Umwelt | Ressourcen, 18.07.2025
Wegweiser für die Wirtschaft der Zukunft
Circular Summit in Haar, 17. Juli 2025
Zirkularität ist mehr als ein Modewort oder ein Trend – sie ist der entscheidende Wirtschaftsfaktor der kommenden Jahrzehnte. Das wurde beim Circular Summit in Haar mehr als deutlich: Über 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbänden kamen zusammen, um über die Zukunft der Kreislaufwirtschaft zu diskutieren, Best Practices zu teilen und konkrete Schritte für eine nachhaltige Transformation zu entwickeln.

Die Stadt Haar, Gastgeberin des Summits, zeigte sich dabei nicht nur als Veranstaltungsort, sondern als aktiver Treiber. Bürgermeister Dr. Andreas Bukowski betonte: „Haar will etwas verändern – und wir tun es gemeinsam mit starken Partnern."
Im Zentrum der Veranstaltung stand die zentrale Botschaft: Kreislaufwirtschaft bedeutet Innovation, wirtschaftliche Chancen und ökologische Verantwortung zugleich. Unternehmerische Vorreiter wie Sebastian Kuhlen (DIBAG Industriebau AG), Andreas Striegel (IBCOL GmbH), Sarah Harbarth (Kuori GmbH), Klaus Roewekamp (TRILUX GmbH & Co. KG), Cedric Bardenhagen (Siemens AG) und Wilhelm Mauß (Lorenz GmbH & Co. KG) präsentierten erfolgreiche Praxisbeispiele – von biobasierten Materialien über innovative Geschäftsmodelle bis hin zu digitalen Produktpässen.Nora Sophie Griefahn, Gründerin der NGO Cradle to Cradle, brachte es auf den Punkt: „Wirtschaftlichkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen schließen sich nicht aus." Die Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft erfordert jedoch mehr als Technologie – sie braucht ein Umdenken. „Vom Egosystem zum Ökosystem" lautete der Appell von Anna Reiner (Circular Blackforest) und Dr. Christoph Soukup (Steinbeis Beratungszentrum). Netzwerke, Partnerschaften und geteilte Kompetenzen seien der Schlüssel zum Erfolg.
Auch auf politischer und regulatorischer Ebene wurde Handlungsbedarf aufgezeigt. Alfred Mayr (Umweltcluster Bayern) forderte mehr Zusammenarbeit für eine enkeltaugliche Zukunft auf einem lebenswerten Planeten, während Landtagsabgeordneter Maximilian Böltl, Christine Fischer (Verband der bayerischen Wohnungswirtschaft) und Dr. Philipp Sprau (Bayerisches Umweltministerium) sich für gezielte intrinsische Anreize und kluge Rahmenbedingungen stark machten.
Ein besonderes Highlight war das von Seda Akinci (acatech) vorgestellte Strategiespiel „Make it Circular", das spielerisch die Herausforderungen und Chancen des Wandels erlebbar machte.Dr. Andrea Büttner (Fraunhofer IVV Freising) mahnte zum Perspektivwechsel. „Grundsätzlich gilt: Rethink vor Reuse. Kreislaufwirtschaft ist mehr als Recycling – es geht um neue Materialien, neue Denkweisen und Geschäftsmodelle." Man spreche immer noch viel zu wenig von Inspiration und Innovation. Auch Künstliche Intelligenz könne laut Dr. Anne Ixmeier (LMU München) dabei eine Schlüsselrolle spielen – als Enabler für datenbasierte, effiziente Nutzungskonzepte.
Der Circular Summit in Haar hat gezeigt: Die Zukunft ist nicht linear. Sie ist zirkulär – und sie beginnt jetzt.
Kontakt: Stadt Haar | oeffentlichkeitsarbeit@stadt-haar.de | www.stadt-haar.de
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