Garten-PV - Stromkosten um fast 80 Prozent gesenkt!

Oxfam-Bilanz der Tagung des UN-Welternährungsausschusses:

Einzelne Fortschritte - aber kein Weg zur Beseitigung der Ursachen des Hungers

Oxfam zieht eine gemischte Bilanz des einwöchigen Treffens des UN-Welternährungsausschusses, der am Samstag in Rom zu Ende ging. Während es Fortschritte bei den freiwilligen Leitlinien zur Landnutzung und der Stärkung der Rolle der Frauen gegeben habe, blockierten insbesondere die Nahrungsmittelexportländer der G-20 klare Entscheidungen zur Bekämpfung der strukturellen Ursachen des Hungers. "Das wiederholte Ausbremsen in Fragen des Handels und beim Biosprit verschärft den Hunger und das Leid", kritisiert Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale. "Angesichts weltweit fast einer Milliarde hungernder Menschen bleiben die Entscheidungen von Rom hinter den Erwartungen zurück."

Die Entscheidungen im Einzelnen:
  • Landgrabbing: Eine Einigung über die Leitlinien zur Landnutzung, die
    als starkes Instrument zur Beendigung des Landgrabbing beitragen können, scheint greifbar nahe. "Der UN-Welternährungsausschuss sollte in den nächsten Wochen dringend einen Termin zur Fertigstellung und Verabschiedung der Leitlinien festlegen. Die Menschen, die von Landgrabbing betroffen sind, können nicht warten", erklärt Wiggerthale. Unter Landgrabbing versteht Oxfam den Kauf oder die Pacht von Landflächen, bei dem Investoren die Rechte und Bedürfnisse armer Menschen, die das Land bearbeiten und davon leben, ignorieren.
  • Kleinbäuerliche Landwirtschaft: Alle Regierungen erkannten die
    zentrale Rolle von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in der Hungerbekämpfung an. Sie befürworteten deren Unterstützung und Beteiligung an Entscheidungsprozessen. "Den Worten müssen nun konkrete Taten folgen", fordert Wiggerthale.
  • Rolle der Frauen: Länder von Afghanistan bis Simbabwe erkannten an,
    dass Frauen gefördert und einen gleichberechtigten Zugang zu Land erhalten müssen. "Wir hoffen nun, dass aktive Fördermaßnahmen umgesetzt werden, damit Frauen sich und ihre Familien ernähren können.", erklärt Wiggerthale.
  • Spekulation: Alle Regierungen erkannten an, wie wichtig die
    Eindämmung der exzessiven Spekulation mit Nahrungsmitteln ist, um Preissprünge zu reduzieren. "Die G-20-Länder können Anfang November in Cannes unter Beweis stellen, wie ernst es ihnen damit ist, das maßlose Zocken der Spekulanten einzudämmen", sagt Wiggerthale.
  • Biosprit: Zum Thema Biosprit gab es nicht einmal eine ernsthafte
    Debatte über die Beimischungsquoten und Subventionen. Diese gelten jedoch als wichtige Ursachen der Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und für die Verdrängung von kleinbäuerlicher Nahrungsmittelproduktion. "Die Regierungen wissen, dass in diesem Bereich dringender Handlungsbedarf besteht; sie sperrten sich jedoch gegen relevante Entscheidungen", kritisiert Wiggerthale.




Lesen Sie mehr zu diesem Thema im Magazin "forum Nachhaltig Wirtschaften" 2/2011 mit dem Schwerpunkt Ressourcen und dem Special Ernährung & Landwirtschaft.

Das Magazin umfasst 148 Seiten und ist zum Preis von 7,50 ? zzgl. 3,00 ? Porto & Versand (innerhalb Deutschlands) direkt hier zu bestellen.
Oder unterstützen Sie uns durch ein forum-Abonnement

Quelle:



     
        
Cover des aktuellen Hefts

Frau Reiche – es reicht!

forum 03/2026

  • Resilienz
  • Klimafinanzierung
  • Wald
  • Startups
Weiterlesen...
Kaufen...
Abonnieren...
10
JUN
2026
Climate Transformation Summit (#CTS2026)
Making Scope 3 Action Our Business - Ticketrabatt für forum-Leser*innen!
12053 Berlin
16
JUN
2026
BootCamp Impact Business Design
Zertifizierter Impact Business Design Master
Hamburg
20
JUN
2026
Woche des Wasserstoffs 2026 (#WDW2026)
Wasserstoff verbindet
deutschlandweit
Alle Veranstaltungen...
forum goes international! Download the international edition for forum free of charge.
Anzeige

Der Mittelstand im ESG-Dschungel. Sie müssen nicht alles machen. Sie müssen nur wissen, was.

Sie erhalten einen klaren Fahrplan: was jetzt zu tun ist, was Sie auf dem Schirm behalten sollten und was Sie getrost ignorieren können.

Digitalisierung

Magnifica Humanitas - Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz
Christoph Quarch begrüßt die Enzyklika von Papst Leo XIV. als wertvollen Debatten-Beitrag
B.A.U.M. Insights
Hier könnte Ihre Werbung stehen! Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot

Jetzt auf forum:

Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe

Die Macht der Allianzen – und weitere CPR-Erfolgsfaktoren

Neuer Oxfam-Bericht: Die 100 umsatzstärksten europäischen Konzerne befeuern die Ungleichheitskrise

Energiewende als Sicherheits- und Modernisierungsprojekt

Schurken stoppen – Gemeinwohl stärken

Der Ozean als Lebensgrundlage und Zukunftschance

“Mehr ist nicht weniger“

Welttag der Ozeane 2026 (UN World Oceans Day) am 8. Juni

  • Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
  • ZamWirken e.V.
  • Engagement Global gGmbH
  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • NOW Partners Foundation
  • SUSTAYNR GmbH
  • Energieagentur Ebersberg-München gGmbH
  • DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • WWF Deutschland
  • 66 seconds for the future
  • Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH
  • Global Nature Fund (GNF)
  • circulee GmbH
  • World Future Council. Stimme zukünftiger Generationen
  • Futouris - Tourismus. Gemeinsam. Zukunftsfähig
  • BAUM e.V. - Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften
  • TÜV SÜD Akademie
  • Protect the Planet. Gesellschaft für ökologischen Aufbruch gGmbH