Technik | Cleantech, 08.12.2010
Nichteisen-Metallindustrie - Schrittmacher im industriellen Klimaschutz
Metalle pro Klima: Klimaschutz-Initiative der Metallindustrie
Die Nichteisen-Metallindustrie informiert durch die Unternehmensinitiative "Metalle pro Klima" über ihren Beitrag zu Ressourcenschonung und Klimaschutz. Die Initiative wird von bislang 18 Mitgliedsunternehmen, darunter Unternehmen aus der Aluminiumindustrie, getragen. Sie zeigen die konkreten Leistungen der gesamten Branche zum Klimaschutz auf. forum im Gespräch mit Oliver Bell, Executive Vice President Rolled Products der Norsk Hydro ASA und Vorsitzender der Initiative "Metalle pro Klima".
Herr Bell, welche Branchen vereinen sich in der Initiative "Metalle pro Klima?
Die Unternehmensinitiative Metalle pro Klima vereint, unter dem Dach der WirtschaftsVereinigung Metalle arbeitend, die Erzeuger und Verarbeiter von Leichtmetallen (Aluminium, Magnesium etc.), Buntmetallen (Kupfer, Zink, Blei, Zinn, Nickel, etc.) und Seltenmetallen in Produkten, Produktion und Recycling.
Wo liegt der unverzichtbare Nutzen der Nichteisen(NE)-Metalle für den Klimaschutz?
Die messbaren CO2-Einsparungen in der Produktion, durch langlebige Produkte und modernes Recycling der Mitgliedsunternehmen von Metalle pro Klima sind unverzichtbare Beiträge und branchenspezifische Zukunftsimpulse zum Klimaschutz.
Welche herausragenden Best-Practice-Beispiele im Bereich Produkte sind für unsere Leser interessant?
Erfolgreicher Klimaschutz zeigt sich in:
Ohne die energieintensiv erzeugten Grund- und Werkstoffe der Nichteisen-Metallindustrie wirkt keine Solarzelle, dreht sich kein Windrad und fährt kein E-Mobil.
Wie viele Tonnen CO2 werden pro Jahr insgesamt von den Mitgliedsunternehmen der Metalle pro Klima eingespart?
Die Unternehmen der NE-Metallindustrie mit deutschen Standorten haben seit 1990 den spezifischen Energieeinsatz für jede produzierte Tonne Metall um mehr als 26 Prozent gesenkt. Damit wurde der Ausstoß von Kohlendioxid in ähnlicher Größenordnung vermieden.
Bei einzelnen, besonders klimarelevanten Spurengasen sind Emissionen um bis zu 85 Prozent gesenkt worden. Neben den produktionsbedingten Klimaschutz-Erfolgen der NE-Metalle leisten sie durch hohe Recyclingquoten ebenso entscheidende Beiträge zur klimaschonenden Energieeffizienz.
Wo liegt aus Ihrer ganz persönlichen Sicht die Zukunft der NE-Metallindustrie - hier in Deutschland - aber auch global gesehen?
Klimaschutz braucht eine international wettbewerbsfähige NE-Metallindustrie. Die Belastungsaddition aus hohen Stromkosten und zusätzlichen politischen Kosten schwächen die internationale Wettbewerbssituation deutscher Unternehmen, den Vorreitern in Sachen Klimaschutz. Viele halten die Industrie für grenzenlos belastbar. Das wird maßlos überschätzt. Der Schlüssel liegt in der Balance von Ökonomie und Ökologie. Dafür arbeiten wir Tag für Tag.
Welche Projekte liegen Ihnen besonders am Herzen, bzw. welche neuen Herausforderungen nimmt man sich aktuell bzw. zukünftig bei Metalle pro Klima vor?
Der Erfolg spricht für sich, denn unsere Unternehmen werden sichtbarer. Die Branche ist viel akzeptierter und selbstbewusster. Unternehmen sehen ihre Leistungen oft als selbstverständlich an und erhalten über die Initiative den Anstoß, wieder darüber zu reden. Die überzeugenden Best-Practice-Beispiele zeigen die Unternehmen bereits auf Messen. Dort werden sie nur einer Fachöffentlichkeit bekannt. Das wollen wir ändern und dazu beitragen, dass die Best-Practice-Beispiele der Nichteisen-Metallindustrie einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden. Nichteisen-Metalle sind für die moderne Gesellschaft unverzichtbar. Das wissen noch viel zu wenig Menschen. Die wollen wir erreichen und ansprechen. Denn ohne NE-Metalle kein modernes Leben und kein Klimaschutz.
