Alltag einfach ökologisch bewerten
Mit Hilfe der Methode VERUM ist das UBA der ökologischen Wahrheit auf der Spur
Was sind die Vor- und Nachteile für Umwelt und Gesundheit bei so genannten Energiesparlampen im Vergleich zu Glühlampen? Sind auf öffentlichen Toiletten Recyclingpapierhandtücher oder moderne Hochgeschwindigkeits-Händetrockner umweltfreundlicher? Mit solchen Fragen beschäftigen sich im UBA Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten Fachgebieten. Um das Vorgehen bei der Bewertung von Umweltbelastungen zu vereinheitlichen und transparenter zu machen, wurde 2014 unter Koordination der Technischen Universität Berlin ein Leitfaden erstellt und dieser an drei Fallstudien (Glühlampe vs. Kompaktleuchtstofflampe, Handtrocknungssysteme, Gütertransporte) getestet. Der Leitfaden wird aktuell in der praktischen Arbeit eingesetzt und regelmäßig fortgeschrieben.
Doch welches System ist nun ökologisch im Vorteil? Das UBA kommt zu folgender Rangfolge: - Kaltluft-Jetstream
- Recyclingpapier
- Frischfaserpapier
- Baumwolle und Warmluft-Jetstream
Die gesamte Studie VERUM finden sie hier. In den weiteren Entwicklungsschritten wird die Problematik der Datenverfügbarkeit und Vergleichbarkeit zu meistern sein. Auch ist die Verlässlichkeit der Daten nicht immer gewährleistet. Doch in der Zusammenarbeit von Unternehmen, Organisationen und Ministerien liegt genau dieses Potenzial: auch komplexe Nachhaltigkeitsdaten und Zusammenhänge zu erheben, vergleichbar aufzubereiten und einander verfügbar zu machen.
Dr. Christiane Markard war bis Mai 2015 über vier Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen im Umweltbundesamt tätig. Ihr fachlicher Schwerpunkt ist die toxikologische und ökotoxikologische Ableitung von Bewertungsmaßstäben zum Schutz von Mensch und Umwelt. Zuletzt leitete sie den Fachbereich „gesundheitlicher Umweltschutz, Schutz der Ökosysteme", der sich schwerpunktmäßig mit der Bewertung von Umweltbelastungen befasst.
Umweltbundesamt – UBA ist die zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Es gehört zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz, dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und dem Bundesamt für Strahlenschutz zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Die Aufgaben sind vor allem die wissenschaftliche Unterstützung der Bundesregierung, der Vollzug von Umweltgesetzen sowie die Information der Öffentlichkeit zum Umweltschutz.
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