Wälder im Blick

Welche Rolle spielen unsere Wälder für die biologische Vielfalt?

Was ist Biodiversität? Welche Rolle spielen unsere Wälder für die biologische Vielfalt? Wie wird Naturschutz in Europa realisiert und was ist die Aufgabe von Nationalparks? Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit Ende letzten Jahres ein internationales Erasmus+ Projekt, an dem neben der Universität Passau zwei italienische und zwei österreichische Hochschulen beteiligt sind.
 
Das Naturschutzgebiet Monte Cimino in der Nähe der Universität Tuscia in Süditalien (Dezember 2023). Das Natura 2000-Gebiet beherbergt alte Buchenwälder und gehört zum UNESCO Weltnaturerbe (Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas), © Christine SchmittUnsere Wälder sind wahre Multitalente, was den Klimaschutz angeht. Gleichzeitig sind sie vom Klimawandel stark bedroht. "Deshalb ist es uns ein Anliegen, im Rahmen des neuen Projektes 'BESTNATURE' Studierende für die große Bedeutung der Wälder zu sensibilisieren", sagt Prof. Dr. Christine Schmitt, Inhaberin des Lehrstuhls für Physische Geographie mit Schwerpunkt Mensch-Umwelt-Forschung und Projektverantwortliche für die Universität Passau.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus Italien und Österreich konzipiert und realisiert Prof. Dr. Christine Schmitt Online-Lehrmodule, die von den teilnehmenden Studierenden der Hochschulen belegt werden können. Dazu gehören auch Videos und interaktive Formate, alles in englischer Sprache. "Nach dem Ende des Projekts 2026 sollen diese Module im Netz bleiben, damit sie dann auch von einer breiten Öffentlichkeit genutzt werden können", so Schmitt.

Ein besonderer Fokus liegt bei BESTNATURE auf dem Praxisteil. Jedes Jahr ist im Sommer ein gemeinsamer Austausch aller Projektpartner geplant: Im Sommer 2024 wird die "Field Session" in Italien stattfinden. Hier werden neben der Passauer Professorin auch sechs Studierende teilnehmen. "Es geht darum, in einem Nationalpark die praktische Umsetzung von Naturschutz zu erfahren. Auf dem Programm werden u. a. Gespräche mit Rangern und das Monitoring von Tier- und Pflanzenarten stehen", sagt die Geographin.

Das Erasmus+ Vorhaben wird finanziert aus Mitteln der Europäischen Union für "Cooperation parnerships in higher education". Das Gesamtvolumen beträgt 400.000 Euro. Zu den Projektpartnern gehören die Universität Passau, die Università degli Studi della Tusci, die Universität Graz, die Alma Mater Studiorum - Università di Bologna, die FH Kärnten und E.C.O. Institut für Ökologie Kärnten.

Kontakt: Universität Passau, Barbara Weinert | barbara.weinert@uni-passau.de | www.uni-passau.de



     
        
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