Wirtschaft | CSR & Strategie, 21.07.2015
Ausgezeichnetes Engagement
Seit mehr als 20 Jahren kooperiert die Trumpf GmbH + Co. KG, Partner der VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence mit dem Behindertenzentrum Stuttgart (bhz).
Im Interview sprach Geschäftsführer Dr. Mathias Kammüller über das Projekt, das 2015 mit dem deutschen CSR-Preis ausgezeichnet wurde. „Das Ziel von CSR sollte sein, gemeinsam an gesellschaftlich relevanten Themen zu arbeiten und einen Nutzen für beide Seiten zu generieren", so Kammüller.
Für das Engagement im Rahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) wurde Trumpf wiederholt ausgezeichnet – Glückwunsch. Worum geht es beim Projekt mit dem Behindertenzentrum?
Kammüller:
Die Kooperation zwischen dem Behindertenzentrum bhz und Trumpf ermöglicht, dass Menschen mit Behinderung ihren Platz in der Gesellschaft beziehungsweise einen Arbeitsplatz bei uns finden können. Unsere Mitarbeiter bekommen im Gegenzug neue Denkanstöße. Außerdem bringen beide Partner ihre Kompetenzen ein und beraten sich gegenseitig. Das bhz wendet sich bei Fragen zur Prozessoptimierung und Ressourcengewinnung an Trumpf. Das Expertenwissen des bhz im Umgang mit psychisch kranken Mitarbeitern oder Menschen mit Behinderung wird bei Bedarf von uns eingefordert. Im Projekt „Sichtwechsel" arbeiten Trumpf-Mitarbeiter eine Woche in einer Werkstätte des bhz mit. Mitarbeiter des bhz können ihrerseits an den Weiterbildungsangeboten von Trumpf teilnehmen.
Die Kooperation zwischen dem Behindertenzentrum bhz und Trumpf ermöglicht, dass Menschen mit Behinderung ihren Platz in der Gesellschaft beziehungsweise einen Arbeitsplatz bei uns finden können. Unsere Mitarbeiter bekommen im Gegenzug neue Denkanstöße. Außerdem bringen beide Partner ihre Kompetenzen ein und beraten sich gegenseitig. Das bhz wendet sich bei Fragen zur Prozessoptimierung und Ressourcengewinnung an Trumpf. Das Expertenwissen des bhz im Umgang mit psychisch kranken Mitarbeitern oder Menschen mit Behinderung wird bei Bedarf von uns eingefordert. Im Projekt „Sichtwechsel" arbeiten Trumpf-Mitarbeiter eine Woche in einer Werkstätte des bhz mit. Mitarbeiter des bhz können ihrerseits an den Weiterbildungsangeboten von Trumpf teilnehmen.Wie sieht für Sie ein ideales CSR-Engagement aus?
Kammüller: Ein solches Engagement orientiert sich an der Philosophie eines Unternehmens und an seiner Unternehmenskultur. Es ist nicht sinnvoll, Aktivitäten zu beginnen, die sich nicht in die Kultur des Unternehmens fügen. Das wäre nicht authentisch. Eine gute, glaubwürdige Aktivität ist deshalb langfristig ausgerichtet, ehrlich und mit dem Partner auf Augenhöhe. Das Ziel sollte sein, gemeinsam an gesellschaftlich relevanten Themen zu arbeiten und einen Nutzen für beide Seiten zu generieren.
In der Öffentlichkeit stößt die Industrie oft auf Vorbehalte. Was muss da geschehen?
Kammüller: Dieses Urteil teile ich pauschal nicht. Es ist klar, dass unser Wohlstand und die Stabilität der Gesellschaft entscheidend von der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und der durch sie geschaffenen Arbeitsplätze abhängen. Historisch gesehen hatte die Industrie in der Vergangenheit weitaus stärker als heute mit Imageproblemen zu tun. Gerade nach der Finanzkrise stehen die sogenannte Realwirtschaft sowie
kleinere und mittlere Unternehmen im Ruf, viel für den Standort und seine Menschen zu tun. Das heißt aber nicht, dass wir in Deutschland insgesamt nicht besser werden können, wenn es um flexible Arbeitszeitmodelle oder den Dialog mit der Öffentlichkeit geht.
Der VDMA plant die Aktionswoche „Wir unternehmen was" für den Herbst 2016. Maschinenbauer zeigen der Öffentlichkeit gebündelt ihre CSR-Projekte. Werden Sie sich beteiligen?
Kammüller: Das werden wir innerhalb der Geschäftsleitung diskutieren. Prinzipiell bietet die Aktion eine gute Gelegenheit, der Öffentlichkeit die eigenen CSR-Projekte zu zeigen.
Herr Kammüller, vielen Dank für dieses Gespräch.
Zum Hintergrund: TRUMPF ist Partner der VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence. Die nächste Aktionswoche „wir unternehmen was" findet vom 19. bis 23. September 2016 statt.
Kontakt
VDMA, Judith Herzog-Kuballa | judith.herzog@vdma.org
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