El Niño stellt Ritter Sport vor Herausforderungen

Aufbau der eigenen Kakaoplantage El Cacao in Nicaragua trotz geringer Niederschlagsmengen im Plan

Kakaopflanzen mögen es warm und feucht. In den Regionen in Äquatornähe, in denen Kakao gedeiht, stellt Trockenheit für gewöhnlich kein größeres Problem dar. So auch in Nicaragua, wo bei einer Durchschnittstemperatur von 27 Grad Celsius rund 3.000 Millimeter Regen pro Jahr fallen. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 700 Millimeter. – Normalerweise. Aktuell stellt jedoch das Wetterphänomen El Niño die klimatischen Verhältnisse auf den Kopf und die Landwirtschaft des mittelamerikanischen Landes wie der gesamten Region vor große Herausforderungen. Die letzten zwölf Monate haben deutlich weniger als den üblicherweise zu erwartenden Niederschlag gebracht. Mit den Folgen müssen auch die Mitarbeiter von Ritter Sport zurechtkommen, die für das schwäbische Familienunternehmen in Nicaragua eine eigene Kakaoplantage aufbauen.

Vor einem Tankwagen aus werden gezielt einzelne Kakaopflanzen bewässert. Foto: Ritter Sport„Trockenheit ist natürlich relativ. Aber für nicaraguanische Verhältnisse hat es in den letzten 18 Monaten extrem wenig Niederschlag gegeben. Das ist vor allem für Jungpflanzen problematisch", erklärt Manfred Günkel, Geschäftsführer Ritter Sport Nicaragua. „Sobald die Anpflanzungen etwas älter und die Schattenbäume wie Bananen oder Forstbäume größer werden, sind die Kakaopflanzen der Sonne nicht mehr ganz so schutzlos ausgeliefert und die Böden können Feuchtigkeit besser speichern. Die Trockenheit als Folge von El Niño macht aber uns genauso zu schaffen wie allen anderen in der Landwirtschaft tätigen auch".

Vor einem Tankwagen aus werden gezielt einzelne Kakaopflanzen bewässert. Foto: Ritter SportRitter Sport hat daher auf El Cacao – so der Name der Plantage – Wasserbecken installiert, die Regen auffangen bzw. von natürlichen Wasserläufen gespeist werden. Anstatt eines automatischen Bewässerungssystems setzt Ritter Sport dabei auf eine gezielte Bewässerung je nach Notwendigkeit.

Im übrigen verläuft der Aufbau der Plantage, die im nächsten Jahr bereits die erste kleine Menge des nachhaltig angebauten Kakaos für Ritter Sport Schokolade liefern soll nach Plan. Bereits über ein Drittel der rund 1.500 Hektar umfassenden Anbaufläche sind bepflanzt. Weitere 700 Hektar sind soweit vorbereitet, dass sie, sobald Ende Mai die Pflanzzeit beginnt, mit Kakao bepflanzt werden können. Bereits für 2023 rechnet Ritter Sport mit dem Vollertrag der Plantage, der rund 30 Prozent des eigenen Bedarfs an Kakaomasse decken soll.


Quelle: Alfred Ritter GmbH & Co. KG



     
        
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