Lifestyle | LOHAS & Ethischer Konsum, 08.10.2012
Gute Nachrichten von Love Green
Wir zeigen Ihnen findige Unternehmer, die die Welt ein bisschen grüner machen
In Oberbayern findet die erste Energieerzeugung aus Hopfen statt, der Bundesumweltminister will die Bürger in die Energiewende einbeziehen und in Franken leben jetzt Bio-Garnelen, die man mit gutem Gewissen genießen kann.
Aus Hopfen Energie erzeugen
Hopfen ist nicht nur wichtig für das Bierbrauen, sondern kann auch als Energieträger dienen. So ist im oberbayerischen Wolnzach die weltweit erste Biogasanlage in Betrieb gegangen, die mit Hopfen betrieben wird. Nun werden natürlich nicht die Dolde der Hopfenpflanze verwendet, sondern die nach der Ernte übrig gebliebenen Reben. Nachdem diese gehäckselt wurden, wird daraus in der Anlage Biogas in Erdgasqualität erzeugt, das ins öffentliche Netz eingespeist wird. Lieferanten der Hopfenreste sind 170 Landwirte aus der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet Europas. Die Anlage von Schmack Biogas hat eine Leistung von 11,5 Megawatt und kann daher den jährlichen Strombedarf von 9.000 Haushalten und zusätzlich den Wärmebedarf von 2.000 Haushalten abdecken. Insgesamt erzeugt die Marktgemeinde Wolnzach mit dieser Biogasanlage mehr Energie, als ihre Bürger verbrauchen können, so dass auch andere Verbraucher von der sauberen Energie profitieren können.
Mit dem Netzausbau Geld verdienen
Erneuerbare Energien werden auch zu Erneuerung der Stromleitungen führen. Das kostet zusätzliches Geld. Bundesumweltminister Altmeier hat nun angeregt, dass die Bürger zu Investoren werden und so Geld verdienen könnten - zu einem festgeschriebenen Zinssatz. Eine Bürger-Beteiligung könnte der Minister-Idee zufolge ab 500 Euro möglich sein. Gerade Bewohner aus Gemeinden, die vom Netzausbau betroffen sind, könnten so vom Ausbau profitieren. Insgesamt rechnet Bundesumweltminister Altmaier von Investitionskosten für den Netzausbau von bis zu 30 Milliarden Euro, 15 Prozent davon könnten für die so genannte Bürgerdividende reserviert werden.
Meeresfrüchte in Bio-Qualität
Gerade Garnelen sind in Verruf geraten, dass sie nicht wirklich nachhaltig sind. Insbesondere die Überfischung oder der Antibiotikaeinsatz in Aquakulturen werden oftmals bemängelt. Wie es auch anders gehen kann, zeigt ein Unternehmen aus Franken. Als eines der ersten Unternehmen der EU kann Ristic Garnelen-Produkte mit EU-Prüfsiegel anbieten. Dafür werden die Garnelen in artgerechten, naturnahen Aquakulturen in Süd- und Mittelamerika gehalten oder die Garnelen stammen aus bestandserhaltendem Wildfang. Für die Aufzucht in Aquakulturen wird ausschließlich Bio-Futter verwendet und Antibiotika werden ebenso wenig eingesetzt wie Chemikalien. Das alles führt dazu, dass Ristic als einziger Betrieb in Deutschland Bio-Garnelen mit einem entsprechenden Zertifikat anbieten kann - dafür sorgen sowohl das Institut für Marktökologie (IMO) als auch Naturland.
Energielieferant Hopfen: Alles außer den wertvollen Dolden wird zu Biogas. Foto: © Marianne J. / pixelio |
Hopfen ist nicht nur wichtig für das Bierbrauen, sondern kann auch als Energieträger dienen. So ist im oberbayerischen Wolnzach die weltweit erste Biogasanlage in Betrieb gegangen, die mit Hopfen betrieben wird. Nun werden natürlich nicht die Dolde der Hopfenpflanze verwendet, sondern die nach der Ernte übrig gebliebenen Reben. Nachdem diese gehäckselt wurden, wird daraus in der Anlage Biogas in Erdgasqualität erzeugt, das ins öffentliche Netz eingespeist wird. Lieferanten der Hopfenreste sind 170 Landwirte aus der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet Europas. Die Anlage von Schmack Biogas hat eine Leistung von 11,5 Megawatt und kann daher den jährlichen Strombedarf von 9.000 Haushalten und zusätzlich den Wärmebedarf von 2.000 Haushalten abdecken. Insgesamt erzeugt die Marktgemeinde Wolnzach mit dieser Biogasanlage mehr Energie, als ihre Bürger verbrauchen können, so dass auch andere Verbraucher von der sauberen Energie profitieren können.
Mit dem Netzausbau Geld verdienen
![]() |
Lohnende Geldanlage: Bürger sollen helfen, die Energiewende zu finanzieren und gleichzeitig von den Gewinnen profitieren- Foto: © kiki99 / Flickr |
![]() |
Genuss ohne bitteren Nachgeschmack: Die Bio-Garnelen aus Franken wachsen artgerecht und ohne übermäßigen Einsatz von Medikamenten auf. - Foto: © MorBCN / Flickr |
Gerade Garnelen sind in Verruf geraten, dass sie nicht wirklich nachhaltig sind. Insbesondere die Überfischung oder der Antibiotikaeinsatz in Aquakulturen werden oftmals bemängelt. Wie es auch anders gehen kann, zeigt ein Unternehmen aus Franken. Als eines der ersten Unternehmen der EU kann Ristic Garnelen-Produkte mit EU-Prüfsiegel anbieten. Dafür werden die Garnelen in artgerechten, naturnahen Aquakulturen in Süd- und Mittelamerika gehalten oder die Garnelen stammen aus bestandserhaltendem Wildfang. Für die Aufzucht in Aquakulturen wird ausschließlich Bio-Futter verwendet und Antibiotika werden ebenso wenig eingesetzt wie Chemikalien. Das alles führt dazu, dass Ristic als einziger Betrieb in Deutschland Bio-Garnelen mit einem entsprechenden Zertifikat anbieten kann - dafür sorgen sowohl das Institut für Marktökologie (IMO) als auch Naturland.
Zukunft braucht Frieden
forum 02/2026
- Grüner Wasserstoff
- Moorschutz als Invest
- ESG loves KI
Kaufen...
Abonnieren...
05
MÄR
2026
MÄR
2026
10
MÄR
2026
MÄR
2026
Rechtliche Aspekte der Kreislaufwirtschaft
Kreislaufwirtschaft zwischen Green Deal und Praxis
kostenfreies Webinar
Kreislaufwirtschaft zwischen Green Deal und Praxis
kostenfreies Webinar
11
MÄR
2026
MÄR
2026
Circular Valley Convention 2026
Gestalten Sie mit uns die Zukunft der Kreislaufwirtschaft - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
40474 Düsseldorf
Gestalten Sie mit uns die Zukunft der Kreislaufwirtschaft - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
40474 Düsseldorf
Anzeige
Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht
Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol
Naturschutz
Der Mensch als Herr und Meister über die Natur?Christoph Quarch weist auf das Schöpferische und Kreative im wilden Leben hin
Jetzt auf forum:
Wir sind von Kopf bis Fuß auf Kreislauf(-wirtschaft) eingestellt
Cross-Border Cooperation as a Driving Force for the Circular Economy
Neue Lotsen im Fahrwasser von Regeln, Ratings und Renditen





















