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Digitale Schnitzeljagd in Berlin:

Senioren erkunden ihre Stadt mit Hilfe von Tablets und Smartphones

Die Actionbound-App fordert die Teilnehmer auf, Rätsel zu lösen oder Aufnahmen zu machen © Till Budde
An diesem sonnigen, spätsommerlichen Freitagmorgen in Berlin bietet sich den Passanten ein ungewöhnliches Bild: Etwa 30 Seniorinnen und Senioren strömen aus den Tiefen des U-Bahnhofs Sophie-Charlotte-Platz ans Tageslicht, bewehrt mit Tablets und offensichtlich auf der Suche nach etwas. 

Bei jüngeren kennt man das von Pokémon Go, aber hier geht es um etwas Neues: Eine digitale Schnitzeljagd – eine spielerische Methode, um älteren Menschen die Nutzung wichtiger digitaler Werkzeuge näherzubringen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, körperlich und mental auf Trab zu bleiben.

Spielerisches Lernen per App
Die Gruppe von Seniorinnen und Senioren erkundet Charlottenburg. In der Bildmitte: Klaus-Dieter Gröhler, MdB. Links neben der Litfasssäule: Deniz Taskiran © Till BuddeTelefónica Deutschland hat sich auf die Fahnen geschrieben, bei der fortschreitenden Digitalisierung unserer Welt niemanden zurückzulassen. Zweiundzwanzig Millionen Menschen, mehr als ein Viertel der deutschen Bevölkerung, sind über 60 Jahre alt. Weil sie nicht mit Computern und Smartphones aufgewachsen ist, hängt diese Gruppe in der Nutzung digitaler Technik deutlich hinter jüngeren zurück. Deswegen führt das Unternehmen seit Jahren gemeinsam mit der Stiftung Digitale Chancen das Projekt „Digital Mobil im Alter – Tablets für Senioren" durch.

Tatsächlich bieten Anwendungen für Smartphones und Tablets gerade älteren Menschen nicht nur viele Erleichterungen im Alltag, sondern eröffnen ihr auch Wege, Neues zu lernen," sagt Deniz Taskiran, die die digitale Schnitzeljagd auf Seiten von Telefónica Deutschland mitorganisiert hat.

Bei der digitalen Schnitzeljagd können die Teilnehmer auf spielerische Weise lernen, wofür sie ihre Endgeräte einsetzen können – mit Hilfe der Anwendung Actionbound. Sie stellt den Seniorinnen und Senioren Aufgaben, für deren Lösung sie dann Punkte erhalten, die am Ende ausgewertet werden.

Wie viele Kilometer umfasst das Berliner U-Bahn-Netz? Wer wird auf der Gedenktafel am Polizeiamt geehrt? Wie hoch mögen die zwei Obelisken der Brunnenskulptur am Kläre-Bloch-Platz sein? Wie wurde das heutige Museum Berggruen vor 100 Jahren genutzt? Neben der Recherche der Antworten im Internet lernen die Teilnehmer auch, Fotos und Tonaufnahmen zu machen oder QR-Codes zur schnellen Navigation im Netz einzusetzen. 

Digitale Inklusion als Ziel der Politik
Drei Teilnehmerinnen lösen gemeinsam die nächste per App gestellte Aufgabe © Till BuddeDie Digitalisierung älteren Menschen leichter zugänglich zu machen und so die Gesellschaft auch näher zusammenzuführen ist auch eines der wichtigsten Ziele der Politik. Klaus-Dieter Gröhler, der Bundestagsabgeordnete für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, nahm deshalb an der digitalen Schnitzeljagd teil.

Ich finde es einfach wichtig, dass die ältere Generation, und die wird ja immer größer, die neuen Medien und die Digitalisierung als Chance begreift und ihr nicht so skeptisch gegenübersteht," sagte er. „Es bietet die Möglichkeit, die Lebensqualität zu verbessern und deswegen finde ich es gut, wenn ältere Leute sich für diese moderne Technik interessieren."

Nach Abschluss der digitalen Schnitzeljagd zeigt sich, dass der Wissensdurst der Teilnehmer noch lange nicht gestillt ist. Einige suchen nach weiteren Fortbildungsmöglichkeiten, andere wollen mit Hilfe von Actionbound ihre eigene Schnitzeljagd erstellen, die sie dann mit ihren Freunden und Bekannten teilen können.

Cornelius Rahn ist Pressesprecher für Finanzthemen sowie für Fragen rund um die Unternehmens-IT und die Innovationsfabrik Wayra. Er war zuvor sechs Jahre lang als Wirtschaftsjournalist tätig und ist seit 2015 Teil des Corporation Communications-Teams bei Telefónica Deutschland.
 
Kontakt: Telefónica Deutschland, Cornelius Rahn | www.telefonica.de/verantwortung 

Technik | Digitalisierung, 04.09.2019

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