Gesellschaft | Politik, 27.03.2019
Nach-gedacht….
Es geht um Rechenschaft
Der Beitrag von Johannes Bohnen wirft wichtige Fragen auf. Ohne Zweifel ist das Thema Wirtschaft und Politik äußerst wichtig, aber vor allem auch ein Spannungsfeld. Selbstverständlich kann Beides nicht voneinander getrennt betrachtet werden. Mir fällt aber bei der Betrachtung zuerst ein, dass es viel zu viele Verflechtungen gibt und vor allem große Abhängigkeiten der Politik von der Lobbymacht bzw. ein Kuschen vor der Wirtschaft. Das sieht man aktuell sehr deutlich bei der politischen Macht, die die Autokonzerne haben. Es ist nicht so wichtig ob wir begrifflich und perspektivisch von CSR zu C"P"R kommen. Ich kann mit der Forderung nach sozialer Verantwortung gut leben, zumal dieser Überbegriff für mich die Politik einschließt. Viel entscheidender ist, dass wir mehr einfordern als „Responsibility". Die kann man für sich reklamieren und trotzdem nichts tun und leider gibt es da reichlich Greenwashing. Es ist deshalb an der Zeit, dass wir von der Responsibility zur Accountability kommen, d.h. wir müssen von den Unternehmen verlangen, Rechenschaft abzulegen. Diese Forderung bleibt aber ein zahnloser Tiger, wenn sie nicht einhergeht mit eindeutigen und strengen rechtlichen Rahmenbedingungen. Dies ist nicht der Ruf nach Öko-Diktatur, aber bei nachhaltigen Strategien und konsequenten Entscheidungen der Unternehmen auf Freiwilligkeit zu setzen, zahlt - wie die Praxis zeigt - nicht substantiell auf mehr Nachhaltigkeit ein.
Bernward Geier ist Pionier des internationalen biologischen Landbaus, Umweltaktivist, Journalist und Filmemacher. Unter anderem ist er auch Koordinator und Juryvorsitzender des One World Awards und Kuratoriumsmitglied von forum Nachhaltig Wirtschaften.
Landwirtschaft & Ernährung

COLABORA
Bernward Geier war 18 Jahre Direktor des Weltdachverbandes der biologischen Landbaubewegung (IFOAM). Seit 2005 ist er Direktor der Agentur COLABORA - let's work together.
"Nachhaltigkeit ist die Voraussetzung, um den Trend zu stoppen, dass wir unsere Lebensgrundlagen zerstören und vor allem Wirtschaften so zu gestalten, dass der Menschheit eine Zukunft bleibt. Ich freue mich als Kurator einen bescheidenen Beitrag für die Weiterentwicklung des Magazins zu leisten."
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