66 seconds for the future - forum zeigt Zukunftsgestalter:innen und Nachhaltigkeitspionier:innen
Umwelt | Klima, 20.04.2025

Frühjahrstagung von Weltbank und IWF

Klimapolitik muss zurück auf die Agenda

Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds gestartet: Germanwatch fordert die Bundesregierung auf, eine führende Rolle in der Reformagenda zu übernehmen und nicht zuzulassen, dass klimapolitische Fragen aus den Gesprächen verbannt werden.

© prawny, pixabay.comDie Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch fordert mit Blick auf die gestern gestartete Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF), die bereits erfolgten Reformfortschritte der Institutionen abzusichern und Maßnahmen gegen die Klimakrise in den Mittelpunkt der Gespräche zu stellen. "Die Spitzen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds haben aus vorauseilendem Gehorsam gegenüber der Trump-Regierung entschieden, klimapolitische Fragen von der Agenda ihrer Frühjahrstagung zu verbannen. Deutschland und weitere Akteure dürfen nicht zulassen, dass das Rad beim Klimaschutz nun zurückgedreht wird. Entscheidend ist, dass sich die Bundesregierung klar und deutlich für internationalen Klimaschutz und die weitere Reform der Institutionen einsetzt", betont David Ryfisch, Leiter des Bereichs Zukunftsfähige Finanzflüsse bei Germanwatch.

IWF: Reformen für mehr Klimainvestitionen
Der IWF steht vor entscheidenden Reformen, vor allem bei der Weiterentwicklung des Resilience and Sustainability Trust (RST) und der Reform der Schuldentragfähigkeitsanalyse (Debt Sustainability Analysis, DSA). Länder des Globalen Südens sollen mehr finanziellen Spielraum für nachhaltige Investitionen erhalten, indem Klimarisiken, Anpassungsbedarfe und Investitionen in den Klimaschutz unterstützt und adäquat berücksichtigt werden. „Deutschland hat gerade ein großes Sondervermögen für Investitionen verabschiedet, weil diese die Klimaneutralität ermöglichen und den Wohlstand sichern. Entwicklungsländer haben diesen finanziellen Spielraum nicht, weil ihr Schuldenstand ihnen die Luft abschnürt. Reformen beim IWF gepaart mit Schuldenerleichterungen würden diesen Ländern neue Möglichkeiten eröffnen, in Klimaschutz zu investieren und ihre Entwicklung voranzutreiben", betont Christian Gröber, Referent für Reform der Internationalen Finanzarchitektur bei Germanwatch.

Globales Rahmenwerk für nachhaltige Finanzierung schaffen
Unmittelbar nach der Frühjahrstagung findet die vierte Vorbereitungskonferenz für die internationale Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (FfD4) statt. Dort werden langfristige Finanzierungsstrategien für nachhaltige Entwicklung verhandelt. Germanwatch fordert Deutschland auf, sich für innovative Finanzierungsmechanismen stark zu machen – darunter die Umschichtung von Sonderziehungsrechten auf multilaterale Entwicklungsbanken sowie neue globale Steuern zur Finanzierung von Klimaschutz und -anpassung. „Die internationale Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung ist eine entscheidende Gelegenheit, um strukturelle Finanzierungsprobleme anzugehen. Deutschland darf hier nicht hinter seinen eigenen klimapolitischen Ambitionen zurückbleiben", betont Gröber.

Kontakt: Germanwatch e.V., Stefan Küper | kueper@germanwatch.org | www.germanwatch.org



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Zukunft braucht Frieden

forum 02/2026

  • Militär & Märkte
  • Grüner Wasserstoff
  • Moorschutz als Invest
  • ESG loves KI
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
21
APR
2026
Sustainable Economy Summit
Rückenwind für die Wirtschaft der Zukunft
10117 Berlin
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht

Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol

Pioniere & Visionen

Wie sieht eine "Wahre Wirtschaft" aus?
Die Ökonomie der Gegenwart braucht eine Disruption ihres Mindsets
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Keine Transformation ohne Frauen

Circular Valley Convention 2026 erfolgreich gestartet

Gemeinsam Städte zukunftsfähig machen

Gemeinsamer Appell an den Koalitionsausschuss zum Klimaschutzprogramm

LEEF platziert Folgeanleihe und startet neue Wachstumsphase

Zentek und Schlaadt beschließen weitreichende Zusammenarbeit für nachhaltige Verpackungen

Lunch & Learn: Warum gute Streitkultur Erfolg bingt

Handelsblatt Jahrestagung Stadtwerke 2026, 22./23. April, Berlin

  • SUSTAYNR GmbH
  • NOW Partners Foundation
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • Global Nature Fund (GNF)
  • WWF Deutschland
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • Engagement Global gGmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • TÜV SÜD Akademie
  • circulee GmbH
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften