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Wettbewerb zur Aufmerksamkeitssteigerung sozialer Fragestellungen:

Bank für Sozialwirtschaft startet 10. Wettbewerb Sozialkampagne

Bis zum 31. Oktober läuft die Ausschreibung des 10. Wettbewerbs der Bank für Sozialwirtschaft AG. Prämiert werden die innovativsten und stärksten Kampagnen zur Aufmerksamkeitssteigerung sozialer Fragestellungen. Der Aufruf richtet sich an Organisationen und Einrichtungen im Bereich Sozial- und Gesundheitswirtschaft, die mit Werbeagenturen zusammenarbeiten, welche bereits Kampagnen zu sozialen Themen durchgeführt haben. Mit dem Wettbewerb will die Bank professionelle Kommunikationen mit sozialem Inhalt einer Fachöffentlichkeit näherbringen.

Wer steckt hinter dem Wettbewerb?
Pixabay © corgaasbeek (CCO Public Domain)Die Bank für Sozialwirtschaft AG, unter dem Namen Sozialbank bekannt, ist ein Bankunternehmen mit Sitz in Köln und Berlin, das sich dem Wohlfahrtsauftrag verschrieben hat und alle zwei Jahre diesen Wettbewerb durchführt. Gesellschafter der Bank sind unter anderem die Caritas Stiftung oder das Diakonische Werk. Gegründet wurde das Finanzinstitut 1923 mit dem Ziel, gemeinnützige Einrichtungen zu fördern und finanziell zu unterstützen. Die sozial eingestellte Bank ist eine Universalbank und konzentriert sich vor allem auf die Bereiche Gesundheit, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe sowie Senioren- und Behindertenpflege. Zu ihren Kunden zählen vor allem Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Versorgungszentren, Werkstätten, Wohnheime und Tageseinrichtungen. Privatkunden können bei dieser Bank keine Konten eröffnen und auch keine Kredite beantragen.

Die Bank für Sozialwirtschaft ist in der Bundesrepublik das einzige Finanzinstitut, welches sich auf institutionelle Kunden der Sozial- und Gesundheitswirtschaft spezialisiert hat. Im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken gehört sie zu den größten Banken. Sie beschränkt ihre Aufgaben nicht nur auf Banktätigkeiten. Sie bietet Kunden verschiedene Service- und Beratungsleistungen, wie Wettbewerbsanalysen und Informationsprogramme an. Auch organisiert sie Seminare und hält betriebswirtschaftliche oder rechtliche Vorträge. Darüber hinaus entwickelt sie regelmäßig eigene soziale Projekte, wie das Tool für Fundraiser. Mit dem Online-Werkzeuge haben Nutzer auf vielfältige Weise die Möglichkeit, über das Netz Spenden zu sammeln und die Aktionen umfassend zu managen. Um die Spendenbereitschaft zu unterstützen, sind verschiedene Zahlungsweisen einsetzbar. Es wird Spendenwilligen damit einfach gemacht, Geld für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen.

Erfolg der Bank für Sozialwirtschaft
Das Finanzinstitut ist mit seiner Tätigkeit erfolgreich: Im Jahr 2014 meldete die Bank ein Rekord-Betriebsergebnis von 87,4 Millionen Euro. Es ist das beste Ergebnis seit der Gründung vor über 90 Jahren. Der Jahresüberschuss ließ sich auf 61,8 Millionen Euro erhöhen. Mit diesem Jahresüberschuss wird das Eigenkapital gestärkt und eine Dividende an teilhabende Unternehmen und Gruppierungen ausgezahlt.

Das Bilanzergebnis bestätigt, dass sich die Sozialwirtschaft positiv entwickelt. Auch Vorstandsvorsitzender Rudolf Hammerschmitt begrüßt diese Entwicklung. Er sieht es als Vertrauensbeweis der Kunden an, die in schweren Zeiten der Finanzmarktkrise ihr Geld bei guten Kreditinstituten platzieren. Die Sozialbank tut viel für ihr Image. Unter anderem engagiert sich die Bank für die Aufklärung über das Wirtschaften. So wurde im Mai in einem Vortrag an der Universität Halle erklärt, wie in Zeiten der Niedrigzinsen eine Institution wie die Bank für Sozialwirtschaft reagieren kann. Das tut sie zum Beispiel mit attraktiven Angeboten und langfristigen Kundenbeziehungen, die sie kontinuierlich ausbauen will.

Wettbewerbs-Einreichung und Preisgelder
Dotiert ist der Wettbewerb mit einem Preisgeld von 18.000 Euro. Die drei besten Beiträge erhalten einen Geldpreis. Der erste Platz erhält 10.000 Euro, an den Zweitplatzierten gehen 5.000 Euro und der Dritte Platz erhält eine Auszeichnung von 3.000 Euro. Eine unabhängige Jury wählt die Sieger mit der aufmerksamkeitsstärksten Werbekampagne für soziale Fragestellungen aus. Kriterien für die Bewertung sind unter anderem die Innovationskraft und Zielsetzung der Kampagne sowie die Stärke der Umsetzung. Auch berücksichtigen die Jurymitglieder Kampagnen, die honorarfrei, zum Beispiel in Form von Freischaltungen oder Pro-bono-Arbeiten, erbracht worden sind.

Die Preisverleihung findet am 27. April 2017 während des 10. Kongresses der Sozialwirtschaft in Magdeburg statt. Der Bewerbungsschluss für den Wettbewerb ist der 31. Oktober 2016 – die Bewerbung kann online erfolgen.

Gewinner des Vorjahres
Vorjahressieger des Wettbewerbs war die Agentur Havas Worldwide Düsseldorf, die im Auftrag der Obdachlosenorganisation „fiftyfifty" drei verschiedene Kampagnen erarbeitete. Unter anderem startete die Agentur einen Plakatwettbewerb mit einem Preisgeld, das als Spendengeld für Obdachlose diente und die Öffentlichkeit zur Teilnahme motivierte. Bei der zweiten Aktion „Frozen Cinema" regelte die Düsseldorfer Werbeagentur die Temperatur in Kinosälen herunter, damit spürbar ist, wie sich Obdachlose im Winter fühlen. Über einen QR-Code, der auf Decken angebracht war, konnten die Kinobesucher direkt eine Spende abgeben. In der dritten Kampagne, der „X-mas Edition" steigerte Havas den Absatz der Obdachlosenzeitung, indem sie die Seiten fast komplett durch Geschenkpapier, das Obdachlose gestalteten, ersetzte.

Der zweite Preis ging an die Gestaltenden GmbH in Gütersloh, die für den Sozialdienst katholischer Frauen Gütersloh e.V. eine Imagekampagne realisierte. Dritter Preis ging an die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg GmbH mit ihrer Aktion: „Zukunft: Meine!".
Weitere Wettbewerbe zum Thema soziale- und nachhaltige Wirtschaft finden sich hier.



     
        
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