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Umweltministerium kürzt Solarförderung erneut um mehr als 10%

Einspeisevergütungen sollen an Marktentwicklung angepasst werden

Mit einer neuerlichen Kürzungsrunde will Umweltminister Norbert Röttgen die Einspeisevergütungen für Solaranlagen an die Marktentwicklung anpassen und die Zusatzbelastung der Stromkunden begrenzen. Erstaunlich dabei: Die Vertreter der Solarwirtschaft stimmten den Plänen zu.

Foto: © Ingo Anstötz, www.pixelio.de
Der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch. Auch im Jahr 2010 wurden die Erwartungen deutlich übertroffen.
Insgesamt sind in Deutschland derzeit Solarstromanlagen mit einer Leistung von etwa 17.000 Megawatt installiert. Statt der Anfang 2010 prognostizierten maximal 5.000 Megawatt wurden im vergangenen Jahr mehr als 7.000 Megawatt in Betrieb genommen.

Dies lässt im Umweltministerium die Alarmglocken klingeln, denn je mehr Anlagen installiert werden, desto höher wird die Umlage, die alle Stromverbraucher dafür zahlen müssen. "Ein schneller und überhitzter Ausbau der Photovoltaik würde die Kosten erhöhen, die aus der Umlage der EEG-Vergütungen resultieren und zu erheblichen Akzeptanzproblemen führen", so Umweltminister Röttgen. Die für 2012 geplante Kürzung soll deshalb auf 1. Juli 2011 vorgezogen werden.

Dieser Neuregelung stimmte auch Günther Cramer, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft, zu.

Damit vertritt er aber keineswegs alle Unternehmen der Solarbranche. Udo Möhrstedt beispielsweise, Vorstandsvorsitzender der IBC SOLAR AG, kritisiert, dass durch die ständige Veränderung der Vergütungssätze keine Planungssicherheit für Verbraucher und Industrie gegeben sei. Im Jahr 2011 hätten die Veränderungen beispielsweise zu einer erheblichen Verzerrung der Nachfrage geführt. Außerdem gefährdeten Kürzungen der Vergütung ein schnelles Umsteuern zu erneuerbaren Energien, da sich Einspareffekte insbesondere durch eine Steigerung der Produktionsleistung erzielen ließen.
Insbesondere für die deutschen Anbieter ist eine hohe Nachfrage entscheidend, um ihren Marktanteil halten zu können.
Statt einer Reduzierung der Einspeisevergütung sollten vielmehr die Möglichkeiten des Eigenverbrauchs gestärkt werden und Speicherlösungen damit wettbewerbsfähig gemacht werden, um den Bau riesiger Überlandleitungen zu vermeiden.

Zweifelsfrei ist die Photovoltaik derzeit noch die teuerste der Erneuerbaren Energiequellen. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass gerade sie dazu beitrug Tausende von Arbeitsplätzen in Deutschland zu schaffen, insbesondere in strukturschwachen Gebieten. Das Umweltministerium sollte die Sicherung dieser Arbeitsplätze sowie die großen Potenziale, die der weitere Ausbau der Sonnenenergie in sich trägt, deshalb bei zukünftigen Kürzungsrunden bedenken.
 
 
Von Felix Schweikhardt
 

Quelle:
Technik | Energie, 25.01.2011

     
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