Innovationsforum Energie. Dekarbonisierung | Dezentralisierung | Digitalisierung | Wertschöpfung. Zürich, 2.-3. Juni 2022

Ökologische Postkarten?

Na klar!

Wer zu seinem Zeitungshändler oder Buchladen um die Ecke geht, um eine Postkarte zu kaufen, wird meist vergeblich ökologisch produzierte Postkarten suchen. Daran etwas ändern möchte der Fotograf Alexander Liedtke mit seinem jungen Start-up playing-lights.com.
 
'Kind mit Gras in der Provence' © Alexander LiedtkeSeine Karten werden auf Recycling-Papier gedruckt, die Farben und Bindemittel sind weitestgehend mineralölfrei, dafür setzt seine Druckerei „Die Umweltdruckerei" bei Hannover auf Pflanzenöle. Dass die Druckerei mit Ökostrom betrieben wird und CO2-Emissionen kompensiert werden, versteht sich von selbst.
 
'Sommernachmittag am Meer' © Alexander LiedtkeDie Postkarten vertreibt Alexander Liedtke direkt über einen eigenen Online-Shop. Er versucht aber auch, seine Karten im Buchhandel zu platzieren. Die Postkarten entstehen komplett in Eigenregie. Die Motive reichen dabei von Naturaufnahmen über Architektur, urbane Landschaften, Glückwunschkarten bis hin zu abstrakten Kunstmotiven. Auf einem Teil der Karten befinden sich zudem selbstgeschriebene Haikus – japanische Kurzgedichte.
 
'Berlin Bode Museum in gelb & orange' © Alexander LiedtkeÜberhaupt ist für Alexander Liedtke die Kombination aus Kunst, Ökologie und Gebrauchsgegenstand perfekt. Schon als Jugendlicher sammelte er leidenschaftlich kostlose Postkarten. Am liebsten würde er eines Tages pflanzbare Postkarten mit in sein Portfolio aufnehmen. Bei diesen Postkarten sind Blumen- oder Kräutersamen in das Papier eingebracht und man kann die Postkarte wirklich einpflanzen und sich an den heranwachsenden Pflanzen erfreuen. Da die Herstellung jedoch meistens manuell erfolgt, sind diese relativ teuer.
 
Sein Unternehmen wächst „organisch". Die Einnahmen steckt er in Werbung und neue Postkarten. Einen Kredit hat er nicht aufgenommen. Für die Zukunft hat er sich trotzdem Großes vorgenommen: Er möchte versuchen, seine Karten in großen Ketten wie dm-drogerie markt oder Bio Company zu platzieren. Zudem bietet er für Firmen an, seine Karten für inner- und außerbetriebliche Kommunikation zu personalisieren. An Kämpfernatur und Optimismus mangelt es ihm jedenfalls nicht.
 
„Und wer weiß, vielleicht schwenken die großen Postkartenverlage ja auch irgendwann um und stellen ihr Portfolio auf ökologisch produzierte Postkarten um." Zu hoffen wäre es.
 
Kontakt:
playing-lights.com, Alexander Liedtke | www.playing-lights.com/kontakt/  |  www.playing-lights.com

Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 18.05.2015
     
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