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Grüne Werbung braucht Brief und Siegel

GfK-Studie: Absage an Greenwashing

Nürnberg/Stuttgart - Unternehmen, die mit Ökologie und Nachhaltigkeit werben, sollten ihr Engagement "schwarz auf weiß" beweisen können. Das ist die Meinung von 80,1 Prozent der Deutschen, ermittelt von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von PEFC Deutschland e.V. Vier von fünf Bundesbürgern halten firmenunabhängige Zertifikate für diesen Nachweis geeignet, beispielsweise das PEFC-Siegel für nachhaltig produzierte Holz- und Papierprodukte.

Mit ihrem Votum für Transparenz erteilen die Befragten ab 18 Jahre dem so genannten Greenwashing eine klare Absage. Es steht für die bedenkliche Praxis vieler Anbieter, insbesondere in der Werbung und im Kundendialog umweltgerechtes Handeln oder ökologische Produkteigenschaften vorzuspiegeln, ohne sich externen Überprüfungen zu stellen. "Fragt der kritische Verbraucher nach, dann wird er vielerorts mit firmeneigenen Phantasie-Zeichen und selbstverliehenen Urkunden beschwichtigt", weiß Dirk Teegelbekkers. Als Geschäftsführer der Waldzertifizierungsorganisation PEFC Deutschland e.V. beobachtet er speziell den Holz-, Verpackungs- und Papiermarkt seit vielen Jahren. In weiten Teilen der Wirtschaft vermisst er nach wie vor ein Bekenntnis zu klaren Kriterien und unabhängigen Kontrollen. Teegelbekkers: "Nachhaltigkeit erfordert mehr, als nur das zu tun, was nicht ausdrücklich verboten ist. Gerade im Holz-Bereich braucht der Markt firmenunabhängige Zertifikate, die garantieren, dass der Rohstoff und die Produkte aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern stammen." Angesichts von noch immer 13 Millionen Hektar Wald, die Jahr für Jahr dem Raubbau zum Opfer fallen, sei die bloße Eigenüberwachung von Firmen fragwürdig.

Das PEFC-Zertifikat garantiert eine nachhaltige Herkunft des eingesetzten Holzrohstoffs und schließt umstrittene Quellen aus. Dabei lässt PEFC neben dem Wald auch die gesamte Prozesskette bei der Herstellung eines Produkts zertifizieren und durch unabhängige Gutachter, wie zum Beispiel dem TÜV, kontrollieren. Jede zertifizierte Firma erhält eine eigene Kennziffer und wird Teil einer transparenten Produktion, vom Forstunternehmer bis zur Druckerei. Dieser lückenlose Nachweis, verbildlicht durch das PEFC-Label, schützt Unternehmen vor dem Vorwurf, Holzrohstoffe aus Raubbau oder illegalem Einschlag einzusetzen: "schwarz auf weiß", so wie es die Bundesbürger in der Befragung des größten deutschen Meinungsforschungsinstituts in diesen Tagen fordern.

Mit PEFC verfügen Unternehmen über ein weltweit anerkanntes Nachweissystem. Das verschafft inzwischen international rund 10.000 PEFC zertifizierten Unternehmen einen Akzeptanzvorteil, die zusammengenommen Holz- und Papierprodukte für alle Anwendungen anbieten: Bauholz für Neubau, Um- und Anbauten sowie Modernisierungen, Fenster und Türen, Innenausstattung und Bodenbeläge, Büromöbel und -materialien (Kopierpapier, Stifte, Post-its etc.), sämtliche Verlags- und Druckerzeugnisse sowie Paletten, Transport- und Produktverpackungen, gleich ob aus Holz oder Karton. 

PEFC im Blickpunkt
Die weltgrößte unabhängige Waldzertifizierungsorganisation PEFC setzt gemeinsam mit den Stakeholdergruppen des jeweiligen Landes Standards für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und gewährleistet damit den Erhalt von Waldökosystemen für nachfolgende Generationen. Inzwischen finden sich auf jedem Kontinent PEFC-zertifizierte Waldflächen, insgesamt mehr als 245 Millionen Hektar. In Deutschland werden rund zwei Drittel des Waldes nach PEFC bewirtschaftet. Zudem zertifiziert die Organisation die Unternehmen der Produktionskette. Mit einem vollkommen unabhängigen Kontrollmechanismus nimmt PEFC eine Alleinstellung unter den Zertifizierungssystemen ein. PEFC ist damit ein lückenloser und anerkannter Herkunftsnachweis und zugleich zentraler Baustein für nachhaltiges Handeln in Industrie, Gewerbe und öffentlichem Sektor.

Mehr unter www.pefc.de
  

Quelle: PEFC-Deutschland-e.V.

Wirtschaft | Marketing & Kommunikation, 12.03.2013
     
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