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Schatzkiste Mobiltelefon

O2 lässt Handys wiederverwerten. Davon profitieren Mensch und Natur.

Rohstoffe für elektronische Bauteile sind kostbar – deshalb lässt O2 Handys wiederverwerten. Davon profitieren Mensch und Natur.

So funktioniert das Handyrecyclingprogramm von O2. Zum Vergrößern auf die Graphik klicken! © Telefonica
Seit 15 Jahren können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre alten Mobilfunkgeräte einfach und bequem in einer der mehr als 900 O2-Filialen kostenlos entsorgen. Von dort leitet sie Deutschlands kundenstärkster Mobilfunkanbieter an die gemeinnützige IT-Gesellschaft AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) weiter. Nachhaltigkeit und Inklusion – AfB verwirklicht beide sozialen Werte in einem besonderen Geschäftsmodell. Das Sozialunternehmen beschäftigt 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – davon rund 45 Prozent Menschen mit Behinderungen. Dabei steht sowohl wirtschaftliches als auch umweltschonendes Handeln im Mittelpunkt.

In einem ersten Schritt sortieren die AfB-Experten die Altgeräte in zwei Gruppen: Bei Mobiltelefonen, die in einem guten Zustand sind und als Gebrauchte noch einmal vermarket werden können, werden zuerst die darauf befindlichen Daten mit zertifizierter Software gelöscht. Daraufhin werden sie gereinigt und repariert, um dann in einem der bundesweit acht AfB-Läden bzw. über das Internet zuzüglich einer Garantie angeboten zu werden.

Mobiltelefone, die nicht repariert werden können oder sich nicht mehr vermarken lassen, werden geschreddert. Das Schreddergut veräußert AfB an zertifizierte Metallhütten in der EU, wo es dann eingeschmolzen wird. Wertvolle Metalle wie Gold, Silber, Palladium und Kupfer fließen in den Rohstoffkreislauf zurück und werden für die Herstellung neuer Produkte in verschiedenen Industrien, z. B. im Fahrzeugbau, verwendet. Schadstoffe hingegen werden fachgerecht und ökologisch einwandfrei entsorgt.

Auch die Tier- und Pflanzenwelt profitiert vom O2 Handyrecycling: Seit 2011 unterstützt O2 den Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit einer Spende. Davon haben die Umweltschützer das Projekt „Alte Handys für die Havel" mitfinanziert – das größte Renaturierungsprojekt in Mitteleuropa. Dabei wurden Altarme des Flusses im Grenzgebiet zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt wieder angeschlossen, Uferbefestigungen beseitigt, Flutrinnen aktiviert sowie Ufer- und Auenwald begründet. Seit Abschluss des Projekts fließt das Geld aus der Sammelaktion nun in den NABU-Insektenschutzfonds.
Im vergangenen Jahr hat O2 mit dem Handyrecyclingprogramm rund 76.000 Althandys eingesammelt. Das ist zwar ein Plus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, doch O2 Umweltschutzbeauftragter Joachim Sandt sieht noch viel mehr Potential: „Nach Schätzungen des Branchenverbandes Bitkom schlummern mehr als 100 Millionen nicht mehr benötigte Handys und Smartphones in Schubladen und Regalen von Unternehmen und Privatleuten."
 

Dieser Artikel ist in forum 04/2019 - Food for Future erschienen.



     
        
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