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Technik | Energie, 11.07.2026

"Gefährlicher Schritt rückwärts"

Gesetz zur Kraftwerksstrategie fördert fossile Gaskraftwerke statt Energieunabhängigkeit

Germanwatch zum heute beschlossenen StromVKG: Verpasste Chance, die Abhängigkeit von geopolitisch riskanten fossilen Importen schnell zu reduzieren / Wasserstoffumstellung muss spätestens Mitte der 2030er Jahre beginnen

© Andreas Felske, unsplash.comDie Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch kritisiert, dass mit dem heute im Bundestag beschlossenen Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) der Weg für umfangreiche Ausschreibungen für neue fossile Gaskraftwerke bereitet wird. „Das Gesetz ist ein gefährlicher Schritt rückwärts auf dem Weg zu stabilen Energiepreisen und mehr Energieunabhängigkeit. Durch technisch und ökonomisch nicht begründbare Vorgaben im Gesetz werden Batteriespeicher und andere Flexibilitätsoptionen von den ersten Ausschreibungen ausgeschlossen. Die Bundesregierung verpasst durch diese einseitige Fokussierung auf fossile Gaskraftwerke die Chance, Deutschland weniger abhängig von fossilen Importen zu machen und die Anfälligkeit für Preisschocks durch geopolitische Krisen so schnell wie möglich zu reduzieren", erklärt Simon Schreck, Referent für Wasserstoff und Klimaneutralität bei Germanwatch.

Problematisch ist aus Sicht von Germanwatch auch, dass im Gesetz auf eine frühe Umstellung der Gaskraftwerke auf grünen Wasserstoff verzichtet wird. „Die geplante Wasserstoffumstellung von einigen wenigen Kraftwerken ab 2040 kommt viel zu spät. Ein ambitionierter Fahrplan für die Umstellung der fossil betriebenen Kraftwerke auf grünen, größtenteils europäisch produzierten Wasserstoff spätestens ab Mitte der 2030er Jahre wäre nicht nur klimapolitisch sinnvoll, sondern auch eine Chance, dem Wasserstoffhochlauf einen kräftigen Impuls zu geben und Deutschlands Energiesicherheit zu stärken. Hier sind sich alle Fachleute, der Bundesrat, Anlagenbauer und Umweltverbände einig", so Schreck weiter.

Kontakt: Germanwatch e.V., Simon Schreck | simon.schreck@germanwatch.org | www.germanwatch.org



     
        
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