Herr Bell, wir danken für das Gespräch
Mehr über Metalle pro Klima erfahren Sie auf www.metalleproklima.de
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Herr Bell, welche Branchen vereinen sich in der Initiative "Metalle pro Klima?
Die Unternehmensinitiative Metalle pro Klima vereint, unter dem Dach der WirtschaftsVereinigung Metalle arbeitend, die Erzeuger und Verarbeiter von Leichtmetallen (Aluminium, Magnesium etc.), Buntmetallen (Kupfer, Zink, Blei, Zinn, Nickel, etc.) und Seltenmetallen in Produkten, Produktion und Recycling.
Wo liegt der unverzichtbare Nutzen der Nichteisen(NE)-Metalle für den Klimaschutz?
Die messbaren CO2-Einsparungen in der Produktion, durch langlebige Produkte und modernes Recycling der Mitgliedsunternehmen von Metalle pro Klima sind unverzichtbare Beiträge und branchenspezifische Zukunftsimpulse zum Klimaschutz.
Welche herausragenden Best-Practice-Beispiele im Bereich Produkte sind für unsere Leser interessant?
Erfolgreicher Klimaschutz zeigt sich in:
- Effizienter Anlagentechnik, die den Ausstoß klimarelevanter Spurengase in der Produktion vermindert,
- Klimaschutztechnologien, die auf den Werkstoffeigenschaften der Nichteisen(NE)-Metalle basierende Produkte erfordern,
- Effizientes Recycling, das Rohstoffkreisläufe schließt und die natürlichen Ressourcen schont.
Ohne die energieintensiv erzeugten Grund- und Werkstoffe der Nichteisen-Metallindustrie wirkt keine Solarzelle, dreht sich kein Windrad und fährt kein E-Mobil.
Wie viele Tonnen CO2 werden pro Jahr insgesamt von den Mitgliedsunternehmen der Metalle pro Klima eingespart?
Die Unternehmen der NE-Metallindustrie mit deutschen Standorten haben seit 1990 den spezifischen Energieeinsatz für jede produzierte Tonne Metall um mehr als 26 Prozent gesenkt. Damit wurde der Ausstoß von Kohlendioxid in ähnlicher Größenordnung vermieden.
Bei einzelnen, besonders klimarelevanten Spurengasen sind Emissionen um bis zu 85 Prozent gesenkt worden. Neben den produktionsbedingten Klimaschutz-Erfolgen der NE-Metalle leisten sie durch hohe Recyclingquoten ebenso entscheidende Beiträge zur klimaschonenden Energieeffizienz.
Wo liegt aus Ihrer ganz persönlichen Sicht die Zukunft der NE-Metallindustrie - hier in Deutschland - aber auch global gesehen?
Klimaschutz braucht eine international wettbewerbsfähige NE-Metallindustrie. Die Belastungsaddition aus hohen Stromkosten und zusätzlichen politischen Kosten schwächen die internationale Wettbewerbssituation deutscher Unternehmen, den Vorreitern in Sachen Klimaschutz. Viele halten die Industrie für grenzenlos belastbar. Das wird maßlos überschätzt. Der Schlüssel liegt in der Balance von Ökonomie und Ökologie. Dafür arbeiten wir Tag für Tag.
Welche Projekte liegen Ihnen besonders am Herzen, bzw. welche neuen Herausforderungen nimmt man sich aktuell bzw. zukünftig bei Metalle pro Klima vor?
Der Erfolg spricht für sich, denn unsere Unternehmen werden sichtbarer. Die Branche ist viel akzeptierter und selbstbewusster. Unternehmen sehen ihre Leistungen oft als selbstverständlich an und erhalten über die Initiative den Anstoß, wieder darüber zu reden. Die überzeugenden Best-Practice-Beispiele zeigen die Unternehmen bereits auf Messen. Dort werden sie nur einer Fachöffentlichkeit bekannt. Das wollen wir ändern und dazu beitragen, dass die Best-Practice-Beispiele der Nichteisen-Metallindustrie einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden. Nichteisen-Metalle sind für die moderne Gesellschaft unverzichtbar. Das wissen noch viel zu wenig Menschen. Die wollen wir erreichen und ansprechen. Denn ohne NE-Metalle kein modernes Leben und kein Klimaschutz.
Herr Bell, wir danken für das Gespräch
Mehr über Metalle pro Klima erfahren Sie auf www.metalleproklima.de
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