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Mit Kaffeeanbau aus der Armut

Dallmayr und die Stiftung Menschen für Menschen vereinbaren gemeinsames Projekt in Äthiopien

Alois Dallmayr Kaffee und die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe haben vor kurzem die Durchführung eines gemeinsamen Projektes in Äthiopien vereinbart, um eine neue Kaffeeregion in Äthiopien ganzheitlich zu unterstützen. Unterstützt wird das Vorhaben, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist, auch vom Freistaat Bayern.
 
Äthiopien: Mit Kaffeeanbau aus der Armut. © Stiftung Menschen für Menschen Mit dem Projekt im äthiopischen Bezirk Dano innerhalb der Region West Shoa sind gleich mehrere Ziele verbunden. So sollen damit u. a. neue Wertschöpfungsketten in Äthiopien aufgebaut werden und nachhaltige Perspektiven, besonders für arbeitslose Jugendliche, geschaffen werden. Durch die Produktivitätssteigerung erhalten die Bauernfamilien, unter Einhaltung der kleinbäuerlichen Struktur, mehr Einkommen.
 
„Wir werden gemeinsam in den nächsten Jahren eine neue Kaffee-Region in Äthiopien entwickeln. Es ist eine ideale Kombination von Kaffee-Expertise und Erfahrung in Äthiopien durch die Firma Dallmayr und unsere lokale operativer Erfahrung sowie die soziale Verantwortung und der Bezug zu der ländlichen Bevölkerung", beschreibt Dr. Sebastian Brandis, Sprecher des Vorstands von Menschen für Menschen die Vorteile des gemeinsamen Projekt.
 
Und Volker Meyer-Lücke, Kaffee-Chefeinkäufer von Dallmayr ergänzt: „Wir haben als Unternehmen eine langjährige und enge Beziehung zu Äthiopien. Mit diesem Projekt wird ein lang gehegter Traum war, die unternehmerischen Interessen mit den sozialen Zielen in unserem Kerngeschäft zu verbinden. Alle Beteiligten werden davon nachhaltig profitieren. Mit der Stiftung Menschen für Menschen, die über eine jahrzehntelange Erfahrung und den richtigen Hilfsansatz zur Selbstentwicklung verfügt, haben wir einen ausgezeichneten Partner für die Umsetzung des Projektes gefunden."
 
Dr. Brandis: „Wir betreten als Hilfsorganisation mit diesem Projekt neuartige Kooperationen mit Unternehmen. Dabei geht es darum, über unsere grundlegende Arbeit hinaus, den Menschen in Äthiopien einen Freiraum und die Chancen zur Selbstentwicklung zu schaffen. Durch den Aufbau von Arbeitsplätzen und lokalen Ökonomien wird eine zusätzliche Nachhaltigkeit der Weiterentwicklung erreicht. Mit Dallmayr haben wir den für den Kaffeemarkt perfekten Partner gefunden, der genau das gleiche Verständnis der Projektziele hat."
 
Dallmayr setzt sich bereits seit 2008 mit dem Verkauf von allen sortenreinen äthiopischen Kaffees, wie Dallmayr Ethiopia, Ethiopian Crown oder GRAND CRU Yirgacheffe immer wieder für Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe ein. So sorgt das Unternehmen beispielsweise mit der Unterstützung der Wiederbewaldungsprogramme nachhaltig für ein grünes Äthiopien. Insgesamt konnten bereits über 50 Millionen Bäume in Äthiopien durch Menschen für Menschen gepflanzt werden. Im vergangenen Jahr wurde darüber hinaus ein weiteres Projekt geestartet: Dallmayr finanziert im Bezirk Dano eine Schule für mehr als 1.000 Kinder im Alter von 7 bis 16 Jahren.
 
Hintergrundinformationen
Die Region Dano eignet sich aufgrund der Höhen-, Klima- und Bodenressourcen hervorragend für den Kaffeeanbau. Derzeit wird erst auf etwa 400 Hektar Kaffee angebaut. Mit dem wachsenden Interesse der Bauern und durch die Maßnahmen von Menschen für Menschen wird erwartet, dass die Kaffeefläche in fünf Jahren auf rund 1.000 Hektar und in 10 Jahren auf mehr als 2.000 Hektar wächst. Im ersten Schritt werden über 1.200 Bauernfamilien, 40 Jugendliche, 40 Gelegenheitsarbeiter und 100 Experten an dem Projekt beteiligt sein.
 
Über Dallmayr
Dallmayr hat viele Facetten. Als eine der bekanntesten deutschen Kaffeemarken und eines der größten Delikatessenhäuser Europas vereint das Münchner Familienunternehmen viele verschiedene Geschäftsbereiche unter einem Dach. Dallmayr Kaffee ist der bedeutendste Geschäftszweig des Traditionsunternehmens und begleitet täglich Millionen von Menschen – nicht zuletzt dank des beliebten „Dallmayr prodomo". Über 60.000 Tonnen Röstkaffee werden jährlich an fünf Standorten in Deutschland produziert (Stand: 2018). Die Bohnen dafür bezieht Dallmayr aus über 20 Ländern rund um die Welt. Äthiopien ist dabei das wichtigste Ursprungsland – die Hochland-Arabicas prägen den typischen Geschmack vieler Dallmayr Kaffeesorten. Dank seines Qualitätsbewusstseins ist das Unternehmen nicht nur im Endverbrauchermarkt erfolgreich aktiv, sondern gehört auch in der Gastronomieversorgung und im Automatenservice zu den Marktführern.
 
Über Menschen für Menschen
Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 37 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?". Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen derzeit setzt die Maßnahmen in elf Projektgebieten mit rund 620 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.
 
Kontakt: Erich Jeske, Stiftung Menschen für Menschen | erich.jeske@menschenfuermenschen.org 

Quelle: Stiftung Menschen für Menschen | Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe



     
        
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