Politik würdigt Engagement der Maschinenbauer

Mit der Aktionswoche „Wir unternehmen was" stellt der VDMA zum zweiten Mal das gesellschaftliche Engagement seiner Mitgliedsunternehmen einer breiten Öffentlichkeit vor.

Foto: Bildschön - Marco Jentsch
Dieses Mal präsentierten unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel 80 Unternehmen 150 Beispiele ihres Engagements. Das Besondere in diesem Jahr: Die Aktionswoche reiht sich in die „Woche der Industrie" des Bündnisses „Zukunft der Industrie" ein, die von Politik, Sozialpartnern und Wirtschaftsverbänden getragen wird.

Auf der Auftaktveranstaltung am 19.09.2016 in Berlin sagte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge, dessen Familienunternehmen ebenfalls an der Aktionswoche beteiligt ist: „Verantwortung übernehmen gerade auch die kleinen und mittelgroßen Unternehmen aus Überzeugung." Dieses individuelle und freiwillige Engagement, auch Corporate Social Responsibility (kurz CSR), dürfe aber nicht durch weitere Regulierungen eingeschränkt werden. „Wenn jetzt die CSR-Berichtspflicht national umgesetzt wird, darf die Bundesregierung nicht über die EU-Richtlinie hinausgehen", mahnte Festge.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer zollte in seiner Rede dem industriellen Mittelstand Anerkennung. „Gerade Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sind vorbildhaft für ihr sozial verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln. Sie sind es, die unsere soziale Marktwirtschaft ausmachen." Sozialleistungen seien keine Erfindung des Staates, sagte Beckmeyer mit Hinweis auf die historische Leistung einzelner Unternehmer. An diese Tradition knüpfe der VDMA an.

Auch Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, lobte den Maschinenbau: „Die VDMA-Mitgliedsunternehmen bilden überdurchschnittlich aus – Klasse!" Ebenso laufe die Integration von Geflüchteten im Maschinenbau vorbildlich.

Zwei VDMA-Mitglieder für CSR-Preis der Bundesregierung nominiert
Die Bundesregierung hat zudem in der letzten Woche zwei VDMA-Mitgliedsunternehmen für ihren CSR-Preis nominiert:

  • die Spaleck GmbH & Co. KG in Bocholt in der Größenkategorie "Unternehmen bis 249 Beschäftigte"
  • die ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG in Senden für den Sonderpreis „Integration von Flüchtlingen".

Über die Aktionswoche
„Das Engagement der beteiligten Unternehmen ist ein wichtiger Beitrag zu unserer wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Entwicklung", lobt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Aktionswoche „Wir unternehmen was", die alle zwei Jahre stattfindet. Der VDMA rücke auf diese Weise das Engagement der „Hidden Champions" der Maschinenbauindustrie ins öffentliche Bewusstsein und zeige, welche unverzichtbaren Beiträge zur gesellschaftlichen Entwicklung die Unternehmen leisten. Beispielhaft für die vielfältigen Beiträge zur Aktionswoche starten in der Voith GmbH in Heidenheim Geflüchtete in ein Vorbereitungsjahr zum Industriemechaniker. Die Achenbach Buschhütten GmbH & Co. KG in Kreuztal öffnet ihre Tore bereits im zehnten Jahr für Grundschüler.

Über das Bündnis
Das Bündnis „Zukunft der Industrie" versammelt wiederum Akteure aus Arbeitgeber- und Industrieverbänden, der Politik sowie Gewerkschaften. Ziel ist es insbesondere, die öffentliche Akzeptanz der Industrie zu stärken und gemeinsame politische Forderungen zu entwickeln.

Der VDMA unterstützt die Mitglieder bei der CSR-Kommunikation auch mit dem neuen Leitfaden „Nachhaltigkeitskommunikation – Pflicht oder Kür".

Weitere Beispiele und Hintergründe: www.wir-unternehmen-was.de.


Quelle: VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative-Blue-Competence

Wirtschaft | Branchen & Verbände, 20.09.2016
     
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