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Einsatz der Jugend für die Welt von morgen

25 Jahre Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio

Junge Menschen schaffen mit ihren Visionen und Ideen die Welt von morgen. In einer Zeit, in der die Welt immer wieder aus den Angeln zu geraten scheint, sind neue Vorschläge und positive Bilder besonders wichtig. Denn es ist unser Planet, dessen Zukunft auch unsere eigene entscheidend bestimmt.
 

Mehr zum Thema Rio+25 und SDG lesen Sie auf unserer Homepage und in der Ausgabe 4/2017 von forum Nachhaltig Wirtschaften.
Als jung gilt, im Sinne der Jugendverbände, wer das 27. Lebensjahr nicht überschritten hat. Die allermeisten Aktiven, die sich heute in der NAJU engagieren, waren beim sogenannten Earth Summit in Rio 1992 also noch gar nicht geboren oder zumindest so jung, dass sie sich an das Ereignis nicht erinnern können. Diese Konferenz war ein Meilenstein und ein Einschnitt im internationalen Umweltschutz - auch für die Jugendumweltverbände. Die Leitlinien unserer Arbeit stützen sich maßgeblich auf die Beschlüsse dieser Konferenz. 
 
Weltweite Abkommen für einen gemeinsamen Klima-, Biodiversitäts- und Waldschutz sowie gegen verstärkte Wüstenbildung wurden beschlossen. Und zum ersten Mal ist ausdrücklich der Faktor Bildung als entscheidender Pfeiler einer zukunftsfähigen Erde benannt worden. Die teilnehmenden Staaten verpflichteten sich damals, ihre Politik nachhaltig zu gestalten.
 
In den geläufigen Definitionen des so überstrapazierten Begriffs der Nachhaltigkeit ist sinngemäß oft von Generationengerechtigkeit die Rede. Seit Rio haben sich junge Menschen mit Erfolg dafür eingesetzt, dass die Stimme der Jugend in den internationalen Debatten Gehör findet. Mittlerweile sind sie als eigene Interessensgruppe in viele Aushandlungsprozesse auch auf aller höchster UN-Ebene eingebunden. Dies ist ein wichtiger Schritt, auf den es aufzubauen gilt. Denn auch im neuen Jahrtausend müssen junge Menschen für ihre Ideen eintreten und sich für eine solidarische, freie und sichere Welt einsetzen. Und die ist möglich!

Vor dem Hintergrund von Flutkatastrophen, Klimaflüchtlingen und der Zerstörung von Lebensräumen ist eines klar: Ein „weiter so" war in den letzten Jahrzehnten zu oft zu hören, das können wir uns nicht mehr leisten! 25 Jahre Earth Summit in Rio sind insofern ein Stück weit ein nicht eingelöstes Versprechen, da weder der Klimawandel verlangsamt noch das Artensterben gestoppt worden sind. Andererseits sind sie auch eine Verpflichtung und noch immer ein Signal des Aufbruchs, dessen wir uns nicht oft genug erinnern können!
 
Die Ideen und Vorschläge junger Menschen erscheinen oft unkonventionell, manchmal gar unmöglich –  und doch (und gerade deshalb!) sie sind unerlässlich für einen Richtungswechsel und für eine Erde, auf der wir auch in 20, 100 oder 500 Jahren noch gut leben können. Es ist unsere Welt, die beim Ausstieg aus Klimaabkommen aufs Spiel gesetzt wird. Unsere Welt, deren Ressourcen zugunsten kurzfristiger Profitmaximierung verscherbelt werden. Und diese unsere Welt können und wollen wir aktiv gestalten.
 
Nehmen wir uns den Raum dafür!

Kontakt: Naturschutzjugend (NAJU) im NABU | naju@naju.de| www.NAJU.de


Gesellschaft | Politik, 30.11.2017
     
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