Gesellschaft | Bildung, 13.06.2011
So geht Zukunftsfähigkeit:
Institutionen gegen die Diktatur von kurzfristigen Gewinnen
Ein Jahr vor Rio+20 stellt eine neue Webseite Ombudspersonen für zukünftige Generationen vor
Jetzt ist es noch genau ein Jahr hin: Vom 4.-6. Juni 2012 findet in Rio die nächste Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung statt. Doch wie kann Nachhaltigkeit gelingen? Für einen ganz konkreten Vorschlag engagiert sich der World Future Council aus Hamburg: Ombudspersonen für zukünftige Generationen auf allen Regierungsebenen. Was sich genau hinter diesem Konzept verbirgt, wo und von wem es diskutiert wird und wie es auf die Rio-Agenda passt, wird jetzt auf www.futurejustice.org präsentiert. Ein Animationsfilm und Videobotschaften von Nachhaltigkeitsexperten erläutern die Idee.
"Unsere demokratischen Wahlzyklen und kurzfristigen Gewinnerwartungen führen zu einer systematischen Diskriminierung langfristiger Interessen. Das wird schon lange erkannt, aber bisher haben nur wenige Länder dieses strukturelle Problem aktiv in Angriff genommen. Die Konsequenz ist Symptombekämpfung statt Transformation" analysiert Dr. Maja Göpel, Direktorin Zukunftsgerechtigkeit beim World Future Council in Brüssel.
Zwei Themen stehen auf der Agenda des dritten globalen Nachhaltigkeitsgipfels in Rio im Vordergrund: Grüne Wirtschaft sowie bessere Institutionen für nachhaltige Entwicklung. Die Bilanz der letzten 20 Jahre sieht eher düster aus: Fast alle Ziele im Umweltschutz, aber auch viele in den Bereichen Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit, werden verfehlt. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Wissenschaftler zu Wort melden. Das Stockholm Memorandum der Nobelpreisträger für Nachhaltigkeit fordert aktuell nicht nur eine fundamentale Umstrukturierung unserer Wirtschaftsweise, sondern auch die Reform politischer Institutionen für eine konsequente Integration von Umwelt-und Entwicklungspolitik und die Vertretung der legitimen Interessen von zukünftigen Generationen. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen hat in seinem Hauptgutachten 2011 kürzlich ganz ähnliche Vorschläge unterbreitet. "Die renommiertesten Wissenschaftler der Welt unterstützen das, was eine wachsende Zahl von zivilgesellschaftlichen Gruppen längst fordert: Mut und Verbindlichkeit für die langfristige Sicherung unseres Wohlergehens, inklusive Institutionen gegen die Diktatur der kurzfristigen Gewinne", fügt Maja Göpel hinzu. "Besonders junge Menschen aus allen Teilen der Welt verstehen die Dringlichkeit dieses Wandels genau."
Jetzt ist es noch genau ein Jahr hin: Vom 4.-6. Juni 2012 findet in Rio die nächste Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung statt. Doch wie kann Nachhaltigkeit gelingen? Für einen ganz konkreten Vorschlag engagiert sich der World Future Council aus Hamburg: Ombudspersonen für zukünftige Generationen auf allen Regierungsebenen. Was sich genau hinter diesem Konzept verbirgt, wo und von wem es diskutiert wird und wie es auf die Rio-Agenda passt, wird jetzt auf www.futurejustice.org präsentiert. Ein Animationsfilm und Videobotschaften von Nachhaltigkeitsexperten erläutern die Idee. "Unsere demokratischen Wahlzyklen und kurzfristigen Gewinnerwartungen führen zu einer systematischen Diskriminierung langfristiger Interessen. Das wird schon lange erkannt, aber bisher haben nur wenige Länder dieses strukturelle Problem aktiv in Angriff genommen. Die Konsequenz ist Symptombekämpfung statt Transformation" analysiert Dr. Maja Göpel, Direktorin Zukunftsgerechtigkeit beim World Future Council in Brüssel.
Zwei Themen stehen auf der Agenda des dritten globalen Nachhaltigkeitsgipfels in Rio im Vordergrund: Grüne Wirtschaft sowie bessere Institutionen für nachhaltige Entwicklung. Die Bilanz der letzten 20 Jahre sieht eher düster aus: Fast alle Ziele im Umweltschutz, aber auch viele in den Bereichen Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit, werden verfehlt. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Wissenschaftler zu Wort melden. Das Stockholm Memorandum der Nobelpreisträger für Nachhaltigkeit fordert aktuell nicht nur eine fundamentale Umstrukturierung unserer Wirtschaftsweise, sondern auch die Reform politischer Institutionen für eine konsequente Integration von Umwelt-und Entwicklungspolitik und die Vertretung der legitimen Interessen von zukünftigen Generationen. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen hat in seinem Hauptgutachten 2011 kürzlich ganz ähnliche Vorschläge unterbreitet. "Die renommiertesten Wissenschaftler der Welt unterstützen das, was eine wachsende Zahl von zivilgesellschaftlichen Gruppen längst fordert: Mut und Verbindlichkeit für die langfristige Sicherung unseres Wohlergehens, inklusive Institutionen gegen die Diktatur der kurzfristigen Gewinne", fügt Maja Göpel hinzu. "Besonders junge Menschen aus allen Teilen der Welt verstehen die Dringlichkeit dieses Wandels genau."
forum Nachhaltig Wirtschaften heißt jetzt forum future economy
forum 01/2026
- Zukunft bauen
- Frieden kultivieren
- Moor rockt!
Kaufen...
Abonnieren...
11
FEB
2026
FEB
2026
BootCamp Impact Business Design
Professional Training zum Update Ihrer Transformationsskills
81371 München
Professional Training zum Update Ihrer Transformationsskills
81371 München
26
FEB
2026
FEB
2026
14
APR
2026
APR
2026
Zertifizierter ESG-Officer 2026
Moderne Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit jenseits des Pflichtprogramms
Online-Lehrgang in sechs Modulen
Moderne Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit jenseits des Pflichtprogramms
Online-Lehrgang in sechs Modulen
Anzeige
Professionelle Klimabilanz, einfach selbst gemacht
Einfache Klimabilanzierung und glaubhafte Nachhaltigkeitskommunikation gemäß GHG-Protocol
Naturschutz
Der Mensch als Herr und Meister über die Natur?Christoph Quarch weist auf das Schöpferische und Kreative im wilden Leben hin
Jetzt auf forum:
Das duale Bildungssystem ist pädagogisch völlig veraltet"
6. Runder Tisch der Infrarotheizungsbranche am 15. April 2026 in Würzburg
Olympische Winterspiele auf wackligem Boden
Internationale Fachtagung für Tragwerksplanung im Holzbau (HTK), 18./19. März 2026 in Memmingen
Italien zeigt Bio-Kompetenz auf der BIOFACH
Liquid Cooling im Rechenzentrum: Effiziente Kühlung für steigende IT-Lasten



















