Technik | Mobilität & Transport, 16.12.2011
Nachhaltig mobil
München unterstützt Betriebe
Viele Pendler sind es leid. Jeden Morgen stehen sie im Stau - und abends auf dem Rückweg wieder! Wer das richtige Verkehrsmittel wählt, kann da eine Menge Zeit, Nerven und auch Geld sparen.
Das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München unterstützt seit 2005 Münchner Unternehmen mit dem bundesweit einzigartigen Förderprogramm "betriebliches Mobilitätsmanagement". Gemeinsam mit den Experten der Beratungsfirma Arqum GmbH entwickeln die Unternehmen Maßnahmen, durch die sie überflüssige Fahrten und damit Kosten einsparen können. Workshops und individuelle Beratung vor Ort sowie ein ausführlicher Leitfaden unterstützen die Firmen dabei, Mobilitätslösungen für ihre individuellen Anforderungen zu finden. Jede Firma kann dabei eigene Schwerpunkte setzen, z.B. die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), des Radfahrens, von Fahrgemeinschaften oder die Optimierung von Dienstreisen. Die Mobilitätskonzepte entlasten die Unternehmen, deren Mitarbeiter und verbessern die lokale Verkehrssituation nachhaltig.
Vielseitige Möglichkeiten
Die Betriebe aus früheren Runden zeigen, was man tun kann: Die Wackler Service Group optimiert ihr Fuhrparkmanagement und die Routenplanung. Der Bayerische Rundfunk (BR) rüstete seine 194 Pkw nach, schaffte ein Erdgasfahrzeug an und reduzierte so die Feinstaubbelastung. Außerdem fördert der BR die Nutzung des ÖPNV, indem er seinen Mitarbeitern das Job-Ticket sowie die übertragbare IsarCard für Dienstgänge anbietet. Auch die Munich Re führte Job-Tickets ein und ermöglicht ihren Pendlern nun eine kostengünstigere Anreise. Fahrer der Ludwig Stocker Hofpfisterei konnten dank Fahrerschulung ihren Spritverbrauch um bis zu 20 Prozent senken. Die Stadtwerke München GmbH erleichtert ihren Beschäftigten die Anreise und Dienstgänge mit dem Fahrrad durch deutlich verbesserte Abstellmöglichkeiten, zusätzliche Umkleiden und die Anschaffung von Dienstfahrrädern. IKEA in Brunnthal stellt Mitarbeitern Fahrräder für den täglichen Arbeitsweg zur Verfügung. Die Stadt und der Landkreis München sowie die Münchner Verkehrsgesellschaft haben zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum München die ÖPNV-Anbindung dieser bedeutenden Forschungseinrichtung erheblich verbessert. Schon in kurzer Zeit haben sich zehn Prozent der Pkw-Pendler für die umweltfreundliche Anreise mit U-Bahn und Bus entschieden. Teile der bisherigen Parkflächen werden somit frei und können vom Helmholtz-Zentrum anderweitig genutzt werden.
Spürbare Effekte
Beim betrieblichen Mobilitätsmanagement ist die Stadt München Pionierin in Deutschland. Bisher haben 32 Betriebe mit insgesamt über 70.000 Beschäftigten erfolgreich am Förderprogramm teilgenommen. Bis heute wurden durch die Maßnahmen der teilnehmenden Betriebe fast 7.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart, die unter anderem auf die Reduzierung des Treibstoffverbrauchs um bislang insgesamt 1,7 Millionen Liter zurückgehen. Die Pkw-Nutzer, die auf das Rad und die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen sind, haben insgesamt knapp 13 Millionen Pkw-Kilometer eingespart. Neben der Umwelt profitieren auch die Firmen und ihre Belegschaften durch Kosteneinsparungen von bislang 4,6 Millionen Euro.
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Geschwind zur Arbeit: Die Stadt München steht Betrieben "mit Rad und Tat" zur Seite. |
Vielseitige Möglichkeiten
Die Betriebe aus früheren Runden zeigen, was man tun kann: Die Wackler Service Group optimiert ihr Fuhrparkmanagement und die Routenplanung. Der Bayerische Rundfunk (BR) rüstete seine 194 Pkw nach, schaffte ein Erdgasfahrzeug an und reduzierte so die Feinstaubbelastung. Außerdem fördert der BR die Nutzung des ÖPNV, indem er seinen Mitarbeitern das Job-Ticket sowie die übertragbare IsarCard für Dienstgänge anbietet. Auch die Munich Re führte Job-Tickets ein und ermöglicht ihren Pendlern nun eine kostengünstigere Anreise. Fahrer der Ludwig Stocker Hofpfisterei konnten dank Fahrerschulung ihren Spritverbrauch um bis zu 20 Prozent senken. Die Stadtwerke München GmbH erleichtert ihren Beschäftigten die Anreise und Dienstgänge mit dem Fahrrad durch deutlich verbesserte Abstellmöglichkeiten, zusätzliche Umkleiden und die Anschaffung von Dienstfahrrädern. IKEA in Brunnthal stellt Mitarbeitern Fahrräder für den täglichen Arbeitsweg zur Verfügung. Die Stadt und der Landkreis München sowie die Münchner Verkehrsgesellschaft haben zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum München die ÖPNV-Anbindung dieser bedeutenden Forschungseinrichtung erheblich verbessert. Schon in kurzer Zeit haben sich zehn Prozent der Pkw-Pendler für die umweltfreundliche Anreise mit U-Bahn und Bus entschieden. Teile der bisherigen Parkflächen werden somit frei und können vom Helmholtz-Zentrum anderweitig genutzt werden.
Spürbare Effekte
Beim betrieblichen Mobilitätsmanagement ist die Stadt München Pionierin in Deutschland. Bisher haben 32 Betriebe mit insgesamt über 70.000 Beschäftigten erfolgreich am Förderprogramm teilgenommen. Bis heute wurden durch die Maßnahmen der teilnehmenden Betriebe fast 7.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart, die unter anderem auf die Reduzierung des Treibstoffverbrauchs um bislang insgesamt 1,7 Millionen Liter zurückgehen. Die Pkw-Nutzer, die auf das Rad und die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen sind, haben insgesamt knapp 13 Millionen Pkw-Kilometer eingespart. Neben der Umwelt profitieren auch die Firmen und ihre Belegschaften durch Kosteneinsparungen von bislang 4,6 Millionen Euro.
| Landeshauptstadt München Referat für Arbeit und Wirtschaft Wirtschaftsförderung Roland Hösl Herzog-Wilhelm-Straße 15 80331 München Tel. +49 (0)89 / 2 33 - 2 55 06 E-Mail: roland.hoesl@muenchen.de |
Ende Oktober 2011 wird die achte Runde des Förderprogramms starten. Interessierte Firmen aus der Landeshauptstadt und aus dem Landkreis München können sich auch für die kommende Runde noch anmelden.
Von Roland Hösl
Dieser Artikel ist in forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2011 - Stadt der Zukunft erschienen.
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