Eine Stadt als Blaupause für Deutschland

Jeder Bürger soll Detmold ein klein wenig besser machen

Detmold - Eine Stadt nimmt ihre Zukunft in die Hand, und jeder kann mitmachen. Das ist die Idee hinter "B-WUSST", ein Partizipationsprojekt für Lebensqualität und Nachhaltigkeit in Detmold (NRW). Ein solches Projekt-Netzwerk, das aus vielen Einzelinitiativen besteht, ist deutschlandweit einmalig. "Eine Blaupause für andere Städte", findet Stefan Wolf von der federführenden Peter Gläsel Stiftung.

Singen für Lebensqualität und nachhaltige Zukunft. Der 1. Detmolder Beschwerdechor ist eines von vielen Projekten von B-WUSST. Die Initiative der Peter Gläsel Stiftung setzt auf das Engagement der Detmolder für ihre Stadt.
B-WUSST, zu dessen Initiatoren auch der Ex-Telekom-Vorstand Bernd Kolb zählt, findet in der digitalen Welt ebenso statt wie in der realen. Jeder Detmolder, jede Detmolderin kann sich mit eigenen Ideen und Projektvorschlägen beteiligen, diese ins Internet einstellen und Netzwerke aufbauen. Denkverbote gibt es nicht, dafür aber ein prominent besetztes Programm, das vom 22. bis 28. September in der lippischen Kreisstadt die gut 70.000 Einwohner zum Mitmachen motivieren will.

Bislang verzeichnet die B-WUSST-Website 40 Projekte für Detmold. Jedes einzelne kann die Stadt ein Stück nachhaltiger, zukunftsorientierter, schöner machen. Die Palette reicht von der Idee, sich konsequent zu duzen und dem ökologisch motivierten Verzicht auf Plastiktüten, über Gewaltprävention durch Kampfsport und einem 'Studentenverleih' für Musikunterricht, bis zu einer Initiative für regionale Produkte und B-WUSST gesundes Bio-Essen beim größten Arbeitgeber der Stadt. Mit dabei sind nicht nur Privatpersonen, sondern auch Wirtschaftsunternehmen, Kitas, die Bürgerstiftung und die Stadt Detmold selbst.

Auch die Umsetzung der ersten Ideen hat begonnen. So absolvierte der Detmolder Beschwerdechor seine ersten Proben, um musikalisch B-WUSST zusammenzufassen, was in Detmold anders werden müsste. Mit einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen wird die Peter Gläsel Stiftung in der B-WUSST-Woche ab 22. September an die Öffentlichkeit treten. Mit dabei auch Bernd Kolb, der nach seinem Ausscheiden bei der Telekom den Club of Marrakesh gründete, sowie der Extremsportler und Aids-Aktivist Joachim Franz.

Nach der Woche ist aber noch lange nicht Schluss mit B-WUSST in Detmold. Stefan Wolf: "Wir zielen auf Nachhaltigkeit und Zukunftsgestaltung. Das ist ein fortdauernder Prozess. Im November ziehen wir erstmals Zwischenbilanz. Und bis dahin wollen wir erreichen, dass jeder Detmolder sich die Frage gestellt hat: Was kann ich tun, um meine schöne Stadt noch ein klein wenig besser zu machen. Wenn uns das gelingt, werden viele Menschen in Deutschland die Zukunft ihrer Städte ebenfalls in die Hand nehmen - ganz B-WUSST."

www.b-wusst-detmold.de

Eine Idee der B-Wusst-Woche findet man in der Saftbar "Presswerk".
Die Bio-Säfte werden nicht wie sonst üblich in Einweg-Verpackungen verkauft, sondern mit einem Glas-Pfand-System.
Youtube-Link: http://youtu.be/4OemHHg7Djk

Ein weiteres Projekt der B-Wusst-Woche in Detmold: ein CO2-Sparwettbewerb der Unternehmensgruppe Weidmüller. Die Mitarbeiter sollen möglichst oft mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Und können in dieser Woche auch Probefahrten mit dem E-Bike machen.
Youtube-Link: http://youtu.be/sVJBC3fru6M

B-WUSST-Auftakt in Detmold.
Youtube-Link: http://youtu.be/cA5P53VZ_XQ




Quelle: Peter Gläsel Stiftung , Kathrin Baaske
Gesellschaft | Green Cities, 01.10.2013
     
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