim Anbau erzielt werden können", so Andres.
Die Kernforderungen des BÖLW:
- Mittel für Umweltleistungen von Höfen bereitstellen, die gesellschaftliche Akzeptanz der GAP langfristig sichern
- Mindestens zwei Drittel des Gesamtbudgets verbindlich für Umwelt- und Klimaleistungen reservieren, damit Höfe Planungssicherheit bekommen
- Umweltmaßnahmen bei der Kofinanzierung bevorzugen
- Basisprämie gezielt auf Gemeinwohlleistungen ausrichten
- Mehr Bio ermöglichen – als einziges kontrolliertes Instrument für echte Nachhaltigkeit.
- Ein höheres GAP-Budget – für Klima, Umwelt und die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft
Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeugerinnen, Verarbeiter und Händlerinnen von Bio-Lebensmitteln und vertritt als Dachverband die Interessen der Ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken werden jährlich von rund 56.500 Bio-Betrieben 17 Milliarden Euro umgesetzt. Die BÖLW-Mitglieder sind u. a.: Biokreis, Bioland, Bioland Verarbeitung & Handel, Biopark, Bundesverband Naturkost Naturwaren, Dachverband ökologische Pflanzenzüchtung in Deutschland, Demeter, Ecoland, ECOVIN, GÄA, Interessensgemeinschaft der Biomärkte, Naturland, Naturland Zeichen GmbH, Arbeitsgemeinschaft der Ökologisch engagierten Lebensmittelhändler und Drogisten, Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser, Verbund Ökohöfe.
Wer wir sind: www.boelw.de/ueber-uns/mitglieder
Kontakt: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW), Annette Bruhns | presse@boelw.de | www.boelw.de
Frau Reiche – es reicht!
forum 03/2026
- Resilienz
- Klimafinanzierung
- Wald
- Startups
Kaufen...
Abonnieren...
11
SEP
2026
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken – Zusammen für das Gemeinwohl!
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
Training mit Christian Felber & Roman Huber
38489 Beetzendorf
11
SEP
2026
SEP
2026
Den Demokratie-Muskel stärken
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
Live-Online-Training in Echtzeit mit Grit Bümann, Roman Huber, Christian Felber
online
22
OKT
2026
OKT
2026
csrTAG 2026 – Nachhaltigkeit als Wirtschaftsfaktor
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
R³essourcen. R³esilienz. R³entabilität. - Ticketverkauf gestartet
A-6236 Alpbach
Anzeige
Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.
Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.
Pioniere & Visionen
By the dawn's early lightChristoph Quarchs Überlegungen zum 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika
Jetzt auf forum:
36 Grad und es wird immer heißer...
Erneute Extremhitze: Verbände fordern Hitzegipfel
Hitze gefährdet die Trinkwasserversorgung
Mehr Präsenz für Innovationen und eine nachhaltige Zukunft!
Die Bundesregierung bremst die Energiewende!
Hitzeschutz muss zur Pflichtaufgabe des Staates werden
Deutschland droht der Hitzekollaps - Regenwasser wird zum wichtigsten Rohstoff der Zukunft
Wer an die Sonnenfinsternis glaubt, kann den Klimawandel nicht leugnen






